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Konrad Feth (Lübeck-Travemünder GK, l.) und Henry Liebwein (GC München Eichenried) sind die neuen Deutsche Meister der AK 14 & 16. | © DGV/Kretzschmar

Feth und Liebwein neue Deutsche Meister

Rietberg – Im Westfälischen GC Gütersloh gab es erst im Juli dieses Jahres einen neuen Platzrekord – eine 64er-Runde mit acht unter Par. Dass dieses Ergebnis bei der Deutschen Meisterschaft (DM) der Altersklassen 14 & 16 fast in Gefahr geriet, davon und von überraschten, ungläubigen und strahlenden Siegern erzählt die spannende Geschichte, die der Finaltag zu bieten hatte. In spannenden Entscheidungen haben sich dabei Henry Liebwein vom GC München Eichenried in der AK 14 sowie Konrad Feth vom Lübeck-Travemünder GK bei der AK 16 durchgesetzt und die Titel mit an die Ostsee, beziehungsweise zurück in die bayrische Landeshauptstadt genommen. Yuke Lu vom GC St. Leon-Rot stahl ihnen dabei allerdings ein bisschen die Show. Mit einer herausragenden 66 und sechs unter Par am Schlusstag katapultierte er sich in der AK 14 noch aufs Podest.

Entscheidung fällt bei AK 14 mit dem letzten Putt

In der jüngsten Altersklasse der Nachwuchsgolfer entfachte von Beginn an ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den Sieg. Timo Issler (Münchener GC) war dabei mit einem Schlag Vorsprung in die Entscheidung gestartet. Und auf der Front Nine gab er sich auch keine Blöße, blieb bogeyfrei und lochte zu zwei Birdies. Ebenfalls schlagverlustfrei blieb aber auch Henry Liebwein. Der junge Bayer hatte dabei sogar vier Birdies auf seiner Scorekarte notiert und so die Führung bereits zur Halbzeit übernommen. Da beiden Kontrahenten auf der Back Nine dann allerding zunehmend die Kraft nach anstrengenden Tagen ausging, spitzte sich der Zweikampf um den Sieg stetig zu.

 

Ein Bogey folgte auf das nächste, so dass beide Spieler mit Even Par an den Abschlag der 18. Bahn traten. Vieles deutete auf ein mögliches Stechen um den Sieg hin. Issler landete auf dem Par 5 mit seinem zweiten Schlag auf dem Grün und hatte einen sehr langen Eagleputt vor sich, während sich Liebwein im Rough rechts neben dem Grün wiederfand. Vorteil Issler, dachten vermutlich die meisten der zahlreich anwesenden Zuschauer. Was folgte war ein Krimi um den letzten Putt. Liebwein hatte nach starkem Chip zum Birdie gelocht, Issler aus kurzer Distanz die Chance das Stechen einzutüten. Als es dazu nicht kam und der Putt sein Ziel um Zentimeter verpasste, herrschte erstmal Stille. Ungläubigkeit wich aber schnell der Freude beim Sieger und auch Issler strahlte nach standesgemäßer Gratulation schnell über seine errungene Silbermedaille.

Ein ungläubiger Sieger und überraschender Bronzemedaillengewinner

„Das waren unglaubliche drei Tage“, sagte ein noch immer von sich und dem Ausgang überraschter Henry Liebwein kurz nach seinem Sieg bei der DM AK 14. „Es war mega anstrengend. Auf den letzten Bahnen habe ich fast keine Kraft mehr in den Armen gehabt, zum Glück aber einigermaßen durchgehalten. Es war wirklich spannend gegen Timo. Er hat wirklich sehr gut gespielt. Am Ende ging es dann eben nur um diesen einen Putt und die Frage, wer ihn locht. Zum Glück ging es gut für mich aus.“

 

Neben Liebwein und Issler standen bei der Siegerehrung noch zwei weitere Spieler mit auf dem Podest. Julius Gellermann vom Hamburger GC hatte mit Liebwein und Issler im letzten Flight gespielt und war bereits mit guten Chancen auf eine Medaille in den Finaltag gestartet. Dass sich dazu aber auch Yuke Lu (GC St. Leon-Rot) gesellte, passierte ein wenig abseits des allgemeinen Fokus, allerdings umso mehr beeindruckend. An der Zehn gestartet, lag Lu nach den ersten neun Löchern bereits zwei unter Par und ließ auf den zweiten Neun drei weitere Birdies und zum Abschluss sogar ein Eagle folgen. Lediglich zwei Bogeys verhinderten an diesem Tag die Einstellung des Platzrekords. Mit 66 bei sechs unter Par notierte der junge Badener dennoch die mit Abstand beste Runde des Turniers und freute sich zu Recht über die unerwartete Bronzemedaille.

 

Hier geht es zum Endergebnis der DM AK 14 Jungen

Bilder des 3. Tages - DM AK 14 Jungen 2025

Stabile Leistung und eingestreute Birdies für den Sieg bei der AK 16

Bei den Jungen der AK 16 deutete sich zu Beginn des Finaltages ebenfalls ein spannendes Duell um den Sieg an. Bjarne Murr vom Münchener GC, seines Zeichens Gewinner der DM AK 14 aus dem Vorjahr, hatte einen Schlag Vorsprung auf seinen ärgsten Verfolger Konrad Feth vom Lübeck-Travemünder GK mit auf die Runde genommen. Beide ließen am ersten Loch Birdiechancen ungenutzt, doch dann war es Feth, der bereits auf der zweiten Bahn seinen Schlag Rückstand mit dem ersten Schlaggewinn egalisierte. Da Murr in der Folge nicht ganz an seine Leistungen der Vortage anknüpfen konnte, an denen er jeweils mit 70er-Runden zwei unter Par geblieben war, und stattdessen im Finale erste Schlagverluste hinnehmen musste, wechselte nicht nur die Führung, sondern auch das vielzitierte Momentum.

 

Der junge Münchener kam mit zwei Birdies zum Ende der Front Nine zwar kurzzeitig nochmal zurück ins Rennen um den Titel, Feth blieb jedoch stabil und schloss die ersten neun Löcher mit zwei unter Par ab. Den möglichen Sieg vor Augen, ging die Konstanz allerdings auch bei dem Norddeutschen ein wenig verloren. Mit jeweils drei Birdies bei drei Bogeys beendete er das Turnier und hatte im Clubhaus insgesamt fünf unter Par stehen. Bjarne Murr konnte nichtmehr dagegenhalten. Er fiel mit einer 75er-Runde auf insgesamt eins unter Par zurück, hatte schlussendlich aber noch drei Schläge Vorsprung auf Felix Timm vom GC St. Leon-Rot. Timm sicherte sich dank einer Par-Runde zum Abschluss die Bronzemedaille, einen Schlag vor einem Duo bestehend aus Luis Brinkmann (Münchener GC) und David Fuchs (Wentorf-Reinbeker GC).

 

Für den stolzen Sieger war es allerdings nicht ganz so entspannt, wie er nach der Runde zu Protokoll gab. „Es war ziemlich stressig“, analysierte der neue Deutsche Meister der AK 16 den Finaltag. „Ich bin eigentlich sehr gut gestartet mit -2 nach neun Löchern. Kein einziges Bogey. Ich wusste aber auch, dass ich wirklich gute Konkurrenten habe, wie zum Beispiel Bjarne Murr, der echt top gespielt hat. Im Endeffekt konnte ich zum Glück viele Grüns treffen, ein paar Birdies einstreuen und habe dann am Ende gewonnen.“ Sein letztes Fazit: Er habe schlichtweg die ganze Woche sehr solide gespielt und nicht viele Fehler gemacht, sagte es und ließ sich von Familie, Trainer und Freunden ausgelassen feiern.

 

Hier geht es zum Endergebnis der DM AK 16 Jungen

Bilder des 3. Tages - DM AK 16 Jungen 2025

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