Elite Team auf Ryder-Cup-Bühne und bei Jubiläum
DP World Tour: FedEx Open de France
Le Golf National, Frankreich, 24. bis 27. September
Nach einjähriger Pause kehrt die Open de France an einen ihrer traditionsreichsten Schauplätze zurück. Die DP World Tour gastiert wieder im Le Golf National vor den Toren von Paris. Für die älteste nationale Open Kontinentaleuropas ist es zugleich die Rückkehr an einen Ort, der eng mit der Geschichte des europäischen Golfsports verbunden ist. 30-mal wurde die französische Meisterschaft bereits im Le Golf National ausgetragen, zwischen 2002 und 2024 sogar ohne Unterbrechung. Im vergangenen Jahr musste das Turnier allerdings aufgrund umfangreicher Bauarbeiten auf den Golf de Saint-Nom-La-Bretèche ausweichen. Nun ist der Albatros Course, der 2018 als Bühne des Ryder Cups fungierte, zurück – und präsentiert sich teilweise verändert.
Grund für die einjährige Pause waren Bauarbeiten im Zusammenhang mit der Verlängerung der Pariser Metrolinie 18: Künftig soll eine Station nur rund 300 Meter vom Clubhaus entfernt entstehen. Die Bauarbeiten wurden genutzt, um den Golfplatz weiterzuentwickeln. Insbesondere die Löcher 4, 5 und 6 erhielten ein neues Design. Insgesamt wurden 17 neue Bunker angelegt. Darüber hinaus wurden mehrere Grüns überarbeitet, die Uferbereiche der Seen angepasst und neue Abschläge gebaut. Das Ziel bestand darin, den Kurs sowohl für Spitzenturniere als auch für den normalen Spielbetrieb fit zu machen.
Als Titelverteidiger reist Michael Kim nach Paris. Der US-Amerikaner feierte im vergangenen Jahr bei seinem Debüt bei der FedEx Open de France ausgerechnet seinen ersten Sieg auf der DP World Tour. Damit war Kim seit Barry Jaeckel im Jahr 1972 der erste US-Amerikaner, der die französische National Open gewinnen konnte. Das Teilnehmerfeld ist hochkarätig besetzt. Angeführt wird es von mehreren Spielern des europäischen Ryder-Cup-Teams: Tommy Fleetwood, Matt Fitzpatrick, Ludvig Åberg und Viktor Hovland schlagen in Paris ab.
Dazu kommen weitere PGA-Tour-Sieger wie Kristoffer Reitan, Ryan Gerard, Cameron Smith und Bud Cauley. Auch mehrere ehemalige Gewinner der Open de France kehren zurück. Neben Kim sind dies Dan Bradbury, Guido Migliozzi, Tommy Fleetwood und Marcel Siem. Letzterer ist einer von sieben deutschen Spielern im Feld. Das Aufgebot besteht namentlich aus Freddy Schott, Nicolai von Dellingshausen, Thomas Rosenmüller, Maximilian Kieffer, Jeremy Paul und Yannik Paul. Schott ist der einzige von ihnen, der unter den Top 100 der Saisonwertung rangiert.
Ein Platz für die Open-Qualifikation
Für einen Spieler geht es in Paris um eine zusätzliche Belohnung. Die FedEx Open de France ist das erste von 19 Turnieren der „Open Qualifying Series” für die 155. Austragung der Open Championship, die 2027 in St. Andrews stattfindet. Der bestplatzierte Spieler, der nach dem Cut noch nicht für The Open qualifiziert ist, erhält ein Startrecht für das vierte Major des kommenden Jahres. Anschließend führt die Qualifikationsserie unter anderem zur Open de España, zur Japan Open und zur Link Hong Kong Open.
LPGA Tour: Walmart NW Arkansas Championship
Pinnacle Country Club, Arkansas, 25. bis 27. September
In dieser Woche macht die LPGA Tour Station in Rogers, Arkansas. Bei der Walmart NW Arkansas Championship wird das 20-jährige Bestehen des Turniers gefeiert. Im Pinnacle Country Club kämpfen 144 Spielerinnen über 54 Löcher um ein Preisgeld von drei Millionen US-Dollar. Insgesamt stehen 15 Spielerinnen aus den Top 30 der Weltrangliste im Feld. Die Besetzung wird von Miyu Yamashita angeführt. Die Japanerin steht aktuell auf Platz fünf der Rolex Womens World Golf Rankings und gewann 2025 die AIG Womens Open. Ebenfalls dabei sind Lottie Woad, Charley Hull, Gaby Lopez, Lauren Coughlin und Nasa Hataoka. Hataoka hat das Turnier bereits zweimal gewonnen.
Nur knapp zwei Wochen nach dem Solheim Cup in den Niederlanden trifft sich ein großer Teil der europäischen und amerikanischen Mannschaft erneut, dieses Mal in Arkansas. Insgesamt 18 Spielerinnen von Bernardus Golf nehmen auch am Jubiläumsturnier teil. Das US-Team wird durch Lauren Coughlin, Megan Khang, Auston Kim, Jennifer Kupcho, Andrea Lee, Yealimi Noh, Angel Yin und Rose Zhang vertreten sein. Für Europa gehen unter anderem Céline Boutier, Carlota Ciganda, Linn Grant, Charley Hull, Nanna Koerstz Madsen, Julia Lopez Ramirez, Leona Maguire, Nastasia Nadaud, Mimi Rhodes und Lottie Woad an den Start. Damit ist das Turnier auch eine Art Wiedersehen nach dem Kontinentalduell, das Europa mit 15:13 für sich entscheiden konnte.
