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Sieger in der Heimat: Shane Lowry
Sieger in der Heimat: Shane Lowry | © Charles McQuillan/Getty Images

Lowry bricht Langer-Rekord, LIV-Insolvenz und Diskussion um Solheim-Cup-Grüns

Dass Shane Lowry ein enorm guter Golfer ist, bewies er bereits mit einem Tour-Sieg als Amateur, PGA-Tour-Titeln, dem Open-Triumph und Glanzauftritten im Ryder Cup. Nun kommt ein weiteres Kapitel hinzu. Der 39-Jährige hat die Irish Open 2026 auf eindrucksvolle Weise gewonnen. Nach einer 63 (-7) im Finale wurde es in Doonbeg ein Kantersieg: Elf Schläge lag Lowry am Ende vor Patrick Reed und Joaquin Niemann – ein neuer Turnierrekord. Die bisherige Bestmarke von zehn Schlägen hatte Bernhard Langer seit 1987 gehalten.

 

Für den Ryder-Cup-Star war es der zweite Triumph bei der Irish Open – 17 Jahre nach seinem ersten Sieg, den er 2009 noch als Amateur gefeiert hatte. „Portrush war unglaublich, das vergangene Jahr war unglaublich – und ich dachte, das lässt sich nicht mehr übertreffen. Aber schaut euch das hier an“, sagte Lowry über die Bedeutung seines Heimsiegs.

Highlight-Clip: Lowry mit Birdie auf der 18

Aus deutscher Sicht gab es an der irischen Küste dagegen wenig Erfreuliches zu vermelden. Freddy Schott und Nicolai von Dellingshausen verpassten den Cut, Marcel Schneider musste verletzungsbedingt aufgeben. „Mehrere kleine Risse in den Bändern des Handgelenks“, teilte der 36-Jährige nach einem MRT auf Instagram als Diagnose mit. „Die Ärzte haben gesagt, ich könne nächste Woche auf keinen Fall spielen. Aber ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben.“ Auf dem Plan steht mit der BMW PGA Championship eines der lukrativsten Turniere des Jahres.

De Bruyn wieder in den Top 50

Auf der HotelPlanner Tour gab es zuletzt aus schwarz-rot-goldener Perspektive eine ganze Menge guter Nachrichten. So auch in dieser Woche bei der English Trophy: Mit einem Gesamtergebnis von -17 war Jannik de Bruyn aus dem National Team Germany in Reading ganz vorne dabei und belegte am Ende Rang sieben. Durch das Top-Ergebnis spielte sich der Mann vom GC Hösel zurück unter die Top 50 der Saisonwertung (43.). Den Titel sicherte sich Frederik Kjettrup. Der Däne war im vergangenen Jahr Teamkollege von Martin Kaymer bei den Cleeks.

 

Bernhard Langer ist mittlerweile 69 Jahre alt und naturgemäß nicht mehr die dominante Kraft auf der PGA Tour Champions. Dass der zweimalige Masters-Gewinner noch immer konkurrenzfähig ist, bewies er beim Sanford International in Sioux Falls. Durch eine 67 am Sonntag verbesserte sich der Deutsche auf Rang 15 – sein bestes Ergebnis seit Anfang Juli. Den Sieg sicherte sich Zach Johnson.

 

Auf der Korn Ferry Tour beginnt die heiße Phase. Die Simmons Bank Open in Franklin, Tennessee, waren das erste von vier Finalturnieren, nach denen die 20 Aufsteiger auf die PGA Tour feststehen. Für die beiden deutschen Teilnehmer verlief der Auftakt solide: Thomas Rosenmüller belegte den geteilten 60. Rang, Jeremy Paul wurde geteilter 70. Beide Golf-Team-Germany-Asse brauchen in den kommenden Wochen allerdings Top-Ergebnisse, um im Aufstiegsrennen noch entscheidend Boden gutzumachen.

