Die Direktorin aus Deutschland
„Das ist mein drittes Mal beim Solheim Cup, aber zum ersten Mal bin ich als Turnierdirektorin dabei“, sagt Christiane Stenger. Dementsprechend ist der Aufgabenbereich für die 32-Jährige diesmal etwas umfangreicher. Bisher war sie immer als Schiedsrichterin im Einsatz und lief bei ihren jeweiligen Matches mit. „Jetzt sehe ich das Projekt eher aus der Hauptverantwortung, was das Ganze natürlich super spannend macht. Das bedeutet aber auch viel mehr Vorbereitung und zwischen den Abteilungen interagieren“, sagt Stenger. Ihr Team besteht aus 31 Personen. „Das klingt relativ viel, wenn man bedenkt, dass wir nur 24 Spielerinnen haben.“ Allerdings hänge da deutlich mehr dran, als man denkt. Allein bei den Fourballs laufen jeweils drei Referees mit, weitere kümmern sich um Pace, Play & Timing, andere verfolgen die Spiele am TV als Art Video-Schiedsrichter.
Zudem ist es das erste Mal, dass sich das Ruling-Team der deutschen Turnierdirektorin auch um den Junior Solheim Cup kümmert, an dem in diesem Jahr mit Lena Geier und Sofia Maier-Borst gleich zwei deutsche Nationalspielerinnen teilnehmen. „Das gab es in der Geschichte des Events noch nie, dass die Juniors vorher auf dem gleichen Platz spielen“, erklärt Stenger. Wenn die ersten Spielerinnen eintreffen, ist ihr Team, das im Nachbarort Vught untergebracht ist, wo es ein paar Bars und Restaurants gibt, schon mehrere Tage mit Vorbereitungen beschäftigt. Bevor die ersten Drives in den Duellen zwischen Team Europa und den USA fliegen, soll schließlich alles bereit und hergerichtet sein.


