Schläger geworfen: Zwei Strafschläge für Niemann
Ein seltener Vorfall sorgt bei der US Open 2026 für Aufsehen. Joaquín Niemann ist der erste Spieler, der im Rahmen des neuen Verhaltenskodex der Majors mit Strafschlägen belegt wurde. Der Chilene erhielt in der ersten Runde zwei Strafschläge wegen „schweren Fehlverhaltens“.
Wie die United States Golf Association mitteilte, hatte Niemann auf der sechsten Bahn seinen Schläger geworfen. Der Vorfall wurde unter Regel 1.2b („Standards of Player Conduct”) eingeordnet, die es den Turnierleitungen erlaubt, unsportliches Verhalten zu sanktionieren.
Sportlich hatte die Szene direkte Konsequenzen: Aus einer ohnehin katastrophalen Bahn wurde ein Desaster. Niemann spielte auf dem Par 4 zunächst zwei Bälle ins Aus und notierte eine 9. Durch die Strafschläge wurde das Ergebnis nachträglich auf eine 11 korrigiert. Am Ende unterschrieb er eine 78 (+8) auf dem schwierigen Platz von Shinnecock Hills.
Der neue Verhaltenskodex ist eines der großen Themen der Saison 2026: Er wurde von den Organisatoren der vier Majors gemeinsam mit den großen Tours entwickelt, um einheitliche Standards zu schaffen. Das System sieht in der Regel eine Eskalation vor: Verwarnung, Strafschläge und im Extremfall Disqualifikation.
Bereits beim Masters hatten Spieler wie Robert MacIntyre und Sergio Garcia eine Verwarnung erhalten. Niemann ist nun der erste Profi, bei dem die nächste Stufe greift. Für den LIV-Golf-Spieler kommt dieser Vorfall zur Unzeit. Bei seinem siebten Start bei der US Open droht erneut ein enttäuschendes Ergebnis, denn bislang steht lediglich ein geteilter 23. Platz aus dem Jahr 2020 als bestes Resultat zu Buche. Um den Cut zu schaffen, muss Niemann in Runde zwei eine deutliche Leistungssteigerung zeigen.







