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Gastgeber beim Champions Dinner in Augusta 2026: Masters-Sieger Rory McIlroy. | © Ramsey Cardy/Sportsfile via Getty Images

McIlroys Masters-Menü: Datteln von Mama

Wenn sich in der Masters-Woche die größten Stars der Golfgeschichte im Augusta National Golf Club versammeln, ist das Champions Dinner einer der exklusivsten Termine überhaupt. In diesem Jahr übernimmt Rory McIlroy als Titelverteidiger die Gastgeberrolle – mit einer besonderen Menüauswahl. Nach seinem emotionalen Triumph 2025, der lang ersehnten Vollendung seines Karriere-Grand-Slams, darf McIlroy traditionell bestimmen, was bei dem legendären Abendessen der Ex-Champions serviert wird. Beim Blick auf die Speisekarte wird klar: McIlroy geht es nicht nur um gutes Essen, sondern auch um persönliche Geschichten.

Ein Menü mit Erinnerungen

Bereits die Vorspeisen lassen erahnen, welche Bedeutung die Auswahl für McIlroy hat. Besonders emotional: ein Rezept seiner Mutter. „Meine Mum macht diese richtig guten Datteln mit Ziegenkäse und Speck – die mussten einfach auf die Karte“, erklärt McIlroy. Dazu gesellen sich kreative Kombinationen wie gegrillte Elk-Slider – eine Anspielung auf seine ungewöhnlichen Ernährungsgewohnheiten im Vorjahr – sowie Garnelen-Tempura. Auch regionale Zutaten aus Georgia finden ihren Platz, etwa in Form eines Flatbreads mit Pfirsich, Ricotta und scharfem Honig.

Inspiration aus New York

Der erste Gang führt kulinarisch nach New York. Gemeinsam mit seiner Frau hat McIlroy ein Lieblingsgericht entdeckt, das er unbedingt nach Augusta bringen will: „Das ist ein Gericht aus unserem Lieblingsrestaurant – Yellowfin-Thunfisch-Carpaccio. Jedes Mal, wenn wir dort sind, bestelle ich das“, sagt er. Hauchdünn geschnittener Thunfisch wird mit Baguette und Foie Gras kombiniert – eine ungewöhnliche, aber raffinierte Wahl für den traditionsreichen Abend. Beim Hauptgang dürfen sich die Gäste entscheiden: Wagyu-Filet oder gebratener Lachs. Dazu gibt es Rosenkohl, glasierte Karotten und knusprige Zwiebelringe aus der Region rund um Augusta.

Flüssiges Gold im Glas

Mindestens so spektakulärer wie das Essen ist die Weinauswahl. McIlroy bedient sich in den Tiefen des legendären Weinkellers von Augusta National und setzt auf Genuss und persönliche Erinnerungen. So hat er unter anderem den 990 Château Lafite Rothschild (Pauillac, Bordeaux) ausgewählt. „Das ist der Wein, den ich in der Nacht meines Masters-Siegs getrunken habe – das bringt natürlich großartige Erinnerungen zurück“, erzählt er. Zum Abschluss lässt er einen edelsüßen Dessertwein aus seinem Geburtsjahr 1989 servieren. „Das ist wie flüssiges Gold“, schwärmt McIlroy.

Tradition mit Geschichte

Das Champions Dinner ist seit 1952 fester Bestandteil der Masters-Woche. Damals lud Titelverteidiger Ben Hogan erstmals alle früheren Sieger ein – eine Tradition, die bis heute fortlebt. Für McIlroy ist es mehr als nur ein Dinner: „Es kommt von Herzen – aus persönlichen Erfahrungen und Erinnerungen. Ich freue mich darauf, Teil dieser Tradition zu sein – und das hoffentlich noch viele Jahre.“

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