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Scottie Scheffler im Gespräch mit einem Rules Official. | © 2025 Getty Images

Top 10: Kurioseste Regelfälle des Jahres

Bhatia überliest Platzregel

Akshay Bhatia geriet bei der Dubai Desert Classic in eine schwierige Situation: In seiner zweiten Runde verzog er seinen Abschlag am 13. Loch des Emirates GC und versuchte gemeinsam mit seinem Caddie, über die benachbarte achte Spielbahn auszuweichen. Dabei bedenken sie jedoch nicht, dass diese für Spieler der 13 laut Platzregeln als internes Aus gilt. Da diese Regel nicht durch weiße Pfähle markiert, sondern nur in den ausgehändigten Platzregeln vermerkt war, bemerkte Bhatia den Fehler erst, als ein Rules Official eingriff. Der 22-jährige US-Amerikaner musste daraufhin mit Strafschlag zur ursprünglichen Stelle zurückkehren und spielte das Loch trotz guter Schläge schließlich nur mit einem Doppel-Bogey. Dies wurde von der DP World Tour öffentlich dokumentiert. Der Vorfall sorgte für Diskussionen unter Fans, die diese umstrittene Regel kritisierten, während Turnierleitungen sie meist aus Gründen der Fairness oder Sicherheit einsetzen.

 

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Dank zweifacher Regelanwendung zum Par

Beim Genesis Invitational kam der Weltranglistenerste Scottie Scheffler nach einem verzogenen Abschlag am Par-3-Loch 11 glimpflich davon: Sein Ball blieb nach Kontakt mit dem Cartweg im Rough nahe der Tee-Box von Loch 12 liegen. Anstatt aus dieser schwierigen Lage zu spielen, nutzte Scheffler geschickt die Platzregel F-23 für zeitweilige unbewegliche Hemmnisse, da ein Schild an der Abschlagsfläche seinen Stand behinderte, und erhielt straflose Erleichterung. Durch zwei regelkonforme Drops und Rücksprache mit dem Referee verbesserte er seine Lage schrittweise bis zum kurzgemähten Tee von Loch 12. Von dort aus spielte er einen präzisen Pitch und lochte den Putt sicher zum Par. Dieses Ergebnis war nach dem schlechten Abschlag kaum zu erwarten und zeigte eindrucksvoll, wie Scheffler die Regeln beim Genesis Invitational zu seinen Gunsten einzusetzen wusste.

 

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Lee nachträglich bestraft

Min Woo Lee erhielt nach seiner dritten Runde beim Masters Tournament nachträglich einen Strafschlag, da die Turnierleitung zu dem Schluss kam, dass er seinen Ball auf dem 13. Fairway bewegt hatte. Auf dem Par-5-Loch der „Amen Corner” im Augusta National Golf Club bemerkte Lee beim Ansprechen des Balls eine minimale Bewegung, zog sofort zurück und konsultierte einen Referee. Zunächst einigte man sich gemeinsam mit seinem Spielpartner Harris English darauf, dass keine Schuld vorliege, sodass das Loch zunächst als Par gewertet wurde. Erst nach Rundenende stellte das Komitee jedoch fest, dass Lees Handlungen nahe am Ball dessen Bewegung verursacht hatten. Daher wurde gemäß Regel 9.4b ein Strafschlag verhängt. Dadurch wurde aus dem Par ein Bogey und aus seiner 76 eine 77 – ein besonders bitterer Ausgang für Lee an einem ohnehin enttäuschenden Moving Day.

 

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Slope-Modus aktiviert

Beim CJ Cup wurde Davis Riley in der zweiten Runde mit zwei Strafschlägen belegt. Er hatte beim Messen der Entfernung am 17. Loch festgestellt, dass der verbotene Slope-Modus seines Entfernungsmessers versehentlich aktiviert war. Hintergrund ist eine laufende Testphase auf der PGA Tour, in der Entfernungsmesser zwar erlaubt sind, jedoch nur ohne Höhenberechnung. Riley meldete den Regelverstoß selbstständig einem Referee, nachdem er das Loch verlassen hatte. Dies wurde ihm hoch angerechnet, da der Fehler ansonsten unbemerkt geblieben wäre. Die Strafe erfolgte gemäß Regel 4.3. Eine Disqualifikation blieb ihm nur deshalb erspart, weil der Verstoß weder absichtlich noch wiederholt war. Trotz der Strafe, durch die seine Chancen auf den Cut gefährdet wurden, rettete sich Riley dank eines Eagles auf der Schlussbahn ins Wochenende und unterstrich mit seinem Verhalten die Bedeutung von Integrität im Golfsport.

 

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Lowry vergisst das Markieren

Bei der US Open im Oakmont Country Club unterlief Shane Lowry am Freitag ein seltener Fehler, als er auf dem Grün der 14. Bahn seinen Ball aufhob, ohne ihn zuvor zu markieren. Dies stellte einen Verstoß gegen Regel 14.1a dar. Der Ire und sein Caddie Darren Reynolds erkannten den Fehler sofort, riefen einen Referee und Lowry musste den Ball an der ursprünglichen Stelle wieder platzieren sowie einen Strafschlag hinnehmen. Dadurch verschlechterte sich sein Lochergebnis von Bogey auf Doppel-Bogey. Lowry zeigte sich selbstkritisch, nahm die Situation angesichts seines bereits hohen Rückstands jedoch mit Humor. Später konnte er gemeinsam mit seinen Spielpartnern Rory McIlroy und Justin Rose darüber lachen – sinnbildlich für eine insgesamt schwierige Woche im Duell mit dem anspruchsvollen Platz.

