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Ziel erreicht: Deutschland kommt als drittbestes Team Europas bei der Team-WM auf den achten Platz | © DGV

Deutsche Mädchen beenden Team-WM auf Rang sieben

Brampton/Kanada – Mit einem Schlag Rückstand auf Spanien und war Deutschland vom sechsten Platz in die Schlussrunde gestartet. Am Finaltag stellte der Platz die Spielerinnen noch einmal vor große Aufgaben. Der Wind blieb ein Faktor, die Fahnenpositionen waren extrem anspruchsvoll und bei etwas kühleren Temperaturen spielte sich die Runde insgesamt schwer.

Mit 148 (+6) Schlägen in der Wertung fiel das Team von Bundestrainerin Esther Poburski noch hinter Hongkong zurück und beendete die Weltmeisterschaft bei gesamt +7 auf Rang sieben.

Den Titel gewannen die USA. Das amerikanische Team hatte bereits nach drei Tagen geführt und brachte den Vorsprung mit einer 142 (Even) ins Ziel. Mit gesamt -15 lagen die USA am Ende fünf Schläge vor Südkorea (-10). Kanada belegte mit -7 den dritten Platz. England wurde Vierter (-3), Spanien Fünfter (+3).

Hartmann in der Top Ten

Luisa Hartmann vom GC Aldruper Heide brachte am Finaltag mit 72 (+1) erneut den besten deutschen Score ins Clubhaus. Nach ihrer 67 (-4) zum Auftakt und zweimal 73 (+2) beendete sie die Woche bei gesamt +1 auf dem geteilten achten Platz.

Die Bedingungen verlangten der Spielerin des Junior Team Germany noch einmal einiges ab. „Der Tag generell war ziemlich anspruchsvoll. Der Wind von gestern blieb tatsächlich. Die Pin Positions waren teilweise sehr schwer gesteckt. Auf die Breaks musste man schon gut achten, genau planen, wohin man den Ball spielt und wie der Putt dann läuft. An sich war mein Spiel ein Up and Down wie die letzten zwei Tage. Ich bin aber ganz zufrieden mit der Runde“, sagte Hartmann.

Vor allem das Ergebnis in der Einzelwertung bedeutete ihr viel: „Ich bin auf jeden Fall mega stolz auf mich selbst und auf das ganze Team, weil ich mir niemals hätte erträumen lassen, dass ich ein Top Ten bei einer WM machen kann oder werde. Deswegen bin ich super happy damit, dass ich auch zeigen konnte, was ich leisten kann.“

Nach der Weltmeisterschaft folgt für Hartmann zunächst eine kurze Pause vom Golf. Der Fokus liegt vorerst stärker auf der Schule, bevor die Vorbereitung auf die kommende Saison beginnt.

Ende eine langen Saison

Sofia Maier-Borst vom GC St. Leon-Rot kam am Finaltag mit 76 (+5) Schlägen ins Recording. Nach 74, 71 und 72 Schlägen an den ersten drei Tagen beendete sie die Weltmeisterschaft mit gesamt +9 auf dem geteilten 27. Platz.

Nach einer Saison mit zahlreichen internationalen Highlights in Serie merkte die Spielerin des Junior Team Germany zum Abschluss auch die Belastung der vergangenen Monate. „Heute war auf jeden Fall mit Abstand der schwerste Tag. Schon wegen der Pin Positions, die waren an manchen Stellen echt radikal gesteckt. Das hat man auch generell am Scoring gesehen. Ich habe nicht so super gut gespielt, habe leider kein Birdie gemacht, aber hier und da ein Bogey. Das war einfach nicht gut. Vielleicht war ich auch einfach ein bisschen kaputt“, sagte Maier-Borst.

Unabhängig von der Schlussrunde nahm sie aus Kanada viel Positives mit: „Insgesamt ist es natürlich immer ein tolles Turnier. Starke Konkurrenz,es ist immer cool, die anderen Nationen auch zu sehen und einen so anspruchsvollen Platz zu spielen. Ich freue mich natürlich auch riesig für Luisa, dass sie so toll gespielt hat. Das hat sie sich richtig verdient, in der Einzelwertung noch ein Top Ten zu machen.“

Für Maier-Borst ist die Saison noch nicht ganz beendet. Sie reist weiter nach Atlanta und startet beim Annika Invitational USA. Erst danach folgt die geplante Pause.

Geier sammelt Erfahrung

Lena Geier vom GR Bad Griesbach hatte auf ihren ersten neun Löchern noch gut durch die Runde gefunden. Auf der Back Nine wurde es schwieriger. Am Ende stand eine 82 (+11), mit der die 17-Jährige nach zuvor zweimal 72 (+1) und einer 74 (+3) bei gesamt +16 auf den geteilten 39. Platz zurückfiel.

„Die ersten neun habe ich heute gut gespielt. Auf den zweiten neun habe ich dann manchmal das Grün oder Fairway auf der falschen Seite verfehlt und mir dadurch einige hohe Scores eingehandelt. Insgesamt nehme ich aber viel aus der Woche mit und kann aus diesen Situationen einiges lernen, vor allem für die Platzstrategie und wo man sich einen Fehlschlag erlauben kann“, zieht Geier das Positive aus dem Turnier.
Für die Bayerin geht es nach der Weltmeisterschaft in die USA zu mehreren College-Visits.

Top-Ten: Ziel erreicht

Bundestrainerin Esther Poburski bewertete den siebten Platz entsprechend der vor dem Turnier gesetzten Zielsetzung. Deutschland hatte die Top Ten angepeilt und beendete die Woche zudem als drittbestes europäisches Team hinter England und Spanien.

„Mit der Platzierung bin ich voll zufrieden. Wir sind hierhergefahren, um Top Ten zu machen. Das war insgesamt sehr ordentlich. Der Platz war vom Setup heute echt tough. Wahnsinnig schwere Pin Positions, der Wind noch mal schärfer und es war auch noch etwas kälter. Das war ziemlich komplex heute, auch von der Planung her und in der Ausführung“, sagte Poburski.

Auch in der Einordnung ihrer drei Spielerinnen blieb der Blick neben den sportlichen Details insgesamt positiv: „Luisa Hartmann hat es einfach gut gemacht. Die ganze Woche schon. Sie hat den Ball ganz gut unter Kontrolle gehabt und die richtigen Seiten gemisst. Ansonsten hat sie wirklich eine tolle WM gespielt.“

Bei Geier und Maier-Borst waren es vor allem einzelne Situationen, in denen die schwierigen Fahnenpositionen ein besseres Ergebnis verhinderten. Poburski sah gleichzeitig gute Phasen bei beiden Spielerinnen und zog für das gesamte Team ein positives Fazit: „Im Großen und Ganzen bin ich sehr zufrieden. Wir sind hier mit dem Ziel angereist, in die Top Ten zu kommen, sogar als drittbestes Team aus Europa. Das ist auch gut. Wir wissen, woran wir arbeiten müssen. Jetzt gehen wir in eine verdiente Pause.“

Crump gewinnt Einzelwertung

In der Einzelwertung setzte sich Lauren Crump aus England durch. Nach Runden von 68, 70, 65 und 70 Schlägen gewann sie mit gesamt -11 einen Schlag vor Seoah Kim aus Südkorea. Anna Fang aus den USA und Clairey Lin aus Kanada teilten sich mit jeweils -7 den dritten Platz.
 

Endstand >>>

 

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