EMM AK 25 Männer: Otten schießt Deutschland auf Rang drei
Otten haut einen raus
Cedric Otten (GC Hubbelrath) brauchte keine Anlaufzeit: Birdie-Birdie lautete sein Auftakt, und mit einem weiteren Birdie an Bahn 9 ging er nach nur 34 Schlägen in den Turn. Auf den Back Nine legte er weitere vier Birdies nach. Am Ende standen sieben Birdies, zwei Bogeys und eine 67 auf der Karte – fünf unter Par, beste deutsche Runde des Tages und Rang drei in der Einzelwertung, geteilt mit Seve Prins (Niederlande).
Stefan Wiedergrün (Frankfurter GC) lieferte die spektakulärste Platzhälfte. Der Playing-Captain wendete mit Even Par, startete dann mit einem Birdie in die Back Nine und blieb bis zum Schluss fehlerfrei. Seine 32 auf den zweiten Neun, mit drei Birdies und ohne Schlagverlust, bescherte ihm ein Ergebnis mit nur 69 Schlägen (-3) und eine Platzierung in den Top-Ten der Einzelwertung.
Frederic Strünker (GC Hubbelrath), Klubkollege von Otten, komplettierte die gezählten Runden mit einer 71 (-1). Philipp Westermann (Hamburger GC), der amtierende deutsche Midamateur-Meister, kam auf 72 Schläge und damit Even Par. Sein Ergebnis war das Streichresultat. Für Deutschland stehen damit 207 Schläge (-9) zu Buche: Rang drei, zwei Schläge hinter der Spitze.
Habelers 64 und die starken Iren
Wirklich geprägt wurde der Tag allerdings vom Hausherrn. Markus Habeler (Österreich), langjähriges Mitglied im GC Föhrenwald und 2024 in Lettland Einzel-Europameister der Midamateure, spielte eine 64 und führt mit acht unter Par die Einzelwertung an. Väinö Leppäniemi (Finnland) folgt mit einer 66.
Habelers Runde trägt Österreich fast allein an die Spitze: Mit Paul Kamml (69) und Tobias Ebner (72) kommt das Gastgeber-Team auf 205 Schläge (-11). Irland erreicht dasselbe Mannschaftsergebnis auf ganz anderem Weg. Gerard Dunne und Keith Egan spielten je eine 68, David Howard und David Kitt je eine 69 – alle vier Iren stehen in den Top 13 der Einzelwertung, das Streichresultat lautete 69.
Dahinter folgen Italien und Finnland mit jeweils 210 Schlägen (-6), die Niederlande mit 211 (-5). Spanien (213) und Frankreich (215) verlieren den Kontakt schon ansatzweise. Der Kampf um die vier Startplätze im Medaillenrennen wird für Deutschland also vor allem gegen Italien, Finnland und die Niederlande geführt.
Howes' Handschrift
Die Bühne, auf der die Meisterschaft ausgetragen wird, kennt internationales Turniergolf. Der GC Föhrenwald in Lanzenkirchen bei Wien wurde 1968 gegründet und von 2005 bis 2012 acht Jahre in Folge von der Ladies European Tour besucht, die hier die UNIQA Ladies Golf Open austrug. Seine heutige Gestalt verdankt der Platz dem irisch-kanadischen Architekten Jeff Howes, der die Bahnen 1999 und 2000 neu formte.
Die Männer gehen von den weißen Abschlägen über 6.266 Meter ins Rennen. Die Front Nine sind hier mit Par 37 und 3.406 Metern deutlich länger als die Back Nine mit Par 35. Auf dem Rückweg entscheiden drei Par 3 und das 491 Meter lange Par 5 der 18. Bahn über den Ausgang einer Runde. Dazu stellte auch das Wetter fordernde Bedingungen. Bei Temperaturen von über 30 Grad und drückender Schwüle wurde die Runde zur Geduldsprobe, am Nachmittag stieg die Gewitterneigung und der Wind frischte in Böen deutlich auf.
Daumen drücken für Tag zwei
Am zweiten Zählspieltag gehen erneut alle vier deutschen Spieler auf die Runde, wieder zählen nur die drei besten Ergebnisse. Aus der Summe beider Tage entsteht die Setzliste für das Lochspiel, bei den Männern werden 16 Teams auf vier Flights verteilt.
Die besten vier Nationen ziehen in den Championship Flight ein. Am Freitag trifft dort Rang eins auf Rang vier und Rang zwei auf Rang drei, gespielt werden zwei Foursomes und drei Einzel. Die Sieger spielen am Samstag um Gold, die unterlegenen Teams um Bronze. Alle übrigen Mannschaften bestreiten in ihren Flights ein Foursome und zwei Einzel.
Deutschlands Ausgangsposition ist vielversprechend. Am zweiten Turniertag geht es darum, die starke Auftaktplatzierung abzusichern und die Qualifikation innerhalb der besten vier Mannschaften perfekt zu machen.