Solheim Cup: Europa gewinnt

Der große Fokus lag in dieser Woche auf den Niederlanden: Beim 20. Solheim Cup hatten die Europäerinnen wieder die Nase vorn. Nach einem 8:8 in den Team-Matches holte die Mannschaft von Kapitänin Anna Nordqvist am Sonntag einen viel umjubelten 15:13-Sieg gegen die USA.

Im Anschluss sorgten die Grüns für Diskussionen. US-Kapitänin Angela Stanford bemängelte, dass diese deutlich langsamer gewesen seien als noch beim Besuch im Juli, und deutete an, dass dies den Europäerinnen entgegengekommen sein könnte. Sie räumte allerdings auch ein, ihr Team nicht ausreichend darauf vorbereitet zu haben, die Putts aggressiver zu spielen.

 

Nordqvist widersprach dieser Interpretation. Die Schwedin verwies auf die Witterung im europäischen September und erklärte, sie glaube ohnehin nicht daran, einen Platz gezielt auf die Stärken eines Teams zuschneiden zu können. Im Vergleich zum heißen und trockenen Sommer habe sich der Platz schlicht weicher gespielt als erwartet. „Das ist natürlich das Wetter – darauf haben wir keinen Einfluss“, erklärte sie.

 

Esther Henseleit strahlte am Sonntag trotzdem. Ihr Einzel ging zwar trotz einer 4-auf-Führung gegen Alison Lee noch verloren, doch spätestens beim europäischen Gesamtsieg war die Enttäuschung vergessen. Das Comeback der Amerikanerin war historisch: Noch nie zuvor hatte eine Spielerin beim Solheim Cup einen derart großen Rückstand in einem Einzel noch in einen Sieg verwandelt.

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Deutsche schaffen nächste Q-School-Stufe, LIV Golf meldet Insolvenz an

Dem Traum von einer Spielberechtigung auf der DP World Tour sind zwei Deutsche am Wochenende ein kleines Stück näher gekommen. Martin Gründemann und Yannick Gumowski qualifizierten sich am Seddiner See für die Second Stage der Q-School. Ebenfalls gerade noch weiter kam Michael La Sasso. Der US-Amerikaner gewann zuletzt das LIV-Saisonfinale in Indianapolis und kämpft nun zusätzlich über die Qualifying School um den Weg auf die DP World Tour.

 

Stichwort LIV Golf: Nach dem Rückzug des saudischen Staatsfonds PIF als Geldgeber hat die Serie Insolvenz angemeldet. Über das Verfahren soll das 2022 gestartete Projekt neu aufgestellt werden. Mit der Investmentfirma BC Partners Credit wurde bereits eine Vereinbarung geschlossen, für 2027 ist die Wiederaufnahme des weltweiten Spielbetriebs geplant – vorbehaltlich gerichtlicher Genehmigungen. Das künftige Modell soll unter anderem Mehrheitsbeteiligungen für Spieler, einen kleineren Turnierkalender, ein von 57 auf 75 Spieler erweitertes Feld sowie erstmals einen Cut nach 54 Löchern vorsehen.

 

Auch auf der Pro Golf Tour nähert sich die Spielzeit dem Ende. Zwei Turniere vor Saisonende ist der Kampf um die fünf Aufstiegsplätze weiter offen – und mehrere Deutsche sind mittendrin. Philipp Macionga liegt als Dritter derzeit auf Aufstiegskurs, Max Schmitt folgt auf Rang fünf und würde sich aktuell ebenfalls das Ticket für die HotelPlanner Tour sichern. Dahinter haben Nicolas Horder (6.), Velten Meyer (7.), Tim Tillmanns (8.) und Frederik Eisenbeis (10.) noch Chancen, auf den verbleibenden beiden Turnieren in die Top 5 vorzustoßen. Meyer hatte sich zuletzt durch einen starken zweiten Rang in Hulencourt weiter verbessert.

 So geht es bei MagentaSport weiter

Ab Donnerstag steht mit der BMW PGA Championship bereits das nächste Top-Turnier der DP World Tour an – live ab 13.00 Uhr bei MagentaSport. Auf der PGA Tour startet die neue Saison mit der Biltmore Championship in Asheville. 

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