Esterl: „Die Atmosphäre muss man mitnehmen“
Von der guten Stimmung am ersten Abschlag des 20. Solheim Cups am Samstagmorgen im Bernardus Golf angesteckt, kam Elisabeth Esterl aus dem Grinsen kaum heraus. „Diese Atmosphäre muss man mitnehmen“, ist sich die zweifache LET-Siegerin sicher. „Die Stimmung war schon immer gut, aber das ganze Drumherum ist irre groß geworden.“ Esterl hat den direkten Vergleich, unter anderem mit dem Solheim Cup 2003, bei dem sie als erste deutsche Spielerin Teil des europäischen Teams war. „Wir hatten auch 30.000 Zuschauer, aber das hier sind nochmal ganz andere Dimensionen.“ Entsprechend war es Pflicht, früh aufzustehen, um bei der Party am ersten Abschlag dabei zu sein.
Eine der acht Spielerinnen, die am Samstag in den Foursomes auf den Platz geschickt wurden, war Esther Henseleit. Erneut an der Seite von Leona Maguire, mit der sie sich am ersten Tag bereits einen Punkt holte, strahlte sie eine gewisse Ruhe aus, so Esterl. Dass Maguire den ersten Abschlag übernommen hat, könnte Henseleits Nerven aber auch etwas beruhigt haben, scherzte die inzwischen 50-Jährige aus Dingolfing.
Schon vor der besonderen Stimmung erlebte Esterl eine Anreise der besonderen Art. Gemeinsam mit ihren Freundinnen fuhr sie mit dem Fahrrad zur Anlage. Sie selbst setzte sich jedoch nicht ans Steuer, sondern machte es sich auf dem Gepäckträger gemütlich. Quasi wie Henseleit am ersten Abschlag an der Seite von Maguire. „Das war eine super Sache. Man fährt mit dem Fahrrad her, schließt es an und ist direkt auf der Anlage. Eine super Organisation.“
Dass Esterl Europa die Daumen drückt, versteht sich von selbst. Sie traut ihnen auch den Sieg zu und zeigte sich optimistisch. Für Esterl war dieser Start am ersten Tee jedenfalls nur der Anfang eines einzigartigen Golf-Wochenendes. Sie schaut sich das Spektakel bis zum Finale am Sonntagabend an. Hoffentlich ist die Stimmung auf der Anlage dann immer noch genauso elektrisierend wie an diesem Samstagmorgen.








