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Esther Henseleit und Leona Maguire am ersten Tag des Solheim Cups 2026 im Bernardus Golf. | © LPGA

Duell auf Augenhöhe, Henseleit punktet

Wie schon in der ersten Session am Vormittag entwickelten sich auch die Fourballs am Freitagnachmittag im Bernardus Golf zu einem ausgeglichenen Duell zwischen Europa und den USA. Das einzig wirklich deutliche Match war die Partie zwischen Celine Boutier/Nanna Koerstz Madsen und Megan Khang/Alison Lee. Zwar lag das europäische Duo, das seine Foursomes-Partie bereits verloren hatte, früh mit 2 auf, jedoch drehten die US-Amerikanerinnen auf den Back Nine so sehr auf, dass nach 15 gespielten Löchern der erste Punkt des Nachmittags mit 5&3 in Richtung der USA wanderte. Alison Lee holte damit bereits ihren zweiten Punkt in der 20. Ausgabe des Solheim Cups.

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Den ersten geteilten Punkt dieser Woche gab es im Match Charley Hull/Lottie Woad gegen Yealimi Noh/Angel Yin. Nach elf Löchern sah es noch gut aus für eine Rehabilitation des englischen Duos für die deutliche Niederlage am Vormittag, jedoch gaben sie die 3-auf-Führung auf den letzten Löchern aus der Hand. Noh hatte auf der 18 sogar noch die Chance, das Match komplett zu drehen, jedoch verpasste die 25-Jährige ihren Birdie-Putt, sodass das Duell unentschieden endete.

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Den wohl überraschendsten Punktgewinn des ersten Wettkampftages in Cromvoirt erzielten die europäischen Rookies Nastasia Nadaud und Mimi Rhodes. Beide hatten in der ersten Session noch pausiert und wurden am Nachmittag von Kapitänin Anna Nordqvist gemeinsam auf den Platz geschickt. Eine auf den ersten Blick mutige Entscheidung, die sich letztlich auszahlte. Weder der Französin Nadaud noch der Engländerin Rhodes merkte man irgendwelche Nervosität an. Stattdessen holten sie zwischen Loch 7 und 13 vier Lochgewinne und brachten das US-Duo Allisen Corpuz und Auston Kim damit entscheidend ins Hintertreffen. Am Ende stand ein souveränes 2&1 für die Solheim-Cup-Neulinge.

 

„Ganz ehrlich, sobald ich den ersten Abschlag gemacht hatte, hat es einfach riesigen Spaß gemacht“, sagte Rhodes im Anschluss. „Ich habe mit Nas und unseren Caddies Golf gespielt und die Chemie zwischen uns war unglaublich gut. Es hat sich einfach richtig angenehm angefühlt, vor allem, weil wir die ganze Zeit zwei Bälle auf dem Grün hatten und uns immer wieder Chancen auf ein Birdie verschafft haben. Wir haben also wirklich solide gespielt und es hat wirklich Spaß gemacht.“

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Es blieb noch das vierte Match der Fourballs, in dem die Weltranglistenerste Nelly Korda gemeinsam mit Lauren Coughlin antrat. Ihre Gegnerinnen waren die Spanierinnen Carlota Ciganda und Julia Lopez Ramirez, von denen die eine erfahren, die andere ein Rookie ist. Die Löcher 6 bis 8 gingen an die Europäerinnen, die Löcher 11 bis 13 an die USA. Mit dem Zwischenstand All Square ging es auf die 18, wo alle Beteiligten – auch Esther Henseleit, die am Nachmittag pausierte – mitfieberten.

 

Gegen die tiefstehende Sonne verzogen beide Spanierinnen ihre Abschläge nach rechts, während sich Korda und Coughlin eine ideale Ausgangsposition für ihren jeweiligen zweiten Schlag erspielten. Obwohl beide US-Amerikanerinnen gute Birdie-Chancen hatten, wurde das Loch und damit das Match dank eines außergewöhnlichen Pars von Ciganda geteilt. Die letzten Jubelschreie gehörten somit den Europäerinnen, die nach diesem Erfolg mit einem guten Momentum in den zweiten Tag gehen dürften.

 

„Ich liebe diese Woche“, jubelte eine euphorisierte Ciganda nach ihrem wichtigen Par-Save auf der 18. „Es macht mir einfach Spaß, für das Team und meine Teamkolleginnen zu spielen. Anna ist eine gute Freundin von mir, deshalb möchte ich unbedingt für sie gewinnen. Deshalb habe ich zusammen mit Julia gespielt, meiner guten spanischen Freundin. Es war großartig. Wir hatten ein hartes Spiel gegen Nelly und Lauren, die sehr konstant gespielt haben. Aber wir haben hart gekämpft und zumindest einen halben Punkt geholt, was meiner Meinung nach wirklich wichtig ist.“

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Ergebnisse Fourballs, Freitag:

  • Charley Hull / Lottie Woad vs.  Yealimi Noh / Angel Yin A/S
  • Nanna Koerstz Madsen / Céline Boutier  vs. Alison Lee / Megan Khang 4&3
  • Mimi Rhodes / Nastasia Nadaud 2&1  vs.  Alissen Corpuz / Auston Kim
  • Carlota Ciganda / Julia Lopez Ramirez vs.  Nelly Korda / Lauren Coughlin A/S

 

 

Ergebnis nach 8 von 28 Matches: 4:4

Henseleit punktet bei ausgeglichenem Auftakt

Was als kühler Frühherbstmorgen in den Niederlanden begann, entwickelte sich gegen 11 Uhr Ortszeit zu einem nasskalten Vormittag mit leicht böigem Wind. Als der Regen einsetzte und die Regenschirme aufklappten, hatten die US-Amerikanerinnen bereits den ersten Punkt in den Foursomes am ersten Wettkampftag des Solheim Cups im Bernardus Golf erzielt. Ausgerechnet Europas Star-Duo aus England hatte gegen Nelly Korda und Allisen Corpuz wenig zu melden.

