Ein energiegeladener Körper für ein leistungsstarkes Spiel
“Fasten geht auf unterschiedliche Art und Weise”, versichert Diplom-Ökotrophologin Sylvia Gartner und legt direkt nach, bevor Sie aufhören zu lesen: "Fasten bedeutet nicht zwingend, nichts zu essen. Fasten bedeutet im Grunde, für eine gewisse Zeit auf das zu verzichten, was den Körper gerade mehr belastet als es ihm Nutzen bringt.” Und das heißt wiederum, “unnötig” verschwendete Energie wieder für das zu nutzen, wofür man sie besser gebrauchen kann. Beispielsweise für eine Golfrunde die Spaß und gute Laune bringt.
Darum rät die Expertin: "Verbessern Sie Vitalität, Energie, Kraft, Ausdauer, Fokus, Konzentration und Regeneration und reduzieren Sie Schmerzen, Müdigkeit, Erschöpfung, Leistungseinbußen." Fasten dient letztlich als Selbstreinigungsprogramm. Es macht Sie fitter und gesünder, indem es, je nach Fastenmodell, überschüssige Säuren abbaut, die zu Gelenkbeschwerden, Krämpfen, schlechter Regeneration führen können, Ihren Darm wieder aufmöbelt, der wichtig ist für Konzentration und Leistungsfähigkeit, Ihre leer geräumte Speicher wieder auffüllt, Ihren ganzen Körper reinigt und von kranken Zellen befreit.
Wichtig: finden Sie ein Fastenmodell das zu Ihnen passt, das Ihre “Schwachstellen” hin und wieder gerade rückt und eines das Sie regelmäßig in Ihren Alltag integrieren können und profitieren Sie von mehr Leistungsfähigkeit und Energie auf der Runde.
Beispiele für Fastenmethoden
Es ist nicht jedermanns Sache, ein Null-Fasten à la Buchinger oder Heilfasten durchzuziehen. Um zwischendurch seinem Körper eine kleine Pause oder Erholung zu geben, kann man, je nach Konstitution, auch andere Fastenmethoden wählen.
1) Basenfasten
Das Basenfasten ist eine tolle Möglichkeit, seinem Körper auf sanfte Weise von überschüssigen Säuren im Körper zu “befreien”. Essen und dabei entsäuern ist die Devise. Säuren können entstehen durch eine hohe Aufnahme säureproduzierender Lebensmittel wie beispielsweise Getreide (-Produkte) wie Brot, Nudeln, Reis oder zu viel Fleisch, Käse, Wurst, Zucker usw. Aber auch übermäßig viel Sport, Stress, schlechter Schlaf können den Körper übersäuern. Und das leider ziemlich schnell. Da der Körper überschüssige Säuren mit Mineralien neutralisieren möchte, die über eine entsprechende Ernährung nicht ausreichend zur Verfügung stehen, werden diese Mineralien aus den körpereigenen Speichern geholt. Dieses “Leerräumen” der Speicher kann zu Defiziten führen und Schmerzen, z.B. in Gelenken, Kopf, Muskeln oder zu Müdigkeit, Krämpfen, schwachen Immunsystem führen.
Möglichkeiten, Basenfasten in den Alltag zu integrieren, sind beispielsweise:
- regelmäßig 5-7 Tage reine Basentage einzulegen, z.B. alle 1-3 Monate
- 1 Mal pro Woche einen Basentag einzubauen
- und für den langfristigen Profit: eine Mahlzeit pro Tag basisch gestalten
Essen Sie in der “Basenfastenzeit” nur basenüberschüssige oder neutrale Lebensmittel und kombinieren Sie dies mit leichten Bewegungseinheiten, Atemübungen, Basenbädern und Leberwickel. Wenn Sie einen eher trägen Stoffwechsel haben und Sie sich über das ein oder andere Pfund weniger freuen, setzen Sie ein kohlenhydratarmes Basenfasten um. Wenn Sie eher ein sehr schlanker Typ sind und schnell Gewicht verlieren, integrieren Sie auf jeden Fall die basischen und neutralen Kohlenhydratquellen wie Kartoffeln, Süßkartoffeln oder Quinoa, Hirse oder Buchweizen, bestenfalls in gekeimter Form für noch mehr Nährstoffpower und besserer Verträglichkeit. Vergessen Sie gesunde Fette nicht wie Mandelmus oder auch Kokosmus (ungezuckert!). Sollten Sie Darmthemen plagen, reduzieren Sie in dieser Zeit auch Rohkost.
