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Erster LET-Sieg im 115. Anlauf: Laura Fünfstück
Erster LET-Sieg im 115. Anlauf: Laura Fünfstück | © LET/Tristan Jones

London-Krimi: Fünfstück holt ersten Titel, Cowan Vierte

Es war der 115. Start – und endlich das große Happy End: Laura Fünfstück hat bei der PIF London Championship im Centurion Club ihren ersten Titel auf der Ladies European Tour gewonnen. Die 30-Jährige aus Langen, Mitglied im National Team Germany, feierte damit nicht nur einen sportlichen Meilenstein, sondern auch den vorläufigen Höhepunkt einer bemerkenswerten Comeback-Geschichte.

 

Mit drei Schlägen Vorsprung war Fünfstück in das Finale des 54-Loch-Turniers gestartet – doch nach nur vier Bahnen war der komfortable Vorsprung dahin. Auf Loch 3 notierte sie ein Doppelbogey, auf Loch 4 folgte ein weiteres Bogey. Die Führung war verloren, der Druck enorm, die Enttäuschung zu spüren. Ein Birdie auf der 7 brachte kurzzeitig Erleichterung, ehe ein weiterer Schlagverlust den zarten Aufschwung wieder relativierte.

 

Das Finale entwickelte sich zu einem Thriller. Zeitweise lagen mehr als ein halbes Dutzend Spielerinnen gleichauf an der Spitze. Am Ende lief alles jedoch auf einen Zweikampf zwischen Fünfstück und Daniela Darquea aus Ecuador hinaus. Denn die Hessin fand auf den zweiten Neun zur Top-Form: Birdies auf der 12 und 14 brachten sie wieder ins Rennen. Darquea legte mit einem abschließenden Birdie auf der 18 zur 68 im Clubhaus vor. Doch Fünfstück konterte eiskalt: Birdie auf der 17, Birdie auf der 18 – der Titel war perfekt!

 

„Das war harte Arbeit. Ich wollte es mir verdienen und habe es geschafft – vor allem auf den Back Nine“, sagte die Siegerin. „Ich war so nervös, dass ich zum Frühstück nur eine halbes Würstchen gegessen habe. Jetzt bin ich am Verhungern. Ich bin so glücklich und zufrieden. Das hat Spaß gemacht.“

 

„Hoffentlich stehen wir erst am Anfang. Das ist eine enorme Bestätigung, denn jeder definiert sich selbst danach, ob er ein Tour-Sieger ist oder nicht. Ich weiß, dass ich wettbewerbsfähig genug bin, um mich in die Spitzengruppe zu bringen, und jetzt, wo ich es geschafft habe, nachdem ich zuvor schon so nah dran war, weiß ich, dass ich es kann, und hoffentlich kann ich mich in Zukunft ein bisschen mehr darauf verlassen.“ Der Lohn: Ein mächtiger Satz auf Platz elf in der Order of Merit. 

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Vom Tiefpunkt zum Triumph

Fünfstücks Karriere schien nach starkem Tour-Auftakt ins Stocken geraten. Eine Verletzung zwang sie von August 2021 bis August 2022 rund ein Jahr zum Zuschauen. Der Neustart fiel schwer. „Es war wirklich hart. Ich habe nicht gut gespielt, hatte keinen Spaß“, verriet sie einst. „Es war schrecklich, wenn ich ehrlich bin – physisch wie emotional. Aber ich habe einfach weitergemacht, daran geglaubt, dass irgendwann das Licht am Ende des Tunnels kommt.“

 

Die Wende setzte irgendwann ein: Nach einem Playoff bei der La Sella Open 2023 und weiteren stabilen Ergebnissen folgte nun der große Coup – und das in ihrer Wahlheimat. Fünfstück ist mit der Engländerin Rosie Davies verheiratet und fühlt sich in London längst zu Hause.

 

Hinter ihr belegte Anne van Dam Rang drei, nachdem die Niederländerin auf der 18 noch spektakulär zum Eagle lochte. Den geteilten vierten Platz sicherte sich unter anderem Olivia Cowan, die trotz eines Drei-Putts auf der Schlussbahn mit einer 67 die beste Tagesrunde spielte. Chiara Noja beendete das Turnier auf Platz 41. Helen Briem, Patricia Isabel Schmidt, Alexandra Försterling und Polly Mack hatten den Cut verpasst.

 

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