We are the Champions: Die Damen aus dem GC St. Leon-Rot gewinnen das Final Four am Riedhof und sind Deutsche Mannschaftsmeister 2025. | © DGV/Stefan Heigl

Perfekte Saison: Team SLR holt den Pott

Um Punkt 18 Uhr war es soweit: Der Titel war den Damen aus dem GC St. Leon-Rot nicht mehr zu nehmen. Claus Kobold, Präsident des Deutschen Golf Verbandes, wurde im Vredestein-Golfcart zum 17. Grün kutschiert, wo sich das SLR-Team versammelte, in die Meister-T-Shirts schlüpfte und den Pott freudig entgegennahm. „Es ist traumhaft. Das ist der Moment, auf den die Mädels das ganze Jahr hingearbeitet haben. Ich bin wahnsinnig stolz auf dieses Team“, so SLR-Coach Sebastian Buhl. Für den Niederbayern hat sich die Fahrt nach Oberbayern auf jeden Fall gelohnt. Zur Feier des Tages gab's ein kühles Bier, Tränen der Freude und eine fröhliche Party mit der gesamten Entourage des neuen Deutschen Meisters GC St. Leon-Rot.

 

Den ersten Punkt für den Champion sammelte im Einzel am Nachmittag Paula Schulz-Hanßen ein. Sie besiegte die Stuttgarterin Yana Beeli mit 6&5 und gab bei ihrem Kantersieg kein einziges Loch ab. „Ich habe sehr wenige Fehler und super wenige Bogeys gemacht. Das zahlt sich auf diesem Platz aus. Zum Glück haben wir mit Besserlegen gespielt, das hat vieles erleichtert. Aber es haben sowieso alle die gleichen Bedingungen, deshalb ist das sehr fair“, so Schulz-Hanßen. Sie ist inzwischen eine der Erfahreneren in ihrem Team, in St. Leon-Rot aufgewachsen und hat unzählige Erfolge für ihren Club eingefahren, darunter Gold bei der Europameisterschaft 2020.

Die Damen aus St. Leon-Rot legen mit ihrem Triumph damit die Kirsche auf die Torte, binden ein Schleifchen um das Geburtstagsgeschenk für ihren Coach Sebastian Buhl (feierte am 1. August seinen 41.) und krönen eine perfekte DGL-Saison 2025, nachdem sie bereits alle fünf Spieltage in der 1. Bundesliga Süd für sich entschieden hatten. Sie sichern sich ihren insgesamt sechsten Meister-Titel in der DGL (besteht seit 2013) und sind nach dem Abstieg der Mannheimer Herren in die 2. Bundesliga das einzige Team, das sich immer für das Final Four qualifizieren konnte.

 

Klar: Der Triumph geht auf das Konto der gesamten Mannschaft, für das allerdings auch und vor allem Nationalspielerin Charlotte Back einen großen Beitrag leistete. „Wir waren über die gesamte Saison stark im Zählspiel, aber Matchplay ist einfach etwas anderes. Da kann vieles passieren. Umso glücklicher sind wir jetzt, dass wir auch diesen Modus im Final Four beherrscht haben“, so Back. Hochverdient gewinnt Team SLR den Pokal – und skandierte um 18.10 Uhr auf Grün 17: „Hey, hey, Deutscher Meister, Deutscher Meister!“ Es war vollbracht. Der Favorit setzte sich durch. Mission completed. Und ganz Golf-Deutschland sah zu, denn: Zum ersten Mal wurde ein Final Four nicht nur bei Pay-TV-Sender Sky, sondern auch im freien Fernsehen auf Sport1 übertragen.

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Freude und Trauer liegen allerdings manchmal sehr nah beieinander. Während St. Leon-Rot ausgiebig die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft 2025 feierte, flossen bei den kleinsten Fans des Stuttgarter GC Solitude im Clubhaus des GC München-Riedhof die Tränen. Es hat nicht ganz gereicht. Für den Bronze-Sieger 2024 gab es diesmal Silber. Ein toller Erfolg für die Crew von Solitude-Coach Heiko Burkhard, der seinem Freund und Kontrahenten im Endspiel fair zum Sieg gratulierte: „Glückwunsch an Sebastian und sein Team. Sie haben sich den Titel auf jeden Fall verdient. Natürlich sind wir enttäuscht und hätten gerne gewonnen. Aber es war ein sportlich wirklich faires Match. Es ist schwer, einen 0,5:2,5-Rückstand aus den Vierern gegen so ein starkes Team wie SLR aufzuholen. Aber immerhin sind wir Deutscher Vizemeister. 2024 waren wir Dritter, jetzt Zweiter. Also geht die Tendenz nach oben“, so Burkhard.

