Die besten Golffilme aller Zeiten
„Sex und Golf sind die beiden Dinge, die man nicht gut können muss, um sie zu genießen.“ Filmfans wissen vermutlich sofort, aus welchem Klassiker dieses Zitat stammt. Richtig. Dieser berühmte Satz wurde von Roy McAvoy, gespielt von Kevin Costner, im Jahr 1996 in dem Film „Tin Cup“ gesagt. Für seine schauspielerische Leistung in diesem Film über Golf und Liebe wurde Costner unter anderem für einen „Golden Globe“ nominiert. „Tin Cup“ ist jedoch nur einer von unzähligen Filmen, die eine Golferin bzw. ein Golfer gesehen haben muss. In unserer Top Ten finden sich Klassiker, aber auch einige Geheimtipps, die den golferischen Filmhorizont erweitern dürften. Film ab!
Das größte Spiel seines Lebens (2005)
IMDb-Wertung: 7,4
Verfügbarkeit: Disney+
Zu einer Zeit, als Golf noch als Sport der Reichen galt, trat der aus der Arbeiterklasse stammende Francis Ouimet (gespielt von Shia LaBeouf) auf den Plan und veränderte den Sport für immer. Im Jahr 1913 nahm der 20-jährige Autodidakt gegen den Willen seines Vaters an der US Open teil – mit einem zehnjährigen Caddie an seiner Seite. Der Sieg des jungen Amateurs über den englischen Golfchampion Harry Vardon (Stephen Dillane), der auf einer wahren Begebenheit beruht, ist eine der inspirierendsten Sportgeschichten aller Zeiten – und wird in diesem Biopic großartig eingefangen.
The Short Game (2013)
IMDb-Wertung: 7,3
Verfügbarkeit: Netflix
Die besten Golfer im Alter von sieben Jahren aus der ganzen Welt kommen nach Pinehurst in North Carolina, um den nächsten Weltmeister zu ermitteln und den nächsten großen Golfstar zu finden. Die meisten dieser jungen Wunderkinder hatten schon Schläger in der Hand, bevor sie laufen konnten, und sind jetzt schon besser als die meisten Menschen es jemals sein werden. Dies ist der Nährboden für die PGA, und es steht viel auf dem Spiel. „The Short Game“ begleitet neun dieser jungen Golfer, die um den Titel des „Weltmeisters“ kämpfen.
Caddyshack: Wahnsinn ohne Handicap (1980)
IMDb-Wertung: 7,2
Verfügbarkeit: u.a. Apple TV (3,99 Euro)
Unter der Regie von Harold Ramis und mit vielen der besten Komödianten der damaligen Zeit in den Hauptrollen hat „Caddyshack” Kultstatus erreicht und ist einer der lustigsten Sportfilme aller Zeiten. Im protzigen Bushwood Country Club ist der einfache Caddie Danny (Michael O’Keefe) in alle verrückten Vorgänge eingeweiht, einschließlich der sich anbahnenden Rivalität zwischen dem selbstgefälligen Clubmitbegründer Smails (Ted Knight) und dem großmäuligen, neureichen Geschäftsmann Czervik (Rodney Dangerfield). Eine weitere Rivalität besteht zwischen dem verrückten Platzwart Carl (Bill Murray) und einem verirrten Erdhörnchen, das den Golfplatz verwüstet. Hinzu kommen Chevy Chase als begeisterter Golfspieler, ein Golf-Showdown, bei dem der Besitz des Golfplatzes auf dem Spiel steht, sowie Carl, der versucht, den „Varmint King“ mit einer Schrotflinte zu besiegen. All das sind Zutaten für einen der meistzitierten Golffilme aller Zeiten.

Uneven Fairways (2009)
IMDB-Wertung: 6,8
Verfügbarkeit: YouTube
Dieser Dokumentarfilm aus dem Jahr 2009 erzählt die Geschichte afroamerikanischer Golfpioniere, die die Rassenschranken im Golfsport durchbrachen. „Uneven Fairways“, moderiert von Samuel L. Jackson, enthüllt die wenig bekannten Geschichten von Afroamerikanern, denen es verboten war, Golf auf höchstem Niveau zu spielen, die sich aber weigerten, ihren Ausschluss zu akzeptieren. Der Film würdigt die Männer und Frauen der United Golf Association – der „Negro Leagues“ des Golfsports –, die sich gegen die Rassentrennung wehrten und den Weg für zukünftige Golfstars ebneten. Er wurde am 11. Februar 2009 erstmals auf dem Golf Channel ausgestrahlt und basiert auf den Büchern „Uneven Fairways“ von Pete McDaniel und „Forbidden Fairways“ von Dr. Calvin Sinnette.
Happy Gilmore – Ein Champ zum Verlieben (1996)
IMDb-Wertung: 7,0
Verfügbarkeit: u.a. Prime Video (3,99 Euro)
Eine weitere verrückte und liebenswerte Komödie. Adam Sandler spielt Happy Gilmore, einen verrückten Eishockeyspieler, der herausfindet, dass er viel besser Golf spielen kann als Eishockey. Um das Haus seiner Großmutter zu behalten, muss Happy seinen Rivalen Shooter McGavin schlagen und genug Geld gewinnen. Bob Barker und Ben Stiller haben einige unterhaltsame Szenen in dieser Komödie. Das beste Zitat stammt aus einer Szene, in der Happy den Golfball verflucht, nachdem er einen kurzen Putt verpasst hat, und ihm dann entgegenruft: „Warum gehst du nicht einfach nach Hause, BALL?“ Jeder Golfer kennt dieses frustrierende Gefühl nur zu gut. 2025 erschien mit „Happy Gilmore 2” der Nachfolger, der jedoch nicht an das Original heranreichte.

