Wahnsinns-Endspurt: Scheffler macht ernst
Vierter beim Masters, Achter beim RBC Heritage, gefolgt vom ersten Saisonsieg in der texanischen Heimat – Scottie Scheffler kam zuletzt immer besser in Form. So war es keine große Überraschung, dass die formstarke Nummer eins der Welt bei der PGA Championship eine Hauptrolle im Rennen um den Titel spielen würde.
Vor der Finalrunde des zweiten Major des Jahres im Quail Hollow Club bei Charlotte (North Carolina) hat sich der Amerikaner eine erstklassige Ausgangsposition erspielt, um sich seinen dritten Major-Sieg zu sichern. Ein Eagle und drei Birdies schrieb der 28-Jährige auf den letzten fünf Löchern auf die Karte und machte so aus einer ohnehin schon tollen Runde eine sensationelle. Am Ende standen an einem Tag, an dem auf dem kniffligen Kurs viele Konkurrenten strauchelten, 65 Schläge (-6) zu Buche.
Scheffler konnte sein Gesamtergebnis auf -11 verbessern und hat sich vor der vierten Runde ein Polster auf die Konkurrenz herausgearbeitet. Sein Vorsprung auf Alex Noren aus Schweden auf Platz zwei beträgt bereits drei Schläge. Einen weiteren Zähler zurück folgen Davis Riley und J.T. Poston aus den USA.
“Das würde sehr viel bedeuten”, erklärte der Führende die Bedeutung eines dritten Major-Siegs. “Wissen Sie, diese Turniere sind sehr wichtig für uns, und man arbeitet sein ganzes Leben lang darauf hin, eine Chance zu haben, große Turniere zu gewinnen, eigentlich jedes Turnier, und morgen habe ich eine gute Gelegenheit, zu gewinnen. Aber es wird wieder eine richtig gute Runde nötig sein. Es gibt eine Menge großartiger Spieler, die mich auf dem Leaderboard verfolgen, und irgendjemand wird eine sehr niedrige Runde hinlegen, und es liegt an mir, das ebenfalls zu tun und das Turnier zu gewinnen. Ich freue mich auf die Herausforderung.”
Rahm hungrig, Jäger fällt zurück
Auch Jon Rahm könnte seinen dritten Major-Sieg erringen, allerdings hat der Spanier, der eine 67 unterzeichnete, als Fünfter bereits fünf Schläge Rückstand auf den Führenden. “Ich meine, es ist schwer auszudrücken, wie hungrig ich auf einen Major-Sieg bin, so hungrig wie man in dieser Situation nur sein kann”, erklärte der Ryder-Cup-Spieler. “Ich bin sehr zufrieden mit der Qualität meines Spiels. Ich denke, heute war die Runde, von der ich wusste, dass ich sie spielen kann. In den ersten beiden Runden habe ich mich sehr sicher gefühlt und heute lief alles ein bisschen besser.”
Stephan Jäger aus dem Elite Team Germany kam am Samstag auf eine 76 (+5) und fiel auf den 63. Rang zurück. Der Münchener hatte das Turnier mit einer eindrucksvollen 67 eröffnet, konnte an die Top-Leistung aber nicht anknüpfen. Martin Kaymer hatte den Cut deutlich verpasst. Der frischgebackene Masters-Gewinner Rory McIlroy belegt nach drei von vier Runden den 49. Rang (+2).








