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Als 77. im OWGR aktuell bester deutscher Spieler: Matti Schmid | © golfsupport.nl/David Rosenblum/ism

Schluss mit inkonstanten Chips

Viele Golfer verlieren rund ums Grün unnötig Schläge, obwohl genau hier das größte Potenzial liegt. Das Problem ist selten Talent – sondern fehlende Struktur. In diesem Beitrag zeigt Ihnen Golf-Professional und “Go Low”-Gründer Luca Sommer, wie Sie Ihr kurzes Spiel mit klaren, einfachen Prinzipien verbessern. Aus seiner langjährigen Coaching-Erfahrung weiß er: “Die meisten Golfer scheitern nicht an der Technik, sondern an fehlender Struktur und klaren Entscheidungen.”

Warum das kurze Spiel oft so schwer wirkt

Viele Golfer stehen am Grün und haben kein klares Gefühl für den Schlag. Mal wird der Ball zu kurz, mal zu lang, mal trifft man ihn nicht sauber.

 

Das liegt meistens an drei Dingen:

 

  • Die Technik ist nicht stabil
  • Es wird zu viel nach Gefühl gespielt
  • Es fehlt das Verständnis für den Balllauf

 

Die gute Nachricht: Genau das lässt sich einfach verbessern.

Ein sauberer Chip ist einfacher als Sie denken

Sie brauchen keinen perfekten Schwung. Was Sie brauchen, ist ein klarer, einfacher Standard-Schlag.

 

Achten Sie dabei auf drei Dinge:

 

  • Gewicht leicht vorne
  • Hände etwas vor dem Ball
  • Kleine, ruhige Bewegung

 

Mehr ist es nicht. Wenn Sie diesen Schlag immer wieder gleich ausführen, wird Ihr Treffmoment automatisch besser. Und genau das sorgt für Konstanz.

Spielen Sie nicht zum Loch

Ein häufiger Fehler ist die falsche Zielsetzung. Viele versuchen, den Ball direkt zum Loch zu spielen. Das macht den Schlag unnötig schwer. Die bessere Idee: Spielen Sie zu einem Landepunkt. Stellen Sie sich vor, wo soll der Ball aufkommen und wie weit rollt er danach noch. Wenn Sie diesen Punkt klar vor Augen haben, wird der Schlag sofort einfacher.

Trainieren Sie gezielt Ihre Länge

Gefühl allein reicht selten aus – vor allem nicht unter Druck oder Nervosität. Deshalb lohnt es sich, die Länge bewusst zu trainieren. Ein einfacher Ansatz: Legen Sie ein Handtuch auf das Grün und versuchen Sie, den Ball genau dort landen zu lassen. Variieren Sie die Entfernung. So entwickeln Sie Schritt für Schritt ein besseres Gefühl – aber auf einer klaren Grundlage.

Verstehen Sie, wie der Ball rollt

Ein weiterer wichtiger Punkt ist das Verhalten des Balls nach der Landung. Nicht jeder Schläger macht dasselbe: Mit einem Pitching Wedge fliegt der Ball höher und rollt weniger, mit einem Eisen 7 bleibt er flacher und rollt mehr. Sie müssen kein Experte sein – es reicht, wenn Sie ein Grundgefühl entwickeln. Dann wissen Sie vor dem Schlag, was ungefähr passieren wird.

Treffen Sie einfache Entscheidungen

Viele Fehler entstehen, weil der Schlag unnötig kompliziert gemacht wird. Stellen Sie sich stattdessen vor jedem Chip nur drei Fragen:

 

  • Wo ist mein Landepunkt?
  • Welcher Schläger macht es mir am einfachsten?
  • Wie kann ich den Schlag möglichst simpel halten?

 

Je einfacher Ihre Entscheidung, desto besser Ihr Ergebnis.

Bleiben Sie bei einem Standardschlag

Sie müssen nicht jeden Schlag neu erfinden. Im Gegenteil: Es hilft enorm, einen Schlag zu haben, auf den Sie sich verlassen können. Zum Beispiel:

 

  • Ein Chip mit dem Pitching Wedge
  • Immer gleiche Bewegung
  • Immer gleiche Vorbereitung

 

Dieser “Go-To-Schlag” gibt Ihnen Sicherheit – besonders im echten Spiel.

Eine kleine Routine macht den Unterschied

Bevor Sie schlagen, nehmen Sie sich kurz Zeit. Schauen Sie sich Ihren Landepunkt an, stellen Sie sich den Ballflug vor imd machen Sie einen Probeschwung für die Länge. Das bringt Ruhe in Ihren Schlag und sorgt für mehr Kontrolle.

Üben Sie auch mit Druck

Das ist auch ein fester Bestandteil von Luca Sommers Trainingsphilosophie und dem Go-Low-Coaching, denn gerade diese Art des Trainings wird häufig vernachlässigt. Genau deswegen entstehen dann auch Konstanz-Probleme. Auf der Range funktioniert vieles gut – auf dem Platz oft nicht mehr.Der Grund: Druck & Nervosität. Deshalb sollten Sie auch im Training kleine Aufgaben einbauen: Treffen Sie drei von fünf Bällen in eine Zone. Starten Sie neu, wenn Sie es nicht schaffen (usw.). So gewöhnen Sie sich daran, auch unter Druck sauber zu spielen.

Sommer-Fazit: Weniger Denken, besser spielen

Rund ums Grün geht es nicht darum, perfekte Schläge zu spielen. Es geht darum, einfach und klar zu bleiben. Wenn Sie einen stabilen Standardschlag haben, zum Landepunkt spielen und einfache Entscheidungen treffen, werden Sie automatisch konstanter.

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