Schulz-Hanßen und Anneser triumphieren in der Holledau
Rudelzhausen – In der AK 16 spielt Emma Lucy Schulz-Hanßen vom GC St. Leon-Rot an diesem Wochenende das konstanteste Golf und die insgesamt besten drei Runden. Mit starken Drives Mitte Bahn und präzisen Eisenschlägen fängt sie ihre St.-Leon-Roter Teamkollegin Cecilie Volckens am Finaltag noch ab und feiert mit dem Turniersieg den bisher größten Erfolg ihrer Karriere; nach 54 Löchern auf dem Par-72-Parcours des Golfclub Holledau in Rudelzhausen verbucht sie mit Runden von 72, 69 und 68 Schlägen, gesamt 7 unter Par, ihren ersten DM-Titel. Die Zweitplatzierte Cecilie Volckens führt die Konkurrenz zwei Tage lang souverän an (68+71), notiert dann aber eine 75er-Schlussrunde und kommt mit gesamt 2 unter Par als Deutsche Vizemeisterin zurück ins Clubhaus. Rang 3 erkämpft sich mit gesamt 1 unter Par eine weitere Spielerin aus St. Leon-Rot: Helena Baraka gelingt im dritten Durchgang mit 65 Schlägen ein sensationeller Platzrekord, mit dem sie sich letztlich die Bronzemedaille sichert (77+73+65/-1).
Der DM-Titel der AK14 geht an Julia Anneser. Das Eigengewächs des Gastgeberclubs muss nach Runde 2 die Führung abgeben, kämpft sich in der Finalrunde aber zurück an die Spitze der Konkurrenz und setzt sich schließlich nach Runden von 74, 78 und 73 Schlägen (+9) mit einem Zähler Vorsprung vor der Frankfurterin Romy Sander durch (75+74+77/+10). Platz 3 der AK 14 geht an Philippa El Husseini vom GC Augsburg (77+76+77/+14).
AK 14: Heimsieg nach kämpferischem Schlagabtausch
Für Julia Anneser endet die Deutsche Meisterschaft im eigenen Club mit dem größtmöglichen Erfolg. Die Lokalmatadorin war nach einer 74 zum Auftakt als Führende in Runde 2 gestartet, musste die Spitze nach einer 78 am zweiten Tag jedoch an Romy Sander abgeben und startete mit drei Schlägen Rückstand auf die Spielerin des Frankfurter Golf Club in die Finalrunde. Nach neun Löchern hatte sie das Defizit wieder egalisiert, und schließlich gingen beide Spielerinnen auch schlaggleich auf die 54 Spielbahn ihres Turniers. An diesem 369 Meter langen Par 4 lochte Julia Anneser aus acht Metern nervenstark zum Birdie ein und jubelte über den Sieg beim „Finale Dahoam“. Mit insgesamt 225 Schlägen (+9) gewann sie schließlich mit einem Schlag Vorsprung.
Dass an diesem Sonntag noch etwas gehen könnte, hatte die 14-Jährige dabei schon vor dem Start der Finalrunde gespürt. „Gestern war mein Spiel nicht gut, es hat alles nicht so zusammengepasst. Heute war das Gefühl beim Chippen gut und ich habe auch viele Putts gelocht, auch aus der Distanz!”
Der Triumph hat für Anneser ganz besondere Bedeutung: Die DM auf ihrem Heimatplatz Holledau war die letzte Chance, den Titel in der AK 14 vor Familie, Freunden und zahlreichen Clubmitgliedern zu holen. „Ich bin sehr stolz, dass mir das gelungen ist. „Es ist einfach ein schönes Erlebnis zu gewinnen – und noch dazu auf dem Heimatplatz. Das ist sowieso das Beste überhaupt.“
Silber geht an Romy Sander (Frankfurter Golf Club) mit 226 Schlägen (+10). Philippa El Husseini (Golfclub Augsburg) wird mit 230 (+14) Dritte. Mia Freier (Golf Club St. Leon-Rot) folgt mit 232 (+16) auf Rang vier, Sophia Leininger (Golfclub Neuhof) belegt mit 233 Schlägen (+17) Platz fünf.
