Clark stark, Scott und Cowan schreiben Geschichte
Das war dann doch mal eher ein holpriger Start in die 126. US Open. Pünktlich um 6.35 Uhr hatten die Verantwortlichen die ersten Gruppen auf den Platz von Shinnecock Hills geschickt, um 30 Minuten später gleich wieder zu unterbrechen. Starker Nebel hatte sich über die Anlage auf Long Island gesetzt. Bis zur Zwangspause wegen schlechter Sicht waren 18 Teilnehmer dieses Majors unterwegs – kein einziger schoss ein Birdie. Zwei Stunden später ging's endlich weiter, bei durchaus anspruchsvollen Bedingungen.
Einer, dem die Umstände wohl so gar nichts ausmachten, war Wyndham Clark. Der 32-jährige US-Amerikaner hatte vor wenigen Wochen mit seinem Sieg beim CJ Cup Byron Nelson seine Topform unter Beweis gestellt. US Open kann er, das Major hatte er 2023 für sich entschieden. Zwar konnte Clark seine erste Runde nicht ganz zu Ende spielen, weil wegen Dunkelheit vorzeitig abgepfiffen werden musste. Er führt aber bei -6 nach 16 Bahnen (inklusive Eagle auf Loch fünf) doch schon recht deutlich mit vier Schlägen auf eine Verfolgergruppe, zu der Jon Rahm, Dustin Johnson und Matt Fitzpatrick gehören. Sie alle müssen Durchgang eins am Freitagmorgen allerdings auch noch beenden.
Und dann waren da noch zwei Männer, die Geschichte schrieben: Ryder Cowan kam mit einer 68 (-2) ins Ziel und hatte damit die tiefste Runde, die ein Amateur jemals bei einer US Open auf der Karte hatte. Der Australier Adam Scott (73/+3) ist Masters-Champion von 2013 und spielt bei dieser US Open sein 100. Major in Folge. Das Kunststück hatte vor ihm bisher nur der große Jack Nicklaus geschafft. Scotts Landsmann Jason Day musste dagegen wegen einer Rückenverletzung vorzeitig aufgeben.
Und die Turnierfavoriten? Rory McIlroy startete ebenso wie der schwedische Jung-Star Ludvig Aberg mit einer 69 ins Turnier, der Weltranglistenerste Scottie Scheffler musste sich wie der Österreicher Sepp Straka mit einer 72 (+2) zufrieden geben und wird von einem Mittelfeldplatz in den zweiten Durchgang starten. Matti Schmid kassierte auf seinen ersten beiden Bahnen jeweils ein Bogey, um auf seiner siebten Bahn auch noch die „8“ zu schreiben. Am Ende hatte der einzige Deutsche im Feld 77 Schläge gemacht und steht damit nach einem nebligen und schwierigen ersten US-Open-Tag am unteren Ende des Tableaus.








