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Klarheit ist Power: Profis wie Martin Kaymer (r.) bereiten sich akribisch auf Wettkämpfe vor. | © Michael Reaves/Getty Images

Besser vorbereitet: So starten Sie wie ein Profi in den Wettkampf

Die meisten Amateurgolfer investieren viele Stunden in das Techniktraining auf der Driving Range, bevor ein wichtiges Turnier ansteht. Deutlich seltener beschäftigen sie sich in der Regel mit der mentalen Vorbereitung auf den Wettkampf. Dabei entscheidet das Spiel im Kopf nicht selten über Erfolg und Misserfolg auf einer Runde. Sechs Impulse, mit denen Sie sich wie ein Profi auf wichtige Runden einstellen – zum Beispiel bei den Clubmeisterschaften, die bald schon wieder stattfinden. 

1. Denken Sie an die Basics

Klingt abgedroschen, sollte aber nicht vergessen werden: Eine gute Vorbereitung beginnt nicht erst auf der Driving Range, sondern bereits zuhause. Kontrollieren Sie rechtzeitig Ihr Bag: Sind genügend Bälle, Tees, Handschuhe und Getränke dabei? Passt die Kleidung zum Wetter? Und brauchen Sie wirklich jeden Schläger? Je weniger organisatorische Fragen Sie sich während der Runde stellen müssen, desto mehr Energie bleibt für das Wesentliche: Ihr Spiel.

2. Lernen Sie den Platz kennen

Wer einen Platz bereits vor dem Turnier erkundet, verschafft sich einen Vorteil. Wo lauern die größten Gefahren? Welche Bahnen verlangen Geduld und wo darf auch einmal mutig gespielt werden? Selbst wenn eine Proberunde nicht möglich ist, helfen Birdiebooks, Platzpläne oder Luftbilder dabei, sich einen Eindruck zu verschaffen. Je vertrauter Ihnen der Platz erscheint, desto leichter fallen später die Entscheidungen.

3. Planen Sie – statt zu improvisieren

Viele Spieler machen sich vor dem Turnier Gedanken über ihren Wunschscore. Sinnvoller ist es jedoch, einen Plan für die einzelnen Bahnen zu entwickeln. Überlegen Sie sich vorab, welche Strategie zu Ihrem Spiel passt. Wo genügt ein sicherer Schlag? Wo lohnt sich ein kalkuliertes Risiko? Wer sich diese Fragen bereits vor der Runde beantwortet, gerät auf dem Platz seltener ins Grübeln.

4. Vertrauen Sie Ihren Routinen

Unter Druck neigen viele Golfer dazu, ihre gewohnten Abläufe zu verändern. Dabei sind es gerade Routinen, die Sicherheit vermitteln. Ob bewusste Atemzüge, ein Probeschwung, eine Visualisierung oder ein letzter Blick zum Ziel – finden Sie einen Ablauf, der Sie zuverlässig zurück in den Moment bringt. 

5. Erinnern Sie sich an Ihre Stärken

Kurz vor einem Turnier kreisen die Gedanken häufig um mögliche Fehler. Wenn Sie beim letzten Mal den ersten Abschlag an Bahn eins versemmelt haben, geistern Ihre Gedanken möglicherweise noch um diesen unangenehmen Moment herum. Besser: Drehen Sie die Perspektive um. Erinnern Sie sich an Ihre besten Schläge oder Ihre stärkste Runde. Wie haben Sie sich damals gefühlt? Was hat gut funktioniert? Solche Erinnerungen stärken das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. 

6. Geben Sie sich ein realistisches Versprechen

Niemand spielt an jedem Tag sein bestes Golf. Was Sie sich jedoch zusagen können, ist etwas anderes: Dass Sie jede Situation mit voller Aufmerksamkeit angehen und das Beste aus Ihren Möglichkeiten machen. Der Score liegt nie vollständig in Ihrer Hand – weil auch äußere Einflussfaktoren eine Rolle spielen können. Einsatz, Einstellung und Konzentration dagegen können Sie allein beeinflussen. Wer sich darauf fokussiert, wird den Platz oft zufriedener verlassen – unabhängig davon, welche Zahl am Ende auf der Scorekarte steht.

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