 

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Fan als Whistleblower – erst DQ, dann Strafe

Beim DP-World-Tour-Event im schottischen Trump International Golf Links löste ein Fanvideo eine kontroverse Affäre um den englischen Profi Sam Bairstow aus. Dieser wurde zunächst wegen einer falsch ausgefüllten Scorekarte an Loch 14 disqualifiziert, da er statt einer gespielten Sieben nur eine Fünf notiert hatte. Der Fall wurde brisanter, als Zuschaueraufnahmen zeigten, dass sich Bairstows Ball im Rough beim Ansprechen bewegt hatte und er dennoch ohne Zurücklegen und Strafschlag weiterspielte. Dies verschärfte den Regelverstoß. Nachdem Bairstow den Vorfall schließlich einräumte, bestätigte die DP World Tour nicht nur die Disqualifikation, sondern belegte ihn zusätzlich wegen Verstoßes gegen den Verhaltenskodex mit der maximalen Geldstrafe von 25.000 Pfund. Die Tatsache, dass es trotz dieser Umstände zu keiner Sperre kam, sorgte im Profizirkus für heftige Diskussionen über die Angemessenheit von Strafen, Transparenz sowie die grundlegenden Werte Ehrlichkeit und Eigenverantwortung im Golfsport.

 

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Einzigartige Regelung in den Schweizer Wolken

Beim Turnier in Crans-Montana sorgten extreme Wetterbedingungen mit dichten Wolken in rund 1.500 Metern Höhe für eine ungewöhnliche Sonderregelung: Auf dem Platz wurde jeweils nur dort gespielt, wo ausreichende Sicht herrschte. Spielbahnen, die von Nebel oder Wolken bedeckt waren, wurden sofort unterbrochen. Im Crans-sur-Sierre Golf Club führte dies dazu, dass einzelne Löcher gleichzeitig bespielt oder pausiert wurden, je nach Sichtweite. Die DP World Tour reagierte damit pragmatisch auf die Bedingungen, wie Rules-Direktor Mark Litton erklärte. Zwar kam es über mehrere Tage hinweg zu zahlreichen Unterbrechungen, doch mit Geduld und angepasster Organisation konnte das Turnier am Sonntag planmäßig beendet werden – ein Beispiel dafür, wie anpassungsfähig Golf unter extremen Naturbedingungen sein kann.

 

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Nebeneinander im Sand – und nun?

In der dritten Runde der Sanderson Farms Championship kam es im Country Club of Jackson zu einer kuriosen Regelszene: Die Abschläge von Garrick Higgo und Eric Cole lagen auf der 15. Bahn im selben Bunker nahezu aneinander, wobei Coles Ball Higgos Ball unabsichtlich bewegte. Nach Hinzuziehen eines Referees wurde regelkonform entschieden, dass Higgo seine ursprüngliche Lage wiederherstellen durfte, während Cole seinen Ball vorübergehend markierte und aus dem Weg legte, da er als Zweiter gespielt hatte. Anschließend schlug Higgo zuerst, dann wurde der Bunker geglättet und Coles Ball zurückgelegt, ohne dass einer der beiden eine Strafe erhielt. Higgo nutzte die ungewöhnliche Situation für ein Birdie, setzte sich zwischenzeitlich an die Spitze des Leaderboards und betonte später, dass ihm dieses Mal das Glück des zuerst gespielten Balls geholfen habe.

 

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Schweizer Profi für zehn Events gesperrt

Der Schweizer Profi Cedric Gugler wurde von der HotelPlanner Tour mit einer außergewöhnlich harten Sperre belegt. Er darf an zehn Turnieren nicht teilnehmen. Grund dafür ist, dass er bei der Raiffeisenbank Golf Challenge im tschechischen Kaskáda Golf Resort mehrfach seinen Ball vom falschen Ort auf dem Grün gespielt hatte. Dafür wurde er nach der ersten Runde disqualifiziert. Ein unabhängiges Disziplinargremium wertete den Vorfall als schweren Verstoß gegen den Verhaltenskodex, was auch durch eine unpräzise Aussage Guglers bei der ersten Anhörung ausgelöst wurde. In einer öffentlichen Stellungnahme zeigte sich der 25-Jährige betroffen, gestand die Regelverstöße ein, betonte jedoch, dass er sich keinen Vorteil verschaffen wollte, und akzeptierte die Strafe. Die Sperre betrifft die ersten zehn Turniere der Saison 2026, beginnend mit der SDC Open in Südafrika. Für Gugler bedeutet dies eine monatelange Zwangspause und einen deutlichen Rückschlag für seine noch junge Profikarriere.

 

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Flutschfinger sorgt für skurrile Strafe

Ein unachtsamer Moment brachte Ryo Hisatsunes Finalrunde bei der Australian Open im Royal Melbourne Golf Club endgültig aus dem Rhythmus: Am achten Loch ließ der Japaner beim Schlägerwechsel versehentlich einen Schläger fallen, der seinen ruhenden Ball traf und bewegte. Dies zog gemäß Regel 9.4b einen Strafschlag nach sich. Der Ball musste zurückgelegt werden, doch daraus resultierte ein Doppel-Bogey, dem im weiteren Verlauf weitere Fehler folgten. Hisatsune, der mit sechs unter Par in die Schlussrunde gestartet war und bereits deutlich hinter dem Spitzenreiter Rasmus Neergaard-Petersen lag, kam mit einer enttäuschenden 77 ins Ziel. Er beendete das Turnier mit Even Par auf dem geteilten 51. Rang – ein bitteres Ende einer ohnehin schwierigen Finalrunde.

 

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