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Schwingen wie Harrington: Der Major-Champion erklärt, worauf es ankommt. | © golfsupport.nl/Richard Martin-Roberts

Mehr Gefühl, weniger Gedanken: Harringtons Tipps für den idealen Schwung

Es muss sich nicht immer alles um die optimale Technik drehen. Das behauptet sogar einer, der über eine eben solche verfügt: Major-Sieger Padraig Harrington. Seine Botschaft für alle, die ihren Golfschwung verbessern wollen: Vergessen Sie die komplizierten Technik-Dogmen – gehen Sie lieber zurück zum natürlichen Bewegungsgefühl. Im Video (s.u.) erklärt Harrington, worauf es beim Schwung seiner Meinung nach wirklich ankommt – und räumt mit einigen Mythen auf. Der wichtigste Vergleich: „Ein Golfschwung sollte sich so anfühlen wie beim Hockey, Tennis oder Baseball. Einfach ein Schläger, der einen Ball trifft.“

Drei häufige Schwungfehler

Die häufigsten Fehler, die Harrington vor allem bei Amateuren erkennt:
 

  • Den Kopf zwanghaft unten oder still halten
  • Einen zu langsamen Rückschwung machen
  • Zu groß oder zu kontrolliert ausholen

All das, so Harrington, führe eher zu Verspannung und Instabilität als zu einem guten Schlag.

Der Harrington-Drill für saubere Schwünge

Um das richtige Gefühl zu entwickeln, empfiehlt Harrington eine einfache Übung: Nehmen Sie die klassische Setup-Position ein. Greifen Sie einen Golfball mit der rechten Hand (als Rechtshänder) und werfen Sie diesen mit maximaler Kraft eineinhalb Meter vor sich auf den Boden – möglichst gerade. Harrington erklärt: Dabei setzen Sie automatisch die wichtigsten Elemente eines sauberen Schwungs ein. 
 

  • Richtige Hüftdrehung
  • Natürliches Timing der Arme
  • Effektiver Handgelenk-Einsatz
  • Körperrotation und Finish

Schwingen Sie leicht, locker und natürlich

„Alles passiert ganz von selbst, ohne dass man darüber nachdenkt“, erklärt der Ire. Ein weiteres Missverständnis unter Amateuren: Der Kopf müsse beim Schwung komplett still bleiben. „Wenn Sie Ihren Kopf wirklich festhalten, fallen Sie beim Schwung oft nach vorne – das ist das Schlimmste, was passieren kann“,sagt Harrington. Er empfiehlt stattdessen: Das Gewicht soll sich mit der Schulterdrehung nach rechts verlagern, der Kopf darf dabei mitwandern – leicht, locker, natürlich.


Ein einfacher Drill, der besonders bei Kindern gut funktionieren soll: Die linke Ferse im Rückschwung bewusst anheben. Alternativ kann man sogar mit angehobenem Fuß starten – das fördert Bewegung, Dynamik und einen besseren Rhythmus im Schwung. Auch Harrington selbst schlägt in dieser Position Bälle – mit großem Erfolg.

Zurück zur Intuition

Sein Fazit: Viele moderne Profis sind jung, durchtrainiert und extrem beweglich. Sie können ihre Bewegungen auf eine Art kontrollieren, die für Amateure schlicht unrealistisch ist. Harrington plädiert deshalb dafür, zurück zur Intuition zu finden – und sich nicht mit „künstlichen Einschränkungen“ selbst im Weg zu stehen. „Wir alle wissen, wie man einen Ball wirft – und genau dieses Gefühl hilft auch beim Golfschwung.“

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