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Die Kapitäne: Brandt Snedeker (USA) und Geoff Ogilvy (International) führen ihre Teams beim Presidents Cup 2026 im Medinah Country Club an. | © Ben Jared/Getty Images

Presidents Cup: Team USA ist der haushohe Favorit

Der Wettbewerb

Der Presidents Cup ist ein Mannschaftswettbewerb, der alle zwei Jahre nach dem Vorbild des Ryder Cup zwischen den besten Profis aus den USA und denen aus dem „Rest der Welt“ (mit Ausnahme von Europa) ausgetragen wird.

Der Termin

Der Presidents Cup findet vom 22. bis 26. September statt, wobei am 22. und 23. September die Proberunden gespielt werden. Der eigentliche Wettkampf zwischen den USA und dem Rest der Welt beginnt am 24. und endet am 27. September.

Der Platz

Der Course No.3 des Medinah Country Clubs nordwestlich von Chicago (Illinois) ist 6917 Meter lang und ein Par 72. Die Anlage ist der fünfte Presidents-Cup-Austragungsort in den USA. Auf dem Platz fanden bereits die BMW Championship 2019, der Ryder Cup 2012, zwei PGA Championships, drei US Open-Evens, die US Senior Open 1988 sowie weitere Profiturniere statt. Der von Tom Bendelow entworfene und 2024 umgestaltete Course No.3 ist das Herzstück von Medinah und zeichnet sich durch größere Grüns, imposantere Bunker und breitere Fairways aus, ergänzt durch weite Sichtachsen und großflächige Bereiche mit tückischem Rough.

Die Kapitäne

Brandt Snedeker wird Team USA als Captain in den Presidents Cup 2026 führen; bei Team International steht der Australier Geoff Ogilvy auf der Kommandobrücke. Der 48-jährige Pro aus Adelaide hat einen Majorsieg (US Open 2006) auf dem Konto, wohnt mit Familie in Scottsdale/Arizona und war beim Presidents Cup 2009 als Spieler dabei. Ogilvys Architekturbüro war an der Renovierung von Course No.3 von Medinah beteiligt. Snedeker ist 45 Jahre alt, lebt mit Familie in Nashville und holte zahlreiche Top-Ten-Platzierung bei Majors, einen ganz großen Titel holte er im Einzel allerdings nicht. Dafür gewann er mit Team USA als Spieler den Presidents Cup 2013 und den Ryder Cup 2016, wo er mit Brooks Koepka ein Fourball-Match gegen die Paarung Kaymer/Willett mit 5&4 holte.

Der Modus

Es werden an vier Tagen insgesamt 30 Matches im Lochspiel-Modus (Matchplay) ausgetragen. Jedes Match zählt einen Punkt (bei Gleichstand nach 18 Löchern gibt es für jedes Team 0,5 Punkte). Los geht’s am Donnerstag, 24. September, mit fünf Foursomes (Vierer mit abwechselndem Schlag), dann am Freitag, 25. September, fünf Fourballs (Bestball, jeder spielt seinen eigenen Ball, das beste Ergebnis zählt) sowie am Samstag, 26. September, je vier Foursomes und vier Fourballs (in zwei Sessions aufgeteilt) – und abschließend am Sonntag, 27. September, die zwölf Einzelmatches.

Die Teams

Jedes Team besteht aus zwöl Spielern und einem Kapitän. Sechs Spieler qualifizierten sich automatisch über Ranglisten (USA über FedExCup-Punkte, das internationale Team über die Weltrangliste OWGR), die anderen sechs Spieler wurden als Captain's Picks nominiert.
 

Für die USA treten 2026 an:
 

  • Scottie Scheffler
  • Cameron Young
  • Wyndham Clark
  • Sam Burns
  • Russell Henley
  • Collin Morikawa (alle über Rangliste)
    sowie
  • Jacob Bridgeman
  • Patrick Cantlay
  • Chris Gotterup
  • Jackson Koivun
  • Xander Schauffele
  • Justin Thomas (alle Captain's Pick)



Team International spielt 2026 mit:
 

  • Si Woo Kim (Südkorea)
  • Ryan Fox (Neuseeland)
  • Hideki Matsuyama (Japan)
  • Min Woo Lee (Australien)
  • Tom Kim (Südkorea)
  • Adam Scott (Australien)
    sowie
  • Corey Conners (Kanada)
  • Nick Taylor (Kanada)
  • Nico Echavarria (Kolumbien)
  • Sungjae Im (Südkorea)
  • Ryo Hisatsune (Japan)
  • Christiaan Bezuidenhout (Südafrika)

Die Historie

Auf Initiative der PGA Tour gegründet, wurde der Wettbewerb erstmals 1994 ausgetragen und zu Ehren des früheren US-Präsidenten Gerald Ford, der die Schirmherrschaft übernommen hatte, Presidents Cup getauft. 1994 und 1996 fand die Veranstaltung in den USA statt, seit 1998 wechselt der Austragungsort jeweils zwischen den USA und einem Ort anderswo auf der Welt.

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Der Favorit

Ganz klar der Gastgeber: Die USA haben nicht nur die deutlich besseren Einzelspieler, sondern auch das ausgeglichenere Team. Amerika gewann die letzten zehn Ausgaben und ist haushoher Favorit. 2024 gab's in Kanada ein 18,5:11,5 für die USA. Und sie haben Heimrecht – in Medinah, wo sie definitiv etwas gutzumachen haben (siehe Punkt “Medinah? Da war doch was!”).

Die Generalprobe

Ja, es spielen Team USA gegen Team International ohne Europa. Luke Donald und Co. werden aber sicher ein Auge auf die Matches von Medinah werfen, denn: In ziemlich genau einem Jahr steht der Ryder Cup in Irland (Adare Manor) an. Dann wollen die USA den großen Wurf schaffen und die Trophäe nach zuletzt zwei Niederlagen endlich wieder gewinnen.

Medinah? Da war doch was!

2012 fand der Ryder Cup hier statt. Und ein Deutscher schrieb Golfgeschichte: Vor den letzten Einzeln am Sonntag führten die Amerikaner mit vier Punkten. Kaum jemand setzte noch einen Burger auf Team Europe. Doch dann kamen Ian Poulter, der sich in einen Rausch spielte, und Martin Kaymer, der im finalen Duell gegen Steve Stricker die Nerven bewahrte – und den entscheidenden Putt lochte. Europa siegte 14,5:13:5 und schaffte damit das später viel zitierte „Wunder von Medinah“.

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