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Sieger in East Lake: Scottie Scheffler
Sieger in East Lake: Scottie Scheffler | © Tracy Wilcox/PGA TOUR via Getty Images

130 Millionen, zehn Wochen ohne Pause und ein emotionaler Abschied

Scottie Scheffler. Wer sonst? Die Nummer eins der Welt zeigt bei der Tour Championship einmal mehr, weshalb er die Weltrangliste Lichtjahre vor der Konkurrenz entfernt anführt. Drei Schläge hatte der Amerikaner beim Saisonfinale in East Lake am Ende Vorsprung auf Viktor Hovland. Wie hoch die Ansprüche bei Scheffler sind? Während die allermeisten mit drei Siegen von der Saison ihres Lebens sprechen würden, beschreibt der 30-Jährige sie als „Kampf“. An dessen Ende steht dennoch der zweite Sieg im FedExCup – inklusive zehn Millionen Dollar Siegprämie. Dabei ist es vor allem die Konstanz, die beeindruckt: Bei 20 Starts steht nur ein verpasster Cut bei der Scottish Open in der Bilanz, bei allen anderen Turnieren landete Scheffler in den Top 25. Ein Kampf. Schon klar.

 

„Wenn man auf den Saisonverlauf schaut, bin ich sehr stolz. Ich hatte manchmal schwere Starts und habe mich zurückgekämpft“, erklärt Scheffler, der den Erfolg gemeinsam mit seiner Familie feierte und daraus „viel gute Energie“ zog. Es sei ein Privileg, auf der Tour spielen zu dürfen. „Deshalb werde ich jeden Tag versuchen, mein Bestes zu geben.“ Für Scheffler ist es bereits der 22. Titel bei seinem 170. Turnier auf der PGA Tour.

Highlight-Clip: Scheffler krönt sich 

26 Jahre lang war Tiger Woods der Golfer mit den höchsten Karriereeinnahmen auf der PGA Tour – mit aktuell knapp 121 Millionen US-Dollar. Nun konnte Scottie Scheffler durch den Zehn-Millionen-Dollar-Scheck vorbeiziehen und steht bei knapp über 130 Millionen. Der Hauptgrund: die immensen Preisgeldtöpfe der Gegenwart. Denn was Titel betrifft, liegt Woods mit 82 PGA-Tour-Siegen und 15 Majors doch noch recht deutlich vor dem neuen Bestverdiener (22 Titel auf der PGA Tour, vier Majors).

Yin gelingt emotionaler Sieg

Bei Ruoning Yin kamen nach dem letzten Putt bei der FM Championship rasch die Tränen. Die Chinesin freute sich im TPC Boston über ihren sechsten Sieg auf der LPGA Tour – und den ersten seit ihrer Traumsaison mit drei Siegen vor zwei Jahren. „Ich will einfach nur den Moment genießen“, erklärte sie beim Interview auf dem 18. Grün. Am Ende hatte sie einen Vorsprung von zwei Schlägen auf Hyo Joo Kim.

 

Yins erster Sieg nach der Durststrecke war gleichzeitig Anna Nordqvists letzter Auftritt auf der LPGA Tour. Die Schwedin, die Team Europe kommende Woche beim Solheim Cup als Kapitänin anführen wird, beendete ihre aktive Laufbahn mit einem 38. Rang in Boston. Als besondere Geschenke erhielt die 39-Jährige unter anderem zwei Champagnerflaschen: Lydia Ko schenkte ihr einen Jahrgang 2009, Nordqvists Rookie-Saison, am 18. Grün folgte eine Flasche aus dem Jahr 2017 – jenem Jahr, in dem sie bei der Evian Championship ihren ersten Major-Titel in Europa gewann. Nordqvist beendet ihre LPGA-Karriere mit neun Siegen und drei Major-Titeln.

