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Die deutschen AK-50-Herren blieben auch in der zweiten Matchplay-Runde siegreich. | © privat

Banzhaf sichert Deutschland den Einzug in das Flight-B-Finale

Es war der erwartet harte Kampf. Italien, im ersten Platzierungsspiel mit einem 4:1 gegen die Schweiz erfolgreich, verlangte Deutschland auf dem Châteaux-Kurs von Cabot Bordeaux alles ab. Doch die deutsche Mannschaft knüpfte an die überzeugende Reaktion vom Vortag an und bewahrte genau in den engen Entscheidungen die Ruhe.
 

Vierer legt den Grundstein

Den wichtigen Auftaktpunkt holten Patrick Koll (Düsseldorfer GC) und Stefan Sachs (GC Kassel-Wilhelmshöhe). Der neu zusammengestellte Vierer mit dem hessischen Routinier und dem rheinländischen Newcomer setzte sich gegen Gianni Airaga und Filippo Clerici (beide Italien) klar mit 4&2 durch. „Die tolle Entwicklung unseres neuen Vierers hat die Grundlage für unseren heutigen Erfolg gelegt“, sagte Roggenkämper.
 

In den Einzeln kippte die Begegnung anschließend mehrfach. Marc Mazur (GSV Düsseldorf) unterlag Michele Bosco (Italien) mit 1auf. Fast zeitgleich verlor Maximilian Rehm (GC Feldafing) gegen Antonio Burzio (Italien) mit 2&1. Italien hatte damit nicht nur ausgeglichen, sondern die Führung übernommen – und die deutsche Mannschaft stand in den beiden verbleibenden Partien unter Druck.
 

Thomas Biermann (Frankfurter GC) lieferte gegen Franz Pfoestl (Italien) die erste wichtige Antwort. Mit einem 1auf-Erfolg am 18. Loch verhinderte Biermann den italienischen Matchball und brachte die Partie zurück zum Ausgleich. Wenige Momente später machte der deutsche Schlussspieler Felix Banzhaf (Frankfurter GC) dann mit seinem 2&1-Sieg gegen Gianluca Bolla (Italien) am 17. Loch den 3:2-Gesamterfolg perfekt.
 

„Alles abverlangt“

Roggenkämper würdigte die Leistung seiner Mannschaft nach einem Tag, der körperlich wie mental an die Grenzen ging: „Nach dem Pflichtsieg gestern gegen die Polen war das heute wirklich ein harter Kampf mit einem sehr motivierten Team und extrem hohen Temperaturen. 34 Grad im Schatten haben alles von einem abverlangt. Das Team hat super performt und nahtlos an die Leistungen von gestern angeknüpft.“
 

Mit Italien hatte Deutschland den angekündigten Härtetest vor sich. „Die Italiener waren der erwartete starke Gegner und haben uns alles abverlangt“, sagte Roggenkämper. Umso höher ist der Erfolg einzuordnen: Deutschland gewann drei der fünf Partien, die zwei verlorenen Einzel blieben jeweils nur hauchdünn bei der Squadra Azzurra.
 

Auch abseits der deutschen Begegnung lieferten die Platzierungsspiele enge Entscheidungen. Norwegen setzte sich gegen Spanien mit 4:1 durch und wird damit zum letzten deutschen Gegner dieser EM-Woche. Die Schweiz gewann gegen Polen mit 3,5:1,5, während Österreich die Niederlande knapp mit 3:2 bezwang.
 

Frankreich gegen Belgien im Finale

In Flight A stehen Frankreich und Belgien im Finale um den Europameistertitel. Gastgeber Frankreich setzte sich im Halbfinale gegen England deutlich mit 4:1 durch. Belgien bezwang Dänemark mit 3:2 und schaffte damit den Sprung ins Endspiel.
 

Für Deutschland geht es am Samstag gegen Norwegen um Rang neun. „Wir sind weiterhin hochmotiviert, mit einem weiteren Sieg das Beste aus der verpassten Zählspiel-Qualifikation herauszuholen“, sagte Roggenkämper. Eines ist jedenfalls schon jetzt klar: Nach den zwei überzeugenden Platzierungsspielen hat seine Mannschaft gezeigt, dass die vier Schläge Rückstand auf Flight A ihre sportliche Qualität nicht definieren.

 

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