AK 16: Schulz-Hanßen dreht das Finale – und ihr Club St. Leon-Rot dominiert
Vier Schläge Rückstand nach Runde 1, zwei Schläge zurück vor der Finalrunde – und am Ende fünf Schläge Vorsprung: Emma Lucy Schulz-Hanßen dreht die AK 16 am Schlusstag eindrucksvoll. Während die bis dahin führende Cecilie Volckens nicht mehr an ihre starken ersten beiden Tage anknüpfen kann, spielt Schulz-Hanßen weiterhin nahezu fehlerfrei. Ihre 68 (-4) ist die zweitbeste Runde des gesamten AK-16-Finaltags und bringt ihr mit 209 Schlägen (-7) souverän den Titel. Cecilie Volckens gewinnt nach einer 75 am Finaltag und mit gesamt 214 Schlägen (-2) Silber.
Der Schlüssel zum Erfolg sind vor allem die hochpräzisen Eisen der neuen Deutschen Meisterin: „Meine Schläge ins Grün waren wirklich sehr gut. Ich habe richtig viele Grüns getroffen und war auch oft sehr nahe am Stock“, so Emma Lucy Schulz-Hanßen. Und wenn sie mal ein Grün verfehlt, rettet sie sich mit starken Up & downs. „Ich habe wenige Fehler gemacht, keinen Ball verloren und vom Tee sehr solide gespielt.“ Genau diese Konstanz entschied am Ende das Duell mit ihrer Clubkollegin zu ihren Gunsten. „Ich freue mich sehr und kann es noch gar nicht so realisieren“, so die Gewinnerin zum bislang größten Erfolg ihrer Karriere.
Das Podium der AK 16 wurde schließlich sogar zur kompletten St.-Leon-Rot-Show, wozu Helena Baraka entscheidend beitrug. Nach Runden von 77 und 73 Schlägen geht die AK 14-Meisterin der Saison 2025 ohne große Erwartungen ins Finale – und spielt sich mit einer sensationellen 65 (-7), der besten Runde ihres bisherigen Lebens, schiebt sich vor bis auf den Bronzerang. „Ich bin mit null Erwartungen in diese Runde gegangen und hatte einfach mega viel Spaß mit meinen Flightpartnerinnen. Und dann hat es einfach funktioniert!“ Nach einer soliden Front Nine mit zwei Birdies und einem Bogey findet sie ihren Rhythmus, kommt in den Flow und spielt die Back Nine 8(!) unter Par – mit 29 Schlägen! Sie notiert an den Spielbahnen 10 bis 17 insgesamt sechs Birdies, ehe auf der 18 das perfekte Finale folgt: Von außerhalb des Grüns chippt sie aus acht Metern zum Eagle ein und macht damit die 65 und den neuen Damen-Platzrekord auf dem Weihrerhof perfekt. Mit insgesamt 215 Schlägen (-1) sichert sie sich Bronze und komplettiert das lupenreine St.-Leon-Rot-Podium. Und damit noch nicht genug der Dominanz des Kraichgau-Clubs in der AK 16: Lorena Guth und Talisia Ruff teilen mit 219 Schlägen (+3) Rang 4 – beide tragen ebenfalls das Club-Logo von St. Leon-Rot.
Rundum gelungene DM
Damit endet die Deutsche Meisterschaft der Mädchen der Altersklassen 14 und 16 im Golf- und Landclub Holledau mit zwei würdigen Titelträgerinnen, einem denkbaren Heimsieg, dem Fünffach-Erfolg des Golf Club St. Leon-Rot in der AK 16 und einem sensationellen Platzrekord.
Für die Holledauerinnen und Holledauer war die DM im Jubiläumsjahr 2026 – der Club feiert in diesem Jahr seinen 40. Geburtstag – damit nicht nur organisatorisch, sondern auch sportlich ein Wochenende, das in Erinnerung bleibt. Auch weil ihre Julia gewonnen hat. Vor allem aber weil sich alle Teilnehmerinnen einig waren: „Schön war’s in der Holledau!“