 

So ganz nebenbei gab es am Sonntag am Riedhof auch noch ein Spiel um Platz drei. Das Match um Bronze gewannen die Damen aus dem Hamburger GC Falkenstein gegen den G&LC Berlin-Wannsee  mit 5&4. „Wir freuen uns über Bronze. Im Halbfinale am Samstag gegen St. Leon-Rot waren wir dran, standen nach den Vierern eigentlich nicht schlecht da. Aber der Gegner war an diesem Tag in den Einzeln einfach besser. Das muss man zugeben“, so Hamburgs Coach Luis Schmid. Sein Team sei am Sonntag sehr gut ins Bronzematch gestartet, machte es im Finish aber noch einmal unnötig spannend. „Da wurde es tatsächlich noch einmal eng. Aber wir sind bis zum Schluss konzentriert geblieben, haben das Ding verdient gewonnen und sind von unseren zahlreichen mitgereisten Fans, die uns wieder einmal ordentlich gepusht haben, zum Sieg gebrüllt worden“, sagt Coach Schmid. In der Tat war schon bei der Eröffnung am Freitag klar, dass Hamburg das Event in München wieder zu einer Art Heimspiel verwandeln möchte. 

 

Bei den Herren holte völlig überraschend der Underdog aus dem GC Hösel den Titel, der sich im Düsseldorfer Endspiel mit 7,5:4,5 gegen den GC Hubbelrath durchsetzte. Bronze bei den Herren gab's für den GC St. Leon-Rot, der das kleine Finale gegen den Münchener GC 7:5 gewann. „Das Final Four 2025 im GC München-Riedhof war ein echtes Fest des deutschen Mannschaftsgolfs – leidenschaftlich, hochklassig und spannend bis zum letzten Putt. Mein großer Respekt gilt allen acht Teams, die mit Einsatz, Fairness und Teamgeist das Beste unseres Sports gezeigt haben. Unter schwierigsten Witterungsbedingungen haben Spielerinnen und Spieler, Betreuer und Zuschauer enormes Durchhaltevermögen bewiesen – und das verdient größte Anerkennung“, sagt DGV-Vorstand Sport Marcus Neumann.

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DGV-Präsident Claus Kobold: „Ein besonderer Dank gilt auch dem Team des GC München-Riedhof, insbesondere den Greenkeepern, die mit beeindruckender Professionalität trotz des Wetters erstklassige Bedingungen geschaffen haben. Herzlichen Glückwunsch an die beiden neuen Deutschen Mannschaftsmeister – GC St. Leon-Rot und GC Hösel zu diesem verdienten Triumph. Und es freut mich besonders, heute schon verkünden zu können: Auch 2026 kehrt das Final Four an diesen großartigen Austragungsort zurück. Der Riedhof ist ein würdiger Rahmen für diesen besonderen Wettbewerb.“

 

Christian Schunck, stellvertretender Geschäftsführer der Deutschen Golf Sport GmbH und Leiter des DGL-Projektteams, lobte die Zusammenarbeit: „Gemeinsam mit dem Club und seinem Geschäftsführer Kariem Baraka wurde wieder Großes auf die Beine gestellt. Mein Dank gilt hier unseren Partnern, insbesondere All4Golf, die uns wieder über die komplette DGL-Saison 2025 begleitet haben. Zum zweiten Mal – und erstmals auch im Free-TV – konnten wir zusammen mit Genesis einen fast vierstündigen Livestream der Finalpartien am Sonntag realisieren. Ein toller Mehrwert und eine starke Gelegenheit, den hochklassigen deutschen Golfsport sichtbar zu machen.“

 

 

Endergebnis Finale > > >

 

Endergebnis Spiel um Bronze > > >

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