Im Jubiläumsjahr wollen die Falken wieder fliegen
Die DGL-Saison 2022 werden sie so schnell nicht mehr vergessen. Damals waren die besten Mannschaften Deutschlands in der Pfalz zusammengekommen, um die Meister zu küren. Und am Ende hatten die Frauen und die Männer aus dem Hamburger GC den Doppelsieg geschafft. Der Coup für Falkenstein. Was für ein großartiger Triumph in der Abendsonne Neustadts. Sie schwärmen heute noch davon und wollen das gerne wiederholen. Am liebsten schon beim Final Four 2026 (1./2. August/Riedhof), denn der traditionsreiche Hamburger GC Falkenstein feiert in diesem Jahr seinen 120. Geburtstag.
„Mit der Unterstützung unserer zahlreichen Fans wollen wir vor allem zu diesem besonderen Jubiläum erfolgreich in die Saison starten“, erklärt Christian Niemietz. Er ist beim HGC für den Leistungssport zuständig und war damals, im Sommer 2022, live dabei und vergoss Freudentränen an der Weinstraße. Vier Jahre später sieht der Club seine beiden Teams gut aufgestellt. Die Frauen waren im Vorjahr beim Showdown im Münchener Süden dabei, mussten aber dem ewigen Konkurrenten St. Leon-Rot den Vortritt lassen, holten aber immerhin Bronze. Diesmal wollen die Falkensteinerinnen, Meister 2018, 2022 und 2024, wieder nach den Sternen greifen.

Große Veränderungen gibt es im HGC-Kader nicht: Maike Schlender wird kürzertreten, weil sie die Golfschläger vorerst gegen den Kinderwagen eintauscht. Und Sirah Steinhoff wird sich mehr auf ihre Masterarbeit konzentrieren. Beide werden Team Falkenstein aber weiterhin unterstützen, wo sie können. „Zudem ist Christin Eisenbeiß ins Profilager gewechselt, wofür wir ihr maximalen Erfolg wünschen“, so HGC-Frauen-Coach Luis Schmid. Wie und wann Eisenbeiß und die zweite Hamburger Profispielerin Hannah Karg einsatzbereit sind, werde deren individueller Kalender entscheiden.
Neu im Line-up sind Rückkehrerin Leonie Breutigam (zuletzt Hamburg-Wendlohe) und Lena Manßen aus der eigenen Jugend. Coach Schmid: „Wir wollen uns zum einen als Team stetig weiterentwickeln und zum anderen an unseren individuellen Fähigkeiten und Fertigkeiten arbeiten und diese verbessern.“ Helfen wird ihm dabei Christian Lanfermann, der als Co-Trainer dabei sein wird und die Mannschaft kennt, wie kaum ein anderer, denn: Beim großen Doppelsieg vor vier Jahren war er als hauptverantwortlicher Frauen-Coach unterwegs. Schmid: „ Das gesamte Team wird von seiner Erfahrung und Expertise sehr profitieren und ich freue mich darauf, wieder mit Christian zusammen zu arbeiten.“
Fünf Neue fürs HGC-Männerteam
Im Jubiläumsjahr gut performen und sich von ihrer besten Seite zeigen – das wollen natürlich auch die Männer aus dem Hamburger GC. Nach dem Titelgewinn 2022 erfolgte ein kleiner Knick in der Kurve der Hanseaten, den man nun wieder in die richtige Richtung biegen möchte. In den vergangenen drei Jahren fanden die Final-Four-Events ohne die Falkensteiner statt, da die Konkurrenz aus Hubbelrath, Hösel und Berlin-Wannsee schlicht stärker war. „Das Ziel ist sicherlich das Final Four am Riedhof, wobei wir ähnlich wie in der vergangenen Saison in der Nordliga ein sehr enges Rennen um die begehrten Plätze erwarten mit Hubbelrath als Favorit“, so Sport-Vorstand Niemietz.
Im Kader der HGC-Männer wird es ein paar neue Gesichter geben: Mit Lauri Diener und Julius Wollny wechselten zwei Akteure in die Hansestadt, die zuletzt für St. Leon-Rot am Tee standen. Und mit Alex Navarro wird 2026 ein Spanier für Hamburg abschlagen, der nach überstandener Verletzung hart an seinem Comeback arbeitet, erfolgreich College-Golf in den USA spielt und nach einem Besuch beim Fußball-Bundesligisten HSV schon akklimatisiert ist an der Elbe. Zudem werden mit Johann Mons und Maximilian Koberger weiterhin kontinuierlich Spieler aus dem Jugendbereich ins Bundesligateam eingebunden.

Niemietz: „Wir haben keine Abgänge zur neuen Saison, jedoch ist mit Connor Engelmohr ein weiterer Spieler ins Profilager gewechselt.“ Wer von den Profis Tiger Christensen, Anton Albers, Sebastian Sliwka, Connor Engelmohr und Niklas Adank an den einzelnen Spieltagen eingesetzt werden kann, werde sich in Abstimmung mit ihren individuellen Turnierplänen zeigen. Für den Feinschliff sorgt ein Trainingslager der Mannschaft unter der Sonne Mallorcas, wo die Falkensteiner auf der Anlage von Alcanada Golf an ihrem Spiel arbeiten. Danach kann es eigentlich losgehen und in Hamburg ist im Jahr des 120. Geburtstag des Clubs alles auf den Auftakt-Heimspieltag am 16./17. Mai ausgerichtet.
„Der gesamte Club freut sich riesig auf den Saisonstart der DGL bei uns auf der Anlage. Die Vorbereitung ist den ganzen Winter über auf diesen Starttermin ausgelegt. Mit der Unterstützung unserer zahlreichen Fans wollen wir besonders zum 120-jährigen Jubiläum erfolgreich in die Saison starten“, so Matthias Boje. Der Hamburger Head-Coach wird 2026 von Frédéric Ammon als Co. Unterstützt, der nach zwei Jahren im GC Hannover an seine alte Wirkungsstätte zurückgekehrt ist.
Der Kader…
… der HGC-Frauen 2026: Susanna Brenske, Leonie Breutigam, Christin Eisenbeiß, Miriam Emmert, Emilie von Finckenstein, Mia Lena Hoffmann, Viktoria Hund, Hannah Karg, Megan Kelly, Sarah Knitter, Hendrika Labsch, Fiona Liddell, Lena Manßen, Sophie Mathiessen, Theresa Quasdorf, Victoria Schuldt, Leonie Wulfers;
der HGC-Männer 2026: Anton Albers, Emil Albers, Leif Breede, Max Brückner, Tiger Christensen, Lauri Diener, Jan Eckhard, Yannik Emmert, Connor Engelmohr, Max Filitz, Lukas Kahl, Maximilian Koberger, Carl Anton Kolloß, Nico Kregler, Lucas Liebig, Jannik Manßen, Johann Mons, Alex Navarro, Bo Rehder, Sebastian Sliwka, Philipp Westermann, Julius Wollny;







