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Golf-Pro Jochen Ziffels gibt praktische Tipps für die Golfreise. | © ZGolf

Golf-Reisegepäck-Tipps vom Profi

Wer mit den eigenen Golfschlägern verreist, kennt die Frage: Wie kommt das Golfbag sicher ans Ziel? Zwischen Check-in, Sperrgepäck, Gepäckband und Flugzeugladeraum muss das Equipment einiges aushalten. Ein gutes Travel Cover ist deshalb für Golfreisen mit dem Flugzeug fast unverzichtbar.

Warum ein Travel Cover sinnvoll ist

Ein normales Golfbag ist für den Golfplatz gebaut, nicht für den Transport im Flugzeug. Beim Reisen wirken andere Belastungen auf Bag und Schläger: Druck von oben, seitliche Stöße, enges Verstauen, Rollen über Flughafengänge und die übliche Behandlung von Sperrgepäck. 

 

Ein Travel Cover ist eine zusätzliche Schutzhülle für das komplette Golfbag. Es wird über das Bag gezogen oder das Bag wird hineingestellt. Gute Modelle haben Rollen, stabile Reißverschlüsse, Gurte zur Fixierung und eine Polsterung im oberen Bereich, wo die Schlägerköpfe sitzen.

 

Der wichtigste Punkt: Das Travel Cover schützt nicht nur das Bag, sondern vor allem die empfindlichen Schlägerköpfe und Schäfte.

Hardcase oder Softcase?

Bei Travel Covern gibt es zwei Grundvarianten: Hardcase und Softcase. Ein Hardcase bietet durch die feste Außenschale sehr guten Schutz. Gerade bei häufigen Flugreisen oder sehr hochwertigem Equipment kann das ein Vorteil sein. Der Nachteil: Hardcases sind meist größer, schwerer und zu Hause deutlich sperriger zu lagern. Ein Softcase ist flexibler, leichter und im Alltag oft praktischer. Es lässt sich einfacher verstauen und ist für viele Golfreisen völlig ausreichend, wenn die Schläger zusätzlich richtig geschützt werden. Hochwertige Softcases haben ebenfalls stabile Rollen, gute Polsterung und Fixiergurte.

Jochen Ziffels von ZGolf empfiehlt für viele Freizeitgolfer ein gutes Softcase: „Für die meisten Golfreisen ist ein hochwertiges Softcase absolut praktikabel. Entscheidend ist nicht nur die Hülle, sondern wie sauber das Bag darin gepackt und gesichert wird.“

Golfbag vor der Reise vorbereiten

Bevor das Golfbag ins Travel Cover kommt, sollte es einmal gründlich kontrolliert werden. Alles, was nicht gebraucht wird, bleibt zu Hause. Alte Scorekarten, unnötige Ballvorräte, lose Kleinteile oder vergessene Trinkflaschen erhöhen nur Gewicht und Unordnung.

 

Sinnvoll sind: 

 

  • die benötigten Golfschläger
  • Golfschuhe
  • Handschuh
  • Bälle in realistischer Menge
  • Tees
  • ⁠Pitchgabel
  • ⁠Ballmarker
  • ⁠kleines Zubehör, das wirklich gebraucht wird

 

Wichtig ist, das Gewicht im Blick zu behalten. Je nach Airline wird Golfgepäck als Sport- oder Sperrgepäck behandelt. Die Regeln und Gewichtslimits sollten vor der Reise geprüft werden.

Schläger zusätzlich schützen

Besonders empfindlich sind Driver, Fairwayhölzer, Hybride und Graphitschäfte. Hier lohnt sich zusätzlicher Schutz. Ein einfacher Trick: Ein Handtuch um die Schlägerköpfe wickeln. Dadurch schlagen die Schläger beim Transport weniger gegeneinander. Wer einen Driver oder ein Holz mit abschraubbarem Kopf spielt, kann den Schlägerkopf abnehmen und separat geschützt verstauen. Auch Alignment-Sticks oder eine spezielle Schutzstange können helfen, Druck von oben besser abzufangen. Wichtig ist, dass die Schläger im oberen Bereich nicht lose im Travel Cover liegen.

Bag im Travel Cover fixieren

Das Golfbag sollte im Travel Cover möglichst stabil stehen. Viele Modelle haben innenliegende Gurte oder Kompressionsriemen. Diese sollten genutzt werden, damit das Bag nicht verrutscht. Freie Räume können mit weichen Gegenständen wie Kleidung oder Golfschuhen gefüllt werden. Bälle und Kleinteile gehören in geschlossene Fächer. Lose Gegenstände können beim Transport stören oder zusätzlichen Druck auf Schläger und Bag ausüben. Dabei gilt: Das Travel Cover sollte nicht als zusätzlicher Koffer missverstanden werden. Wer es bis zur Belastungsgrenze vollpackt, riskiert Übergewicht und unnötigen Stress am Flughafen.

Vor dem Abflug: Airline-Regeln prüfen

Vor der Reise sollte geklärt werden:

 

  • ⁠Ist Golfgepäck im Tarif enthalten?
  • Muss Sportgepäck vorher angemeldet werden?
  • ⁠Welche Gewichtsgrenze gilt?
  • ⁠Welche Zusatzkosten können entstehen?
  • ⁠Wo wird Sperrgepäck am Flughafen abgegeben?

 

Ein kurzer Gewichtstest zu Hause hilft, Überraschungen am Check-in zu vermeiden. Viele Golfbags mit Travel Cover, Schuhen, Bällen und Zubehör werden schwerer, als man im ersten Moment denkt.

Am Flughafen: Abgabe als Sperrgepäck

Golfbags werden meist als Sperrgepäck aufgegeben. Nach dem Check-in erhält das Travel Cover einen Gepäckanhänger und wird anschließend an einem separaten Sperrgepäck-Schalter abgegeben. Dafür sollte etwas zusätzliche Zeit eingeplant werden. Praktisch ist außerdem ein Foto vom Travel Cover vor der Abgabe. So lässt sich der Zustand des Gepäcks vor dem Flug dokumentieren.

Nach der Ankunft sofort kontrollieren

Nach der Landung sollte das Golfbag direkt am Flughafen geprüft werden. Besonders wichtig: Geht es Ihren Hölzern (Köpfe und Schäfte) gut? Wie steht es um den Verschleiß von Rollen und Reißverschlüssen des Travel Covers? Wenn ein Schaden sichtbar ist, sollte er sofort bei der Gepäckstelle oder beim zuständigen Airline-Schalter gemeldet werden. Wer Schäden erst später im Hotel oder auf dem Golfplatz bemerkt, hat es bei der Reklamation meist schwerer.

Ziffels Fazit

Ein Travel Cover ist für Flugreisen mit eigenen Golfschlägern eine sinnvolle Investition. Ob Hardcase oder Softcase hängt vom Reiseverhalten ab. Entscheidend ist aber immer, dass das Golfbag richtig gepackt, im Cover fixiert und im empfindlichen Schlägerbereich zusätzlich geschützt wird. Oder wie Ziffels es zusammenfasst: „Ein gutes Travel Cover ist keine Garantie gegen jeden Schaden – aber ohne Schutz zu reisen, ist ungefähr so clever wie ein Driver ins Inselgrün bei Gegenwind. Kann klappen. Muss aber nicht.“

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