Deutschland bleibt vor Finalrunde auf Rang sechs
Brampton/Kanada – Starke Regenfälle in der Nacht sorgten am Morgen zunächst für eine einstündige Startverzögerung. Danach präsentierte sich der Platz nass, es war kühler als an den ersten beiden Tagen und durch den Wind zusätzlich anspruchsvoll. Deutschland behauptete unter diesen Bedingungen Rang sechs, auf dem das Team bereits nach der zweiten Runde gelegen hatte.
In der Teamwertung zählen pro Runde die beiden besten Ergebnisse. Für Deutschland kamen diesmal die 72 (+1) von Sofia Maier-Borst und die 73 (+2) von Luisa Hartmann in die Wertung. Lena Geiers 74 (+3) war das Streichergebnis.
An der Spitze liegen weiterhin die USA. Das amerikanische Team steht nach Runden von 135, 136 und 140 Schlägen bei gesamt -15. Kanada I folgt mit -13, Südkorea nach der mit Abstand besten Teamrunde des Tages von 134 (-8) Schlägen bei -12. England verbesserte sich mit -8 auf Rang vier. Spanien fiel nach einer 146 (+4) auf Even Par und Rang fünf zurück. Deutschland folgt einen Schlag dahinter.
Maier-Borst fehlen Zentimeter zum Ass
Sofia Maier-Borst vom GC St. Leon-Rot brachte mit 72 (+1) den besten deutschen Score ins Recording. Ein besonderer Schlag gelang der in Madrid geborenen Athletin auf Loch 7. Nach zuvor zwei Bogeys landete ihr Abschlag auf dem Par 3 etwa einen Meter hinter der Fahne und rollte von dort bis auf wenige Zentimeter an das Loch zurück. Zum Hole-in-one fehlte nicht viel, das Birdie nahm Maier-Borst dennoch gerne mit.
Nach Runden von 74, 71 und 72 Schlägen liegt die Spielerin des Junior Team Germany mit gesamt +4 auf dem geteilten 22. Platz.
„Heute habe ich ganz solide gespielt, aber nicht überragend. Ich bin sehr gut aus der Tee-Box gekommen. Meine Eisen waren nicht ganz so gut wie gestern. Ich habe heute auf jeden Fall besser geputtet, am Schluss aber leider zwei kleine Fehler gemacht. Auf den Löchern 15 und 16 sind es jeweils Bogeys geworden. Ich hätte natürlich gerne da mein Par gehalten, um die eins unter reinzubringen. Am Ende habe ich mir noch zwei Chancen zum Birdie gegeben, aber die sind dann nicht gefallen. Es war heute wieder relativ windig und dadurch recht anspruchsvoll. Eins über Par war natürlich nicht das, was ich mir erhofft hatte, aber ich werde morgen noch mal alles geben. Mit einer sehr guten Runde kann ich mich ja noch mal ein bisschen nach vorne schießen“, bleibt Maier-Borst zuversichtlich.
Hartmann bleibt beste Deutsche
Luisa Hartmann vom GC Aldruper Heide kam zum zweiten Mal in Folge mit 73 (+2) Schlägen ins Clubhaus. Nach ihrer 67 (-4) zum Auftakt steht sie damit bei Even Par und geht als Elfte der Einzelwertung in die Schlussrunde.
Nach der wetterbedingten Verzögerung erwischte Hartmann zunächst einen guten Start und lag nach sieben Löchern dank drei Birdies zwei unter Par. Im weiteren Verlauf konnte sie diesen Score nicht halten: „Leider habe ich zum Ende hin etwas nachgelassen. Hauptsächlich lag es dann auch am Putten.“
Geier auf Rang 26
Lena Geier vom GR Bad Griesbach unterschrieb nach zweimal 72 (+1) diesmal eine 74 (+3). Mit gesamt +5 liegt sie auf dem geteilten 26. Platz.
Vor allem die Regenfälle der Nacht veränderten für die 15-Jährige die Bedingungen: „Dadurch, dass es so viel geregnet hat, hat sich der Platz heute länger gespielt und die Grüns waren deutlich langsamer. Ich fand auch, dass sie unterschiedlich schnell waren, deshalb war es schwierig, das Tempo richtig einzuschätzen.“
Schwierige Bedingungen
Esther Poburski sah eine Runde, in der ihre Spielerinnen mit den veränderten Voraussetzungen umgehen mussten und über weite Strecken die richtigen Lösungen fanden.
„Das war wieder ein hard day in the office. Heute Morgen gab es eine Stunde Startverzögerung wegen starker Regenfälle heute Nacht. Es war kälter, hat sich länger gespielt und der Wind hat gedreht. Wir haben einen guten Start erwischt und waren sehr wach. Die Mädels haben smarte Schlagplanung gemacht und kluge Entscheidungen getroffen. Leider gab es in der Mitte der Runde einen kleinen Dämpfer. Und hinten heraus haben wir uns noch ein paar unnötige Bogeys gefangen. Das war ein bisschen schade, weil wir uns am Ende selbst um den Lohn einer wirklich sehr guten Leistung gebracht haben. Die Mädels haben großen Kampfgeist gezeigt, nie aufgegeben und den Witterungsbedingungen getrotzt. Wir konnten den Moving Day heute leider nicht so nutzen, wie wir wollten, es war trotzdem eine sehr solide Leistung heute von den Girls. Morgen greifen wir nochmal an“, so die Bundestrainerin Frauen Nachwuchs.
Crump übernimmt Führung
In der Einzelwertung setzte sich Lauren Crump aus England an die Spitze. Die Engländerin spielte mit 65 (-6) gemeinsam mit Seoah Kim aus Südkorea den tiefsten Score des Tages und steht nach drei Runden bei -10. Kim folgt mit einem Schlag Rückstand bei -9.
Für Deutschland bleibt vor der letzten Runde die Ausgangslage eng: Das Team liegt auf Rang sechs einen Schlag hinter Spanien und sieben hinter England auf Platz vier.