Pat und Mike (1952)
IMDb-Wertung: 6,9
Verfügbarkeit: u.a. Prime Video (3,99 Euro)
Pat (Katharine Hepburn) ist eine brillante Golferin – außer, wenn sich ihr dominanter Verlobter in der Nähe aufhält. Die Golfmeisterschaft der Damen ist zum Greifen nah, doch durch seine Anwesenheit an den letzten Löchern wird sie aus dem Konzept gebracht. Er will sie heiraten und die Sache vergessen, aber Pat kann sich nicht so einfach aufgeben. Sie holt sich die Hilfe von Mike (Spencer Tracy), einem zwielichtigen Sportpromoter. Als Mike sich in Pat verliebt, versucht er, ehrlich zu sein, doch sie müssen einige Hindernisse überwinden. Diese romantische Komödie erhielt eine Oscar-Nominierung für das Drehbuch. Als begeisterte Golferin und Tennisspielerin spielte Hepburn alle ihre Sportszenen selbst und zeigte dabei ihre fast professionellen athletischen Fähigkeiten.
Die Legende von Bagger Vance (2000)
IMDb-Wertung: 6,7
Verfügbarkeit: Allstars (Prime Video Channel)
In den Hauptrollen dieses fesselnden Films sind Matt Damon, Will Smith und Charlize Theron zu sehen. Damon spielt einen ehemaligen lokalen Golfhelden namens Rannulph Junnah, der nach seiner Rückkehr aus dem Krieg darum kämpft, seinen „Schwung“ und sein Liebesleben wiederzufinden. Das Drama spitzt sich zu, als Theron ein Golfturnier organisiert, an dem Junnah, Bobby Jones und Walter Hagen teilnehmen. Der Film hat einige lustige Stellen, ist insgesamt aber ein ernster Streifen. An den Kinokassen ist „Die Legende von Bagger Vance” gefloppt. Golf-Puristen werden die Coaching-Szenen zwischen Smith und Damon aber dennoch lieben.

Bobby Jones: Stroke of Genius (2004)
IMDb-Wertung: 6,6
Verfügbarkeit: u.a. Prime Video (3,99 Euro)
Dieses Biopic ist eine Hommage an Bobby Jones, einen der größten Golfspieler aller Zeiten. Er gewann 1930 alle vier großen Meisterschaften der Männer in einem Jahr – bis heute ist er der einzige Golfer, dem dieses Kunststück gelang. „Stroke of Genius“ begleitet Jones (Jim Caviezel) von seinen Anfängen in Atlanta, wo er Golf studierte und Amateurwettbewerbe gewann, über seine Collegezeit, in der er ein Jurastudium absolvierte, bis hin zur Überwindung seines Jähzorns, dem Gewinn großer Meisterschaften und seinem schockierend frühen Rücktritt mit 28 Jahren. Es ist der erste Film, der im Royal and Ancient Golf Club of St Andrews gedreht werden durfte.
From the Rough (2011)
IMDb-Wertung: 6,6
Verfügbarkeit: DVD
In dieser wahren Geschichte spielt Taraji P. Henson Catana Starks, die als Schwimmtrainerin für Frauen an der Tennessee State University arbeitet und schließlich als erste Frau ein Golfteam für Männer an einem College trainiert. Starks ist mit dem Aufbau des neu gegründeten Golfteams der Universität beauftragt. Sie kämpft mit geringen finanziellen Mitteln und Respektlosigkeit, während sie ein international gemischtes Team von Golfern zusammenstellt. Trotz Konflikten unter ihren Spielern und der abschätzigen Haltung elitärerer Teams gelingt es ihr, ihr Team zu fördern.
Tin Cup (1996)
IMDb-Wertung: 6,4
Verfügbarkeit: u.a. Prime Video (3,99 Euro)
„Tin Cup” ist ein weiterer Klassiker unter den Golffilmen, den die meisten Golfliebhaber bestimmt schon gesehen haben. Kevin Costner liefert eine fabelhafte Leistung als Roy McAvoy ab, ein pleitegegangener, verzweifelter Driving-Range-Profi, der sowohl beim Golf als auch in der Liebe zu gewinnen versucht. Der Film bietet einige lustige Szenen sowie eine heiße Romanze zwischen Costner und Rene Russo. Eines der bekanntesten Zitate aus dem Golffilmgenre stammt ebenfalls aus diesem Film: „Sex und Golf sind die beiden Dinge, die man nicht gut können muss, um sie zu genießen.“

Lobende Erwähnung:
Three Little Beers (1935)
IMDb-Wertung: 8,1
Verfügbarkeit: YouTube
Divot Diggers (1936)
IMDb-Wertung: 7,0
Verfügbarkeit: Dailymotion
Dorf on Golf (1987)
IMDb-Wertung: 6,9
Verfügbarkeit: YouTube








