Fürths Damen und Habsbergs Herren steigen auf
Bayerischer Abend im Frankfurter Golf Club: In der Aufstiegsrelegation um die zwei Plätze in der 1. Bundesliga Süd gewinnen die Damen aus dem 1. GC Fürth ihr Match gegen den GC Neuhof mit 5:4 und die Herren aus dem GC am Habsberg das Duell ebenfalls gegen Neuhof mit 8:4. „Das war ein großartiges Event hier. Top organisiert auf einer hervorragenden Anlage“, sagte Peter Wolfenstetter. Der Coach der Habsberger Männer ist enorm stolz auf seine Mannschaft, wobei die Betonung ganz klar auf „Team“ liegt.
„Natürlich gab es im Relegationsmatch gegen einen wirklich schweren und fairen Gegner das eine oder andere sehr gute Ergebnis, aber mich beeindruckt am meisten, wie geschlossen wir hier aufgetreten sind. Und das nicht nur heute, sondern in der gesamten Saison. Die Jungs haben sich das auf jeden Fall total verdient und ich bin ehrlich gesagt immer noch den Tränen nah“, so Wolfenstetter. Als klar war, das Habsberg als klarer Sieger vom Platz gehen würde, floss auf Grün 18 der Champagner für die Herren aus der Oberpfalz, die vor vier Jahren noch in der Oberliga unterwegs waren.
„Das ist eine unglaubliche Reise, die diese Truppe hingelegt hat. Nach dem Aufstieg in die Regionalliga vor vier Jahren war unsere Mission, es nach ganz oben zu schaffen. Im Vorjahr hatten wir es mit viel Pech nicht geschafft. Jetzt sind wir in der 1. Bundesliga und mega happy und stolz auf dieses Team“, so Wolfenstetter. Nach den vier Vierern hatte Habsberg mit 2,5:1,5 geführt. In den Einzeln holten Leon Breimer (3&1 gegen Tim Nachtwey), Korbinian Walther (3&2 gegen Neuhofs Spielertrainer und Ex-Tour-Spieler Max Röhrig), Eric Dörrenberg (3&2 gegen Jan-Philipp Heyen) und Ruwald Ausborn (3&1 gegen Moritz Küls) die noch fehlenden Punkte ein. Walther schoss dabei ein sensationelles Albatros auf Bahn 15.
„Das werden wir jetzt erst mal ausgiebig feiern und dann beginnen schon bald die Planungen für die Saison 2026“, so Coach Wolfenstetter, dessen Vertrag am Habsberg verlängert wurde. Mit den Herren aus dem Stuttgarter GC Solitude hatte er 2019 das Final Four gewonnen und die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft geholt. Nun ist er mit Habsberg im deutschen Oberhaus. „Ich glaube, es gibt nicht viele Trainer, die mit zwei Teams in der 1. Bundesliga gespielt haben.“

Und auch im Relegationsspiel der Damen im Süden setzt sich das bayerische Team gegen die Lokalmatadoren aus Neuhof durch. Die Hessinnen sind von zahlreichen Zuschauern und Fans auf der wenige Kilometer entfernten Anlage angefeuert worden, das bessere Ende hatte aber das Team des 1. GC Fürth für sich, das sich in diesem Duell mit 5:4 durchsetzte. „Am Ende sieht das Ergebnis vielleicht etwas knapp aus, aber wir haben uns diesen Erfolg auf jeden Fall verdient, sind überglücklich darüber, dass wir nach einer nervenaufreibenden Saison bei diesem entscheidenden Finale jetzt als Sieger vom Platz gehen, denn zu Beginn der DGL-Saison 2025 hatte es ganz und gar nicht danach ausgesehen, dass wir eine Chance auf die Rückkehr in Liga eins haben würden“, so Fürths Coach Michael Heffner.
Tatsächlich waren die Damen aus Mittelfranken mit Rang drei in Starnberg sehr durchwachsen ins Jahr gestartet, steigerten sich dann aber von Wochenende zu Wochenende. Im Duell mit den ebenso ambitionierten Neuhoferinnen legte Fürth den Grundstein bereits in den drei Vierern, von denen man zwei gewann und einen teilte. In den Einzeln machte dann vor allem Franziska Bremm schnell klar, dass hier für den Gegner an diesem Sonntag nichts zu holen sein wird. Sie besiegte ihre Gegnerin mit sage und schreibe 8&7, was im Matchplay schon eine Art Kantersieg ist. Coach Heffner: „Sie hat sich in einen Rausch gespielt und zwischenzeitlich gar nicht mehr gewusst, wie es steht.“
Aber auch Anna Cellerova (2&1 gegen die erfahrene Britta Schneider) steuerte einen vollen Punkt bei. Und als bei Lisa Marie Schumacher klar war, dass sie mindestens einen halben Punkt holen würde, war die Messe gelesen und es folgte die obligatorische Sektdusche auf Grün 7, wo das gesamte Team zusammengetrommelt wurde.
Kleiner Trost für die beiden in dieser Aufstiegsrelegation in Frankfurt unterlegenen Teams: Der GC Neuhof freut sich mit seiner Tour-Spielerin Laura Fünfstück, die die PIF London Championship gewinnt und damit erstmals auf der Ladies European Tour triumphiert.