Die deutsche Solheim-Cup-Gewinnerin Esther Henseleit ist diese Woche zwar noch nicht wieder im Einsatz, dafür aber die vier anderen deutschen Spielerinnen Polly Mack, Isi Gabsa, Helen Briem und Sandra Gal. Vor allem Briem befindet sich in guter Form, nachdem sie vergangene Woche bei der La Sella Open lange Zeit um den Sieg mitspielte und am Ende den fünften Platz erreichte. Ein solches Top-Ergebnis wartet auf die 21-jährige Elite-Team-Germany-Spielerin auf der LPGA Tour jedoch noch. Von 13 Starts überstand sie fünfmal den Cut und erreichte einmal die Top 25, zuletzt jedoch verpasste sie dreimal in Folge den Cut. Diese Negativserie soll mithilfe des spanischen Rückenwinds diese Woche beendet werden.
Die Walmart NW Arkansas Championship ist eines der wenigen 54-Loch-Turniere im LPGA-Kalender. Gespielt wird von Freitag bis Sonntag, eine zusätzliche vierte Runde gibt es nicht. Seit Jahren bildet der Pinnacle Country Club die Bühne für das Turnier. 2025 wurde das Turnier allerdings aufgrund von Wetterproblemen auf nur 18 Löcher verkürzt. 2024 hatte Jasmine Suwannapura den Titel gewonnen.
Ladies European Tour: Ladies Italian Open
Golf Club Milano, Italien, 25. bis 27. September
Nach der La Sella Open in Spanien zieht die Ladies European Tour weiter nach Italien. Im Golf Club Milano steht die Buccellati Ladies Italian Open auf dem Programm. Es ist die 28. Austragung der italienischen Womens Open – und zugleich eine Premiere: Erstmals tritt die Schmuckmarke Buccellati als Titelsponsor auf. Passend dazu fällt das Turnier mitten in die Mailänder Fashion Week. Golf und Lifestyle treffen damit in einer Woche aufeinander, in der die italienische Metropole ohnehin im internationalen Rampenlicht steht.
Das Teilnehmerfeld umfasst 120 Spielerinnen aus 33 Nationen. 14 Italienerinnen sind dabei, um den Titel erstmals im eigenen Land zu gewinnen. Das italienische Aufgebot wird von Alessandra Fanali angeführt. Die 26-Jährige ist Botschafterin des neuen Titelsponsors und reist mit Rückenwind nach Mailand. Bei der La Sella Open in Spanien belegte sie in der vergangenen Woche den geteilten zweiten Platz. Den Sieg holte sich die Engländerin Charlotte Heath, die damit ihren ersten LET-Titel feierte. Für Fanali bietet sich in diesem Jahr erneut eine große Chance. Die aus Fiuggi stammende Italienerin vertrat ihr Land bereits bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris. Nun kehrt sie als Profi und nach ihrem starken Ergebnis in Spanien zum Heimturnier zurück.
Auch international ist das Teilnehmerfeld prominent besetzt. Acht Spielerinnen, die in dieser Saison bereits auf der Ladies European Tour gewonnen haben, schlagen in Mailand ab. Dazu gehören Casandra Alexander, die aktuelle Führende der Order of Merit und Siegerin der KPMG Womens Irish Open, sowie Eleanor Givens, die bei der VP Bank Swiss Ladies Open erfolgreich war. Auch die aktuelle Entry List bestätigt die starke Besetzung: Neben den acht Saisonsiegerinnen sind unter anderem Sara Kouskova, Alice Hewson, Emma Spitz und Alexandra Försterling, die aktuell beste Deutsche in der Order of Merit, im Feld. Die Berlinerin liegt auf Rang fünf im Saisonranking und führt auch diese Woche wieder ein starkes deutsches Team in Italien an. Mit dabei sind Patricia-Isabel Schmidt, Celina Sattelkau, Sophie Witt, Verena Gimmy und Sophie Hausmann.
PGA Tour: Presidents Cup
Medinah CC, Illinois, 24. bis 27. September
Der Presidents Cup geht in seine 16. Runde und kehrt dabei an einen der geschichtsträchtigsten Schauplätze des amerikanischen Golfsports zurück. Im Medinah Country Club nahe Chicago treffen die USA und das International Team aufeinander. Gespielt wird auf dem komplett überarbeiteten Course No. 3, auf dem bereits der Ryder Cup, die PGA Championship, die US Open und die BMW Championship ausgetragen wurden. Für das International Team geht es dabei um eine historische Marke: Bislang konnte die Mannschaft den Presidents Cup nur einmal gewinnen – 1998 in Royal Melbourne. Die USA haben 13 der bisherigen 15 Austragungen für sich entschieden und reisen als Titelverteidiger nach Illinois.
Weitere Turniere mit deutscher Beteiligung:
Sunshine Tour: Rwanda Open
Kigali Golf Resort & Villas, Ruanda, 24. bis 27. September
Allen John und Morris Schiefner
Asian Tour: Mercuries Taiwan Masters
Taiwan Golf and Country Club, Taiwan, 24. bis 27. September
Maximilian Rottluff