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Ertragreicher Marathon-Sommer

Zehn Wochen, zehn Turniere, drei verschiedene Touren – und kaum ein Ausreißer nach unten. Thomas Rosenmüller erlebt einen bemerkenswerten Sommer und beweist dabei vor allem, dass seine Form unabhängig von Bühne und Konkurrenz funktioniert. Seit Ende Juni absolvierte der Münchener 38 Turnierrunden mit einem Schnitt von 67,61 Schlägen, fünfmal landete er in den Top Ten und nur einmal außerhalb der Top 25. Jüngstes Beispiel war Platz sechs beim British Masters. Besonders interessant: Mit nur drei Starts hat sich Rosenmüller bereits auf Rang 94 im Race to Dubai gespielt und damit eine zusätzliche Perspektive für 2027 eröffnet. Neben der Korn Ferry Tour könnte die DP World Tour künftig eine immer größere Rolle in seiner Karriere spielen.

 

Bei Hurly Long erzählt Platz vier bei der Dormy Open vor allem die Geschichte einer sportlichen Wiederauferstehung. Die erste Saisonhälfte war für den 31-Jährigen zum Vergessen: Zwischen Februar und Juni verpasste er zehn Cuts. Inzwischen hat sich das Bild grundlegend verändert. Zuletzt gelangen mit Platz 28 in Finnland, Rang 18 bei der Irish Challenge und Platz acht bei der Scottish Challenge reihenweise gute Ergebnisse, ehe Long in Schweden nach einer 73 zum Auftakt mit 66, 67 und 67 Schlägen bis auf Rang vier stürmte. Der Lohn für die Trendwende: In der Saisonwertung der HotelPlanner Tour verbesserte er sich von Rang 81 auf Position 50 – und hat damit wieder eine deutlich interessantere Ausgangslage für den Saisonendspurt.

 

Auch Alexandra Försterlings Saison lässt sich am besten im Vergleich zum Vorjahr einordnen. Nach vier LET-Siegen innerhalb von zwei Jahren folgte 2025 der Rückschlag: Rückenprobleme begleiteten die Berlinerin, am Saisonende stand lediglich Rang 79 in der Order of Merit. 2026 ist die 26-Jährige wieder regelmäßig dort zu finden, wo sie sich 2023 und 2024 etabliert hatte. Bereits vor der Womens Irish Open standen sieben Top-Ten-Ergebnisse zu Buche; mit Platz elf im K Club bestätigte sie ihre Konstanz erneut. Aktuell liegt Försterling auf Rang fünf der LET-Saisonwertung. Ein Sieg fehlt ihr in diesem Jahr zwar noch, doch ihre Ergebnisse zeigen: Die mehrfache LET-Siegerin ist wieder dauerhaft in der LET-Spitze angekommen.

Prominenz am Seddiner See

Michael La Sasso war ein hochdekorierter College-Golfer, als er sich Anfang 2026 dazu entschied, Profi zu werden und in die LIV Golf League zu wechseln. Vergangene Woche triumphierte der hochtalentierte Amerikaner dann beim LIV-Finale 2026 in Indianapolis, unter anderem mit einer 60 in Runde zwei. Am Ende hatte er zwei Schläge Vorsprung auf Jon Rahm. Aufgrund der ungewissen Zukunft der Saudi-Tour sorgt der 22-Jährige nun vor: Sein Name steht auf der Startliste der First Stage zur Q-School der DP World Tour im Golf- und Country Club Seddiner See.

 

Apropos Q-School: Zwei Turniere der First Stage sind bereits gespielt – und verliefen aus deutscher Sicht erfolgreich. Im englischen Bristol holte sich Philipp Katich den Sieg im The Players Club. Der 25-Jährige aus dem National Team Germany qualifizierte sich damit für die Second Stage, die vom 29. Oktober bis 1. November an vier Spielorten in Spanien ausgetragen wird. Dort wird mit Wolfgang Glawe ein weiterer Spieler aus dem National Team Germany am Start sein. Der Noch-Amateur aus dem GC Hubbelrath spielte beim First-Stage-Event auf der Anlage von Golf PGA France du Vaudreuil in Frankreich sehr stabiles Golf und landete auf dem starken vierten Platz.

European Masters live bei MagentaSport und MagentaTV

Weiter geht es mit Spitzengolf am Donnerstag, 3.9., mit den Omega European Masters der DP World Tour ab 13.30 Uhr – live bei MagentaSport. Mit den Stars der PGA Tour geht es nach einer Pause am 17. September wieder weiter. Alles live bei MagentaSport und MagentaTV.

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