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Beste Deutsche nach Runde eins: Sofia Maier-Borst vom GC St. Leon-Rot bringt einen Eagle unter und steht auf Rang drei | © DGV/STEBL

19 Ergebnisse unter Par

Bad Saarow – Besonders stark vertreten sind Frankreich mit zehn Athletinnen sowie Italien (8), Schweden, Tschechien und England (jeweils 7) und Dänemark mit sechs Teilnehmerinnen. In dem Feld aus 105 Athletinnen stellt naturgemäß Deutschland mit 35 Spielerinnen das größte Kontingent beim Heimturnier.

Das internationale Interesse ist aber sehr hoch, weil die GBG als Qualifikationsturnier für den Junior Solheim Cup gewertet wird. Alle Teilnehmerinnen haben ein Minushandicap. Beste Vorgabe im Feld ist Anna Ludvova, die mit einem Handicapindex von -7,6 antritt.

Unglücklicher Start

Besagte Anna Ludvova, die sich vor wenigen Wochen im G&CC Seddiner See den Titel der German International Ladies Amateur Championship gesichert hatte und damit auch einen LET-Startplatz beim Amundi German Masters powered by VcG bekam, ist in Bad Saarow ebenfalls wieder am Start.

Die 18-Jährige aus Tschechischen Republik ging von Tee 10 auf die Runde und musste direkt einen Doppelbogey notieren, nachdem ein Schlag aus einem Divot in der Länge nicht gut zu dosieren war. Damit war das Momentum zunächst verloren und nach neun Löchern lag Ludvova schon bei fünf über Par.

Auf ihrer Back Nine riss sich das Talent aus dem Nachbarland aber zusammen und brachte satte fünf Birdies unter. Am Ende kam Ludvova mit einer 75 (+2) von dem Platz, der sich für die Mädchen mit 5.784 Metern als Par 73 spielt.

Die Erinnerung an ihre erste Erfahrung auf der LET zaubert der Tschechin ein Lächeln ins Gesicht, auch wenn sie nicht im Cut war. Nach dem Turniersieg am Seddiner See hatte Ludvova nur einen Tag, um im Prag den Koffer neu zu packen. Bei dem kalten Wetter in Winsen brach dann allerdings ein Infekt durch, sodass die gewonnene Wildcard zwar ein großes Erlebnis war, aber der sportliche Erfolg sich nicht einstellen konnte. 

„Die Tage im Umfeld der Tour waren eine großartige Erfahrung. Auch wenn ich etwas krank war, hat es riesig Spaß gemacht, dort zu sein. Alle Leute waren super nett zu mir. Das war für mich sehr wertvoll“, strahlte die Siegerin der GILAC 2026, obwohl ihre Auftaktrunde von Bad Saarow nicht gut verlaufen war.

Bester Start

Den besten Start ins Turnier hatte Ebba Mejer. Die Schwedin hat schon einige Turniersiege auf der Habenseite, nennt als ihren bisher größten Erfolg selbst aber den sechsten Platz in der Zählspielqualifikation der British Girls Amateur Championship.

Der Auftritt der 17-Jährigen war beeindruckend, denn zweimal legte die Schwedin einen Zwischenspurt auf den Palmer Course. Ihrem ersten Birdie auf Loch 5 ließ sie bis zum Wechsel auf die Back Nine noch die Birdies folgen. Richtig tief ging es, als sie von Loch 12 bis Loch 16 vier Birdies notieren durfte.

Nach dem letzten Putt war Mejer sehr happy: „Das Wichtigste bei meinem Spiel heute war mein Putten. Ich finde, der Palmer Course hier in Bad Saarow ist ein wirklich unterhaltsamer und interessanter Platz, der einen dazu zwingt, gründlich nachzudenken und sich an den Spielplan zu halten.“

Französin auf Platz zwei

Am Abend des ersten Wettkampftages belegt Romane Poissonnier den zweiten Platz. Nach zwei frühen Birdies kassierte die 18-Jährige auf dem 18. Grün das einzige Bogey. Weiter ging es auf Loch 1 und die eigentliche Front Nine war ein Musterbeispiel für solides Spiel. Vom Tee ging es immer schnurgerade und sicher ins Ziel. Lohn war ein Eagle auf Loch 6 und ein Birdie auf Loch 8. Unter dem Strich stand dadurch eine 69 (-4).

„Meine Abschläge waren heute besonders gut. Dass ich 17 Grüns in Regulation erreicht habe, hat mir sehr dabei geholfen, ein niedriges Ergebnis zu erzielen.Der Palmer Course des GC Bad Saarow ist in einem wirklich guten Zustand, was sehr viel Freude bereitet. Da man hier viele Birdies erzielen kann, macht es großen Spaß, auf diesem Platz zu spielen“, freute sich die Französin, die es im US-Collegegolf schon dreimal in die Top Ten geschafft hat.

Beste Deutsche

Beste Deutsche war Sofia Maier-Borst. Die Athletin des GC St. Leon-Rot startete um 8.00 Uhr auf Tee 1 und brachte schon auf Loch 6 ein Eagle unter. Das Par 5