Harringtons Profi-Tipps: Diese Fehler machen fast alle Amateure
Padraig Harrington ist inzwischen ein echter Influencer geworden. Der Ire zählt zu den aktivsten Golf-Coaches auf YouTube – und diesmal geht der dreimalige Major-Sieger einen ungewöhnlichen Weg. Statt Tipps zu geben, erklärt er in einem neuen Video (s.u.) vor allem eines: Was Golfer besser nicht tun sollten. Harrington nennt es selbst die „Mega-Lektion der Don’ts“. Und tatsächlich steckt in den zehn Warnungen jede Menge Stoff für Amateure.
1. Den Kopf nicht krampfhaft unten halten
„Behalte den Ball im Auge – aber der Kopf muss sich bewegen dürfen“, sagt Harrington. Viele Spieler versuchen, den Kopf starr unten zu halten. Für ihn ein Fehler. Im Rückschwung dürfe sich der Kopf leicht mitdrehen, im Finish komme er automatisch hoch. „Der Kopf muss sich bewegen“, sagt er.
2. Mit den Füßen nicht festkleben
Wer im Schwung komplett statisch bleibt, verliert laut Harrington Geschwindigkeit und Balance. Kleine Bewegungen mit den Füßen seien wichtig. Deshalb seien auch viele Step-Drills sinnvoll. „Du musst deine Füße bewegen, wenn du den Ball gut schlagen willst“, erklärt er.
3. Nicht nach unten drücken
Für viele klassische Golflehren fast schon Ketzerei: Harrington hält nichts davon, sich beim Treffmoment nach unten zu drücken. Stattdessen müsse der Körper nach oben arbeiten. „Du musst beim Schlag hochkommen“, erklärt er. Die Beine sollen aktiv nach oben beschleunigen.
4. Zu langsamen Rückschwung vermeiden
Der Rückschwung dürfe ruhig Tempo haben. Profis bewegen ihre Schläger laut Harrington im Rückschwung deutlich schneller als Amateure. Entscheidend sei ein natürlicher Rhythmus – aber kein zögerlicher.
5. Nicht zu locker schwingen
Harrington empfiehlt, im Training regelmäßig mit maximaler Geschwindigkeit zu schwingen. Nur so entwickle man überhaupt die Fähigkeit, später kontrollierte 90-Prozent-Schwünge zu spielen. Sein Rat: „Schwinge manchmal so schnell wie möglich – und reguliere es dann herunter.“
6. Den Schläger nicht „wegwerfen“
Viele Amateure lösen die Handgelenke im Abschwung zu früh auf. Dadurch verlieren sie Geschwindigkeit, Kontrolle und oft auch einen sauberen Ballkontakt. Harrington empfiehlt stattdessen, den Winkel in den Handgelenken möglichst lange zu halten und den Schläger erst spät freizugeben. So entsteht mehr Tempo und ein stabilerer Treffmoment.
7. Nicht einfach nur rotieren
Für Harrington ist ein reines drehen der Hüfte oft kontraproduktiv. Wer nur rotiert, ziehe häufig die Hände mit und produziere Slices. Stattdessen solle man sich mehr auf den Druck in den Boden konzentrieren. „Wir rotieren nicht bewusst – wir drücken uns vom Boden weg“, sagt er.
8. Sich nicht nur auf Technik versteifen
Zwischen den Zeilen wird klar: Harrington warnt davor, Golf zu mechanisch zu denken. Viele Bewegungen entstünden natürlich, wenn die Grundlagen stimmen. Zu viele technische Gedanken könnten eher schaden.
9. Keine Angst vor Dynamik
Fast alle Harrington-Tipps laufen auf dasselbe hinaus: Bewegung zulassen. Kopf, Beine, Füße, Hände – nichts soll eingefroren wirken. Der Schwung müsse athletisch und dynamisch bleiben.
10. Das Finish zählt
Am Ende fasst Harrington seine Gedanken mit einem simplen Bild zusammen: Wer stabil auf dem linken Bein endet, die Brust oben habe und sauber balanciert stehe, habe meistens automatisch vieles richtig gemacht. Sein finaler Tipp: „Vermeide die Don’ts – und arbeite auf diese Finish-Position hin.“