2) Intervallfasten
Das Intervallfasten ist eine bereits bewährte Methode, die den Körper regelmäßig zum “Entmüllen” anregt. Im Körper entstehen immer wieder fehlproduzierte Zellen, Stoffwechselendprodukte oder andere Stoffe die im Körper eher störend wirken. Diese regelmäßig zu entsorgen kann man mit der Autophagie erreichen. Bei der Autophagie wird Zellmüll in eine Hülle gepackt und zerlegt, anschließend teilweise als Baustoff wieder verwertet oder zerstört und entsorgt. Diese Autophagie erreicht man, wenn der Körper für eine gewisse Zeit keine “externe” Nahrung bekommt. Klassischerweise ist dies der Effekt beim Heilfasten, aber auch beim regelmäßigen Intervallfasten kann man davon profitieren. Wie lange diese Pausen zwischen den Mahlzeiten sein müssen, hängt davon ab, was Sie als letzte Mahlzeit gegessen haben und welcher Stoffwechseltyp Sie sind oder auch ob Sie weiblich oder männlich sind. Es gibt hierbei keine Zahl für jedermann. Die Spanne ist in etwa 13 bis 16 Stunden.
Am effektivsten in das Intervallfasten, wenn Sie das Abendessen weglassen, da Sie davon profitieren, dass der Körper nachts gut regenerieren kann, Zellen neu produziert werden können und Sie demnach erholt aufwachen. Aber es ist nicht jedermanns Sache und es passt manchmal auch nicht ins Familiensystem. Wenn Ihnen das abendliche Fasten prinzipiell guttut, versuchen Sie es 1-3 Mal pro Woche umzusetzen. Wenn Sie nicht der Stoffwechseltyp für abends fasten sind (das gibt es, denn es tut nicht jedem gut), dann versuchen Sie es mit dem Weglassen des Frühstücks. Intervallfasten heißt übrigens nicht, sich auf 2 Mahlzeiten zu beschränken, denn 2 Mahlzeiten gehen wiederrum auf Kosten der Nährstoffaufnahme wie eine ausreichende Eiweißzufuhr, Ballaststoffe, Antioxidantien etc. Nehmen Sie ruhig weiterhin drei Mahlzeiten zu sich und achten Sie auf eine Pause von ca. vier Stunden zwischen den Mahlzeiten (z.B. 11 Uhr – 15 Uhr ein kleiner Eiweißsnack – 19 Uhr oder 9 Uhr – 13 Uhr – 17 Uhr).
Es gibt auch Fastenmodelle, an denen Sie z.B. an fünf Tagen “normal” essen und an zwei Tagen fasten oder im Wechsel normal essen und fasten – es ist sozusagen für jeden etwas dabei.
Nicht nur das WAS – sondern auch das WIE kann schon mehr bewirken, als Sie denken. Auch damit können Sie starten, um Ihrem Körper etwas Gutes zu tun:
- essen Sie langsam und bewußt
- essen Sie sich nur zu 80 Prozent satt
- halten Sie Pausen von ca 4-5 Stunden zwischen den Mahlzeiten ein
- essen Sie frische, simple und klare Speisen
- rotieren Sie Ihre Nahrungsmittel für die größtmögliche Vielfalt
Gartners Keep-Balanced-Empfehlung für Sie:
- legen Sie einmal pro Woche einen “Flüssigtag” ein, um dem Darm zu entlasten und für einen kleinen Reset zwischendurch zu sorgen, z.B. montags
- setzen Sie einmal pro Woche einen Intervallfastentag ein, z.B. donnerstags
- genießen Sie am Wochenende und
- ernähren Sie sich an den restlichen Tagen bewußt und ausgewogen und konzentrieren Sie sich auf das “WIE”.
Sie sehen, die Möglichkeiten sind sehr vielfältig. Und Sie sehen, auch wie komplex das Thema Ernährung sein kann und wie wenig Sinn eine pauschale Empfehlung für jedermann ist. Wie immer ist die erste Aufgabe, sich selbst und seinen Stoffwechsel kennenzulernen: Wo sind die persönlichen Herausforderungen, was tut Ihnen gut, was macht Ihnen Spaß, was ist im eigenen Alltag möglich und was utopisch. Stimmen Sie daraufhin Ihre individuelle Ernährung ab. Extreme Formen der Ernährung sollten nie auf Dauer auf eigene Faust durchgezogen werden und regelmäßig mit sinnvollen Blutanalysen und Beratungen begleitet werden.In diesem Sinne wünscht Ihnen Sylvia Gartner von keep-balanced viel Spaß beim Essen und Genießen und viele erfolgreiche Runden.









