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Nicht verzweifeln! Wer lernt, seine Gedanken bewusst zu steuern, kann auch das Selbstvertrauen steigern. | © C. Morgan Engel/NCAA Photos via Getty Images

Keine Angst vor schlechten Schlägen! Fünf Tipps für mehr Vertrauen

Wer kennt es nicht? Auf der Range funktioniert der Schwung, das Gefühl stimmt, eigentlich gibt es keinen Grund zur Sorge. Kaum steht man jedoch am ersten Abschlag eines Turniers, beginnt das Gedankenkarussell sich zu drehen. Was, wenn der Drive wieder rechts verschwindet? Was denken die anderen? Und bloß nicht schon wieder mit einem Doppelbogey starten! Selbstvertrauen kann auf dem Golfplatz erstaunlich schnell verschwinden und in Zweifel umschlagen. Die gute Nachricht: Sie können lernen, anders mit Ihren Zweifeln umzugehen.

1. Nehmen Sie nicht jeden Gedanken ernst

In unserem Kopf kommentiert eine Stimme nahezu pausenlos, was wir tun. Besonders zuverlässig meldet sie sich dann, wenn etwas schiefgehen könnte. Der innere Kritiker erinnert an den verzogenen Drive der vergangenen Woche oder erklärt einen kurzen Par-Putt plötzlich zum wichtigsten Schlag des Tages. Der erste Schritt zu mehr Selbstvertrauen besteht darin, diese Stimme nicht zum Schweigen bringen zu wollen. Das funktioniert ohnehin äußerst selten. Bemerken Sie stattdessen, was gerade in Ihrem Kopf passiert – und schaffen Sie etwas Abstand. Vielleicht schenken Sie Ihrem inneren Kritiker sogar ein Lächeln. Nicht jeder Gedanke ist eine Tatsache und längst nicht jede düstere Prognose wird Realität. Wer das versteht, kann wieder freier spielen.

2. Erinnern Sie sich an Stärken und Erfolge

Menschen besitzen eine bemerkenswerte Fähigkeit, sich an Fehler zu erinnern. Der Ball im Wasser? Sofort wieder präsent. Der perfekte Eisenschlag auf dasselbe Grün zwei Wochen zuvor? Längst vergessen. Drehen Sie dieses Prinzip bewusst um. Erinnern Sie sich vor der Runde oder einem wichtigen Schlag an Situationen, in denen genau das funktioniert hat, was Sie jetzt vorhaben. Stellen Sie sich Ballflug, Ziel und idealerweise auch das Gefühl eines gelungenen Schwungs vor. Lenken Sie also Ihre Aufmerksamkeit auf eine Erfahrung, die mit positiven Erinnerungen verknüpft ist. So schaffen Sie die Grundlage dafür, dass es auch ein weiteres Mal klappt... 

3. Machen Sie die Konsequenzen kleiner

Warum entsteht auf dem Golfplatz überhaupt Druck? Häufig nicht wegen eines verkorksten Schlags selbst, sondern wegen dessen möglicher Folgen. Das Handicap könnte steigen, die Traumrunde wäre dahin oder die Mitspieler könnten beobachten, wie der Ball im Aus verschwindet – und Sie belächeln. Fragen Sie sich in solchen Momenten: Was passiert eigentlich wirklich, wenn es schiefgeht? In den allermeisten Fällen lautet die Antwort: erstaunlich wenig. Vielleicht steht am Ende eine höhere Zahl auf der Scorekarte. Vielleicht ärgern Sie sich kurz. Das war's. Je größer wir die Konsequenzen eines Fehlers gedanklich machen, desto schwieriger wird es, locker zu bleiben. Wer das Ergebnis dagegen wieder in eine realistische Relation rückt, nimmt sich selbst Druck – und schafft bessere Voraussetzungen für einen freien Schwung.

4. Lassen Sie Nervosität zu

Selbstvertrauen bedeutet nicht, vor einem Turnier völlig entspannt am ersten Tee zu stehen. Nervosität gehört zum Wettkampf – auch bei den Besten. Tiger Woods brachte es einmal treffend auf den Punkt: „Wenn man nicht mehr nervös ist, bedeutet das, dass einem das Ergebnis egal ist. Ich habe immer gesagt, dass der Tag, an dem ich beim Spielen nicht nervös bin, der Tag ist, an dem ich aufhöre.“ Versuchen Sie deshalb nicht zwanghaft, jede Anspannung loszuwerden. Akzeptieren Sie, dass Ihr Körper auf eine Situation reagiert, die Ihnen wichtig ist. Entscheidend ist, die Nervosität auf einem gesunden Level zu halten, sodass sie nicht in Anspannung und Verkrampfung umschlägt.

5. Erinnern Sie sich an die Liebe zum Spiel

Und wenn Zweifel, Ärger und Ergebnisdruck trotzdem überhandnehmen? Dann hilft manchmal ein Perspektivwechsel. Sie stehen auf einem Golfplatz. Sie verbringen mehrere Stunden draußen, bewegen sich, betreiben einen faszinierenden Sport und dürfen sich einer Herausforderung stellen, die Sie freiwillig gewählt haben. Schön, nicht wahr? Dankbarkeit löst nicht automatisch jedes mentale Problem – sie kann aber verändern, worauf Sie Ihre Aufmerksamkeit richten. Wer das Spiel nicht ausschließlich anhand von Pars, Bogeys und Handicap-Veränderungen bewertet, nimmt der Scorekarte einen Teil ihrer Macht. Selbstvertrauen bedeutet auch zu wissen, dass ein schlechter Schlag nur ein schlechter Schlag ist – und der nächste schon wieder ganz anders aussehen kann.

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