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USA gegen Europa. Angela Stanford gegen Anna Nordqvist. | © 2026 David Cannon

Alles zum 20. Solheim Cup in den Niederlanden

LPGA und Ladies European Tour: Solheim Cup

Bernardus Golf, Niederlande, 11. bis 13. September

Beim 20. Solheim Cup dürfen sich die Fans erneut auf ein Duell auf Augenhöhe freuen. Von Freitag bis Sonntag treffen Europa und die USA erstmals in den Niederlanden aufeinander. Schauplatz ist der Bernardus Golf in Cromvoirt. Europas Kapitänin Anna Nordqvist und ihre US-amerikanische Kollegin Angela Stanford schicken dort jeweils zwölf Spielerinnen in den Kampf um die begehrte Trophäe.

 

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Europa will den Cup zurück

Nach der 12,5:15,5-Niederlage im Jahr 2024 in Virginia will Europa den Solheim Cup zurückerobern. Damals beendeten die Amerikanerinnen eine Serie von drei europäischen Siegen in Folge und holten den Pokal erstmals seit 2017 wieder zurück. Besonders bitter war die Niederlage für die Gastgeberinnen, nachdem Europa am Finaltag noch einmal eine Aufholjagd gestartet hatte. In den vergangenen Austragungen auf europäischem Boden war das Duell stets äußerst eng. 2015 und 2019 gewann jeweils ein Team mit nur einem Punkt Vorsprung und 2023 endete der Vergleich erstmals überhaupt mit einem Unentschieden. Entsprechend schwer fällt auch diesmal eine Prognose.

 

Der TV-Plan für den Solheim Cup

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Nordqvist setzt auf Erfahrung und frischen Wind

Anna Nordqvist übernimmt erstmals die Rolle der europäischen Kapitänin. Die Schwedin verfügt allerdings über reichlich Erfahrung beim Solheim Cup: Sie nahm bereits neunmal als Spielerin teil und gehörte zuletzt zum europäischen Führungsteam. Ihr gegenüber steht mit Angela Stanford ebenfalls eine Debütantin auf dem Kapitänsposten. Die US-Amerikanerin hat den Wettbewerb sechsmal als Spielerin bestritten und war bei mehreren Austragungen als Vizekapitänin beteiligt. Mehr zu Anna Nordqvist >>>

 

Nordqvist kombiniert auf dem Platz Erfahrung mit viel jugendlicher Energie. Charley Hull steht vor ihrem achten Solheim-Cup-Einsatz in Folge, Leona Maguire ist zum vierten Mal Teil des europäischen Teams. Gleichzeitig feiern vier Spielerinnen ihr Debüt.

 

Europas Zwölf für Bernardus

Besonders im Fokus steht Lottie Woad. Die Engländerin ist mit Weltranglistenplatz sieben die am höchsten eingestufte Europäerin im Team. Trotz ihres Status als Rookie kommt sie bereits mit zwei LPGA-Tour-Siegen innerhalb von gut einem Jahr als Profi zum Solheim Cup. Neben Woad geben Julia López Ramírez, Nastasia Nadaud und Mimi Rhodes ihr Debüt.

 

Zum automatisch qualifizierten Teil des Teams gehören außerdem Esther Henseleit, Maja Stark, Linn Grant, Céline Boutier, Carlota Ciganda und Nanna Koerstz Madsen. Henseleit sicherte sich ihren Platz mit einem starken zweiten Rang bei der AIG Womens Open und setzte sich dabei hauchdünn gegen Chiara Tamburlini durch.

 

Von Esterl bis Henseleit: Die deutsche Story vor dem Event 2026

Nelly Korda führt die US-Auswahl an

Als Titelverteidigerinnen reisen die Amerikanerinnen in die Niederlande. Das Team wird von der Weltranglistenersten Nelly Korda angeführt, die ihren fünften Solheim Cup bestreiten wird. Insgesamt verfügt die US-Auswahl über eine enorme Breite in der Weltrangliste: Neun Spielerinnen gehören zu den Top 50 der Welt. Allerdings hat Korda noch eine Rechnung offen. Beim vergangenen Solheim Cup unterlag sie Charley Hull im Einzel deutlich mit 6&4; Hull hat inzwischen 15 Match-Siege im Wettbewerb gesammelt – mehr als jede andere Spielerin vor ihrem 30. Geburtstag. Das US-Team im Überblick >>>

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Neben Korda gehören Angel Yin, Jennifer Kupcho, Yealimi Noh, Auston Kim, Lauren Coughlin und Allisen Corpuz zum automatisch qualifizierten Teil des Teams. Andrea Lee und Alison Lee kamen über die Weltrangliste hinzu. Stanford komplettierte ihre Auswahl mit Megan Khang, Rose Zhang und Lindy Duncan.

 

Auf dem Papier bringen die USA eine größere Weltranglistenbreite mit. Gleichzeitig spricht die jüngere Geschichte auf europäischem Boden für die Gastgeberinnen. Seit dem amerikanischen Triumph im Jahr 2015 in St. Leon-Rot haben die USA keinen Solheim Cup mehr in Europa gewonnen. 2019 triumphierte Europa in Gleneagles und 2023 endete der Wettbewerb in Spanien mit dem historischen 14:14.

 

So steht es um die Solheim-Cup-Teams

Ein neuer Schauplatz

Auch der Austragungsort selbst schreibt Geschichte. Bernardus Golf in Cromvoirt nahe Eindhoven ist der erste niederländische Gastgeber des Solheim Cups. Der von Kyle Phillips entworfene Platz gilt als Heathland-Course und war bereits Austragungsort der Dutch Open. Mit seinen Wasserhindernissen, dem kompakten Layout und den anspruchsvollen strategischen Elementen stellt er besondere Anforderungen an die Spielerinnen.

 

Kyle Phillips: Zehn Meisterwerke des modernen Golfplatzdesigns

Format

Der Solheim Cup wird über drei Tage im Matchplay ausgetragen. Am Freitag und Samstag stehen jeweils Foursomes und Fourballs auf dem Programm, ehe am Sonntag die zwölf Einzelpartien folgen. Insgesamt werden 28 Matches ausgetragen. Europa benötigt 14,5 Punkte zum Gewinn, während die USA als Titelverteidigerinnen bereits bei 14 Punkten den Pokal behalten würden.

Alles spricht für ein enges Duell

Ob Erfahrung, Weltranglistenposition oder aktuelle Form – klare Vorteile für eine Seite sind kaum auszumachen. Europa verfügt mit Woad über einen Shootingstar sowie mit Hull, Maguire, Boutier, Stark und Co. über reichlich Erfahrung im Solheim Cup. Die USA setzen dagegen auf ihre enorme Dichte an Topspielerinnen und mit Korda auf die aktuelle Weltnummer eins. Nach den dramatischen vergangenen Austragungen dürfte auch in den Niederlanden jedes einzelne Match entscheidend werden. Europa will den Pokal zurückerobern, während die USA ihre Vormachtstellung verteidigen wollen – und Bernardus Golf wird erstmals zur Bühne für eines der größten Duelle im Frauengolf.

DP World Tour: Amgen Irish Open

Trump International Golf Links & Hotel, Irland, 10. bis 13. September

Die Amgen Irish Open wartet in diesem Jahr mit einem neuen Schauplatz und einem hochkarätigen Teilnehmerfeld auf. Die traditionsreiche Veranstaltung gastiert erstmals im Trump International Golf Links & Hotel in Doonbeg an der Westküste Irlands. Das Feld wird von Titelverteidiger Rory McIlroy angeführt, der vor heimischem Publikum seinen insgesamt 22. Sieg auf der DP World Tour anstrebt.

 

McIlroy geht dabei mit Rückenwind an den Start. Der Nordire hat in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal das Masters gewonnen und damit seinen sechsten Major-Titel gefeiert. Zudem beendete er die letzten beiden Turniere seiner PGA-Tour-Saison jeweils unter den Top Fünf. Nun soll der nächste Erfolg ausgerechnet bei der nationalen Open folgen. Im vergangenen Jahr hatte McIlroy die Zuschauer im K Club mit einem spektakulären Finale begeistert: Mit einem 8,5-Meter-Eagle-Putt am 18. Loch erzwang er das Stechen gegen Joakim Lagergren und setzte sich schließlich am dritten Extra-Loch durch.

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Der wohl größte Herausforderer kommt aus Spanien. Jon Rahm hat die Irish Open bereits zweimal gewonnen und kennt die Besonderheiten des irischen Links-Golfs sehr gut. 2017 triumphierte er in Portstewart mit sechs Schlägen Vorsprung und zwei Jahre später setzte er sich in Lahinch nach einer spektakulären Schlussrunde mit 62 Schlägen durch. Nun kehrt der zweifache Major-Sieger mit dem Ziel zurück, als erster Spieler seit 2009 seinen dritten Titel bei der Irish Open zu holen. Auch die Form spricht für den Spanier. Bei der PGA Championship wurde Rahm geteilter Zweiter.

 

Die Besetzung des Turniers ist dennoch nicht nur wegen der irischen Gastgeber außergewöhnlich. Neben McIlroy, Rahm und Shane Lowry schlagen zahlreiche weitere Ryder-Cup-Spieler ab. Mit von der Partie sind unter anderem Robert MacIntyre, Sepp Straka, Tyrrell Hatton und Rasmus Højgaard sowie Ryder-Cup-Kapitän Luke Donald und Vizekapitän Francesco Molinari. Auch Brooks Koepka ist nach seinem Auftritt im vergangenen Jahr erneut dabei.

 

Mit Freddy Schott, Nicolai von Dellingshausen und Marcel Schneider sind zudem drei deutsche Spieler am Start. Während Schott vor zwei Jahren bei der Irish Open den geteilten 17. Platz erreichte, wurde Schneider 2023 in Irland geteilter Zwölfter.

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Für nahezu das gesamte Teilnehmerfeld beginnt die Woche allerdings bei null. Die Irish Open findet erstmals auf dem Platz des Trump International Golf Links in Doonbeg statt und ist damit das 19. Turnier an einem neuen Austragungsort in der Geschichte der DP World Tour. Der ursprünglich von Greg Norman entworfene Platz wurde nach der Übernahme durch die Trump Organisation von Martin Hawtree umfassend überarbeitet.

 

Die Turniervariante misst 6.253 Meter und spielt sich als Par 70. Besonders ungewöhnlich ist, dass die ehemaligen Par-5-Löcher 1 und 13 zu langen Par 4 werden, sodass der Platz im Turnierlayout nur drei Par 5, dafür aber fünf Par 3 und zehn Par 4 aufweist. Die Anlage verläuft durch imposante Dünen entlang der Atlantikküste und von 16 der 18 Löcher aus hat man einen Blick auf den Atlantik. Auch das 18. Loch wurde für die Austragung überarbeitet. Es wurde zu einem bergauf führenden Par 4 mit erhöhtem und welligem Grün umgestaltet. Nach dem dramatischen Finale im K Club dürfte damit auch in Doonbeg für Spannung bis zum letzten Schlag gesorgt sein.

HotelPlanner Tour: English Trophy

The Caversham, England, 10. bis 13. September

Die „Road to Mallorca” macht diese Woche erneut Station in England: Bei der English Trophy im The Caversham in Reading geht es nicht nur um den Turniersieg, sondern auch um wichtige Punkte im Kampf um den Aufstieg auf die DP World Tour. Es ist das vorletzte Event des europäischen Teils der Saison 2026 der HotelPlanner Tour. Anschließend stehen noch das Open de Portugal sowie die drei Turniere des Final Swing auf dem Programm.

 

Nach dreijähriger Pause feiert die English Trophy ihre Rückkehr. Die Premiere fand 2022 im nahegelegenen Frilford Heath statt. Damals setzte sich der Schweizer Jeremy Freiburghaus gegen den Deutschen Maximilian Schmitt durch – nach 72 Löchern waren beide gleichauf, sodass die Entscheidung im Stechen fiel.

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Die English Trophy wird zum zweiten Mal ausgetragen, allerdings erstmals im The Caversham. Der Platz wurde im Jahr 2000 unter dem Namen Caversham Heath Golf Club eröffnet. Nach der Fusion mit dem Reading Golf Club im Jahr 2018 wurde die Anlage umfassend umgestaltet und 2021 unter ihrem heutigen Namen wiedereröffnet. Zwei Jahre später folgte eine umfangreiche Renovierung des Clubhauses. Der von Thomas McBroom entworfene Championship Course verbindet Elemente des Parkland-Golfs mit den Charakteristika eines Inland-Links-Platzes. Mit einer Länge von 6.705 Metern und einem Par von 72 wartet ein anspruchsvoller Test auf die Spieler.

 

Mit Dominic Foos, Anton Albers, Tiger Christensen, Philipp Katich, Thomas Schmidt, Michael Hirmer, Yannik Paul, Maximilian Kieffer, Jannik de Bruyn, Alexander Knappe und Jan Schneider gehen elf deutsche Spieler an den Start. Aktuell sind mit Foos und Albers zwei von ihnen für das Saisonfinale auf Mallorca qualifiziert. Hurly Long, der dritte Deutsche unter den Top 45, ist diese Woche nicht am Start.

Weitere Turniere mit deutscher Beteiligung:

PGA Tour Champions: Sanford International

Minnehaha Country Club, South Dakota, 11. bis 13. September

 

Alex Cejka und Bernhard Langer

 

Korn Ferry Tour: Simmons Bank Open

Vanderbilt Legends Club, Tennessee, 10. bis 13. September

 

Thomas Rosenmüller und Jeremy Paul

 

Epson Tour: Guardian Championship

RTJ Golf Trail at Capitol Hill, Alabama, 11. bis 13. September

 

Christin Eisenbeiss und Sophie Hausmann

 

LET Access Series: Hauts de France Pas de Calais Golf Open

Golf Saint Omer, Frankreich, 10. bis 12. September

 

Hanna Tauber, Theresa De Bochdanovits, Lisa Marie Schumacher, Chiara Horder und Hannah Karg

 

PGA Tour Americas: Digital Commerce Group Open

Uplands Golf Club, Kanada, 10. bis 13. September

 

Jonas Baumgartner

 

Sunshine Tour: SunBet Challenge

The Woods at Mount Edgecombe, Südafrika, 9. bis 11. September

 

Allen John und Morris Schiefner
 

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