Hamburgs US-Kapitänin drückt Europas Esther die Daumen
Als die ersten Drives beim Solheim Cup 2026 flogen, saß Wendy Brown im Airbus. Flugnummer LH035 führte sie aber nicht zum Event in die Niederlande, sondern von Hamburg nach Frankfurt, von wo es weiterging in die USA. Genauer: San Francisco. Trotzdem wird die Kapitänin der Frauenmannschaft aus dem Hamburger GC Falkenstein (1. Bundesliga Nord) immer wieder ins Livescoring schauen und verfolgen, wie es „ihrer“ Esther Henseleit beim Turnier geht.
„In meiner Brust schlagen zwei Herzen. Ich bin Amerikanerin, also bin ich etwas gespalten, aber klar drücken wir Esther beide Daumen. Ich bin trotz USA-Reise ganz nah dabei und werde Wege finden, dass ich alles mitverfolgen kann“, erzählt Wendy Brown. Vor zwei Jahren war sie beim Solheim Cup in Virginia live vor Ort – und trug einen Team-Europe-Hut. Ausgerechnet jetzt, wo das Turnier fast um die Ecke stattfindet, muss Hamburgs Captain beruflich nach San Francisco. Die Reise in die Staaten hat aber auch einen privaten Grund: Ende September wird Wendy Brown dort heiraten.
Wenn Anfang des nächsten Monats die European Ladies' Club Trophy im Hamburger GC Falkenstein steigt (1. bis 3. Oktober), wird Wendy Brown wieder zurück sein. Bis dahin ist der Solheim Cup 2026 längst vorbei. Der Ergebnis-Tipp der amerikanischen Kapitänin aus dem HGC? „Europa gewinnt mit einem Punkt Vorsprung. Wir wünschen es Esther alle!“ Auch zahlreiche Hamburger Spielerinnen werden den Solheim Cup verfolgen.
„Ich werde die ganze Zeit Livestream und Livescoring schauen. In unserem Club freuen sich alle auf das Event; es ist seit einiger Zeit Thema, besonders weil Esther mitspielt und viele unserer Mitglieder sie kennen“, sagt HGC-Nationalspielerin Susanna Brenske. Ihre Teamkollegin Christin Eisenbeiß hat aktuell etwas weniger Zeit, Solheim Cup zu schauen, da sie selbst ein Turnier der Epson Tour in Alabama spielt. Aber: „Im Clubhaus zeigen sie die Matches überall auf den TVs. Ich verfolge besonders Esther und drücke dem ganzen Team Europe die Daumen. Ich glaube, es wird ein Kopf-an-Kopf-Rennen und hoffe, dass Europa gewinnt“, so Eisenbeiß.
Nicht nur in Alabama, sondern auch im Rest Amerikas verfolgen Golf-Fans den Solheim Cup in den Niederlanden. In Texas zum Beispiel. Dort befindet sich derzeit Laura Götz, die für den 1. GC Fürth spielt und in der Saison 2026 der Deutschen Golf Liga presented by All4Golf das erste Hole-in-One in der 1. Bundesliga schoss. „Wir schauen natürlich Solheim Cup. Bei uns hier an der Uni hatten wir schon ein paar Matchplays im Stil von Europa gegen die USA“, erzählt Götz, die ebenfalls auf einen Sieg für Europa tippt.
Solheim Cup von Hamburg bis München
Auch in München wird Richtung Niederlande geschaut. „Ich werde das zu Hause auf der Couch schauen und wir planen, mit unseren Mädchenmannschaften ein gemeinsames Viewing zu machen“, erzählt Ava Bergner. Sie hat selbst jahrelang in der DGL sowie das eine oder andere Final Four gespielt und ist aktuell Co-Trainerin des Münchener GC. Ihr Tipp: „Ich hoffe sehr, dass Team Europa gewinnt, zumal wir mit Esther eine deutsche Spielerin am Start haben.“ Von Hamburg bis München – ganz Golf-Deutschland drückt Esther Henseleit die Daumen. Sogar eine US-Amerikanerin. Für Wendy Brown ist es eine Win-Win-Situation: „Ich bin glücklich, egal wer gewinnt.“
Und dann gibt es neben Esther Henseleit und Turnierdirektorin Christiane Stenger noch eine Deutsche in einer wichtigen Position auf der Anlage von Bernardus Golf: Celina Sattelkau vom GC St. Leon-Rot kommentiert den Wettkampf Europa vs. USA auf Sky Deutschland und empfindet genau das als „große Ehre“ (Livescoring Solheim Cup 2026).









