Noch das Maximum aus dem November holen
In diesem Beitrag zeigt Ihnen Golf-Professional und “GO LOW”-Gründer Luca Sommer, wie Sie noch in diesem Monat den Grundstein für konstantere Ballkontakte und ein stabiles Spiel legen. Der Artikel ist Teil einer fünfteiligen Wintertrainings-Serie von November bis März, die gezielt auf ambitionierte Freizeit-Golferzugeschnitten ist. Jeder Monat widmet sich einem klaren Schwerpunkt – mit realistischen Übungen für Range, Zuhause und Gym.
Teil eins im November steht ganz im Zeichen des Fundaments: Technik, Körper und mentale Ausrichtung. Denn wer jetzt sauber aufbaut, profitiert im Frühjahr von mehr Konstanz, besseren Treffmomenten und einem sichereren Schwunggefühl.
Warum der November entscheidend für Ihr Spiel ist
Während viele Golfer die Schläger in die Ecke stellen, bietet der November die perfekte Gelegenheit, an der Basis zu arbeiten – ohne Leistungsdruck, ohne Score. Diese Phase eignet sich ideal, um:
- den Golfschwung technisch zu stabilisieren
- die Beweglichkeit gezielt zu verbessern
- mentale Klarheit für die nächste Saison zu schaffen
Zudem benötigen die vorgestellten Übungen wenig Zeit, lassen sich realistisch in den Alltag integrieren und bringen bereits spürbare Verbesserungen im Ballkontakt.
Technik-Fundament: So kontrollieren Sie Griff, Ausrichtung und Ballposition
Ein stabiler Schwung beginnt mit einem korrekten Setup. Im November lohnt sich ein präziser Blick auf:
1. Griff überprüfen
- Liegt der Griff neutral in der Hand?
- Stimmen die Checkpoints überein?
- Ist der Druck locker, aber kontrolliert?
2. Ausrichtung kontrollieren
- Nutzen Sie einen Schläger oder Alignment Stick als Hilfe
- Achten Sie auf parallele Linien: Füße, Hüfte, Schultern
3. Ballposition definieren
- Verwenden Sie feste Referenzpunkte (z.B. Innenseite linker Fuß bei Driver)
Tipp: Kontrollieren Sie Ihr Setup regelmäßig vor einem Spiegel – ein einfacher, aber effektiver Check für Konstanz.
Beweglichkeit & Stabilität: Die körperliche Basis für Ihren Schwung
Ein kraftvoller, wiederholbarer Schwung braucht Beweglichkeit – vor allem in Hüfte, Schultern und Rumpf. Die folgenden Übungen lassen sich bequem zu Hause oder im Gym durchführen:
Mobility-Übungen
- Schulterkreisen mit Theraband (1-2 Minuten)
Stabilitätsübungen
- Bird-Dog (10x/je Seite, 3 Durchgänge)
- Seitliche Planks (2x pro Seite, je 30 Sekunden)
- 90/90 Übung (10x/je Seite, 3 Durchgänge)
Der Nutzen: Sie fördern nicht nur Ihre Beweglichkeit, sondern trainieren auch aktiv das Gleichgewicht und die Rumpfkraft – beides essenziell für eine kontrollierte Schwungbewegung.
Effektives Range-Training im Winter: Qualität statt Quantität
Selbst mit nur einer Einheit pro Woche auf der Driving Range können Sie gezielt Fortschritte machen:
Ziellinien-Drill
- Platzieren Sie eine visuelle Zielhilfe vor sich
- Schlagen Sie 20 bis 30 Bälle mit Fokus auf Startlinie und Treffmoment
- Ziel: Zehn Bälle sollen exakt entlang der Linie starten
Treffmoment-Analyse
- Nutzen Sie Impact-Tape oder Trockenshampoo auf dem Schlägerblatt
- Beobachten Sie die Treffpunkte: Mitte, Spitze oder Hacke?
Wichtig: Lieber 30 bewusste Bälle als 100 planlose. Qualität schlägt Quantität – besonders im Wintertraining.
Home-Training: Ihr Spiegel ist jetzt Ihr Coach
Nutzen Sie zwei bis drei Einheiten pro Woche zu Hause, um Ihre Technik zu festigen:
- Setup-Check vor dem Spiegel (Griff, Ausrichtung, Ballposition)
- Slow Motion Schwünge bis zur Top-Position → Gleichgewicht prüfen
- 1x pro Woche Videoaufnahme (Frontal + seitlich) zur Analyse von Haltung, Armwinkeln und Positionen
Das Beste daran: Sie benötigen nur einen Schläger, fünf Minuten und etwas Disziplin – mehr nicht.
Mentales Golftraining: Ziele setzen & Fokus schärfen
Golf beginnt im Kopf – und gerade im Winter lohnt sich eine klare Zielarbeit:
Notieren Sie drei persönliche Golfziele für 2026:
- kurzfristig (z.B. konstantere Drives)
- mittelfristig (z.B. Handicap unter 20)
- langfristig (z.B. Single HCP)
Visualisieren Sie täglich zehn perfekte Schwünge mit geschlossenen Augen.
Dieser einfache mentale Anker stärkt nicht nur Ihre Vorstellungskraft, sondern auch Ihr Selbstvertrauen für den Platz.
Trainingsplan November: So sieht Ihre Golfwoche jetzt aus
Für maximalen Nutzen genügt ein strukturierter Wochenplan mit nur drei Einheiten:
- 1x Range: Ziellinien-Drill + Treffmoment-Analyse + Set-Up vertiefen
- 1x Home-Training: Setup, Spiegelarbeit, Videoanalyse
- 1x Körper & Mental: Mobility, Stabilität, Visualisierung, Zielarbeit
Fazit: Weniger ist mehr – aber nur mit Fokus auf Qualität und Wiederholung.
Takeaways – Das sollten Sie aus dem November mitnehmen:
- Der Winter ist Ihre Chance, am Golf-Fundament zu arbeiten – nicht Pause zu machen.
- Technik, Beweglichkeit und Mentales lassen sich ohne Platz oder Simulator trainieren.
- Kurze, gezielte Einheiten (3x/Woche) sind wirkungsvoller als seltene Marathons.
- Spiegel, Kamera und Theraband reichen aus, um sichtbare Fortschritte zu erzielen.
- Je besser Ihr Fundament jetzt, desto stabiler wird Ihre Performance im Frühjahr.



