 

Charley Hull und Lottie Woad, die beide unter den Top Ten der Weltrangliste platziert sind, eröffneten den Kontinentalvergleich zwar mit einem Lochgewinn, brachen anschließend jedoch ein und verloren sechs der nächsten zwölf Löcher. Nach einem geteilten 15. Loch holten Korda und Corpuz den ersten Punkt für die USA (4&3). Das US-Duo blieb damit auch in seinem fünften gemeinsamen Match ungeschlagen und stellte einen neuen Solheim-Cup-Rekord auf.

Deutsch-irische Connection

Die Auftaktsession des 20. Solheim Cups war über weite Strecken ausgeglichen. Beide Teams lagen die meiste Zeit in jeweils zwei Matches in Führung. Esther Henseleit war im dritten Match des Tages mit Leona Maguire gefordert. Einen besseren Start hätte sich das deutsch-irische Duo nicht wünschen können. Zwei starke Annäherungen von Henseleit an den ersten beiden Löchern wurden von Maguire veredelt, sodass sie früh mit 2 auf führten. 

 

Diese Führung gegenüber Andrea Lee und Rookie Lindy Duncan gaben die Europäerinnen nicht mehr aus der Hand, obwohl es am Ende noch einmal knapp wurde. Henseleit verzog ihren Drive auf der 16 und auch auf der 17 kämpfte man um das Par. Doch die 27-Jährige aus dem Elite Team Germany behielt die Nerven und lochte ihren Putt am vorletzten Loch. Damit ging dieses Match als einziges auf die schwierige 18.

 

Nachdem Maguire den Tee Shot auf der Eins übernommen hatte, war Henseleit beim Stand von 1 auf an der 18 gefordert. Die Norddeutsche bewies erneut Nervenstärke und platzierte ihren Abschlag auf der Spielbahn. Nachdem Maguire ihre Annäherung etwas zu kurz gelassen hatte, stand für Henseleit ein wichtiger Chip an – und erneut lieferte die Deutsche ab. Das Loch ging an Europa und damit auch das Match mit 2 auf.

 

„Ich finde, wir haben am Anfang wirklich gut gespielt und viele Birdies erzielt“, sagte Henseleit im Anschluss. „Die letzten neun Löcher waren sehr knifflig. Durch den Wind und den Regen kam es mir heute so vor, als wären sie besonders lang. Ich habe das Gefühl, dass die letzten sechs oder sieben Löcher einfach anstrengend waren. Aber ja, wir haben Putts versenkt, Up-and-Downs geschafft und am Ende den Punkt geholt, also bin ich sehr zufrieden.“

 

Für Henseleit war dies der zweite Punktgewinn in ihrer Foursome-Historie, nachdem sie vor zwei Jahren bereits mit Hull eines ihrer Matches gewonnen hatte. Die Chemie zwischen Maguire und Henseleit schien zu stimmen. Es wäre schon eine Überraschung, wenn man die beiden nicht mindestens noch einmal als Paarung auf dem Platz im Bernardus Golf sehen würde.

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Schwedisches Top-Duo

Während im zweiten Match das Tages zwischen Nanna Koerstz Madsen/Celine Boutier und Lauren Coughlin/Alison Lee die US-Amerikanerinnen mit 3&2 den zweiten Punkt aufs rote Konto holten, rissen die Schwedinnen Maja Stark und Linn Grant im letzten Match des Vormittags eine kleine Show ab. Die guten Freundinnen lagen schon nach sieben gespielten Löchern 4 auf gegen Rose Zhang und Jennifer Kupcho. Auf Loch 9 sorgte Grant mit einem eingelochten Bunkerschlag zum Par für den Highlight-Schlag des Vormittags. Nach 16 Löchern war das Match mit 3&2 entschieden und die Europäerinnen hatten zu dem Zeitpunkt ihren ersten Punkt gesichert, während Henseleit und Maguire um ihren Matchgewinn noch kämpfen mussten.

Ergebnisse Foursomes, Freitag:

  • Charley Hull / Lottie Woad  vs.  Nelly Korda / Allisen Corpuz 4&3
  • Nanna Koerstz Madsen / Céline Boutier  vs.  Alison Lee / Lauren Coughlin 3&2
  • Esther Henseleit / Leona Maguire  2 auf vs.  Andrea Lee / Lindy Duncan
  • Maja Stark / Linn Grant  3&2 vs.  Rose Zhang / Jennifer Kupcho

Henseleit Samstag wieder auf Punktejagd

Nachdem Henseleit am Freitagnachmittag eine Verschnaufpause erhielt, schickt Kapitänin Anna Nordqvist sie am Samstagvormittag wieder auf den Platz. Wie schon in der ersten Session spielt die Deutsche dann im Foursome mit Leona Maguire. Dieses Mal gehen sie als zweite Partie des Tages raus. Mit Maja Stark und Linn Grant ist auch das zweite siegreiche Duo vom Freitagvormittag wieder am Start. Nadaud und Rhodes werden für ihren guten Auftritt belohnt, während Hull und Woad eine dritte Gelegenheit auf einen vollen Punkt erhalten.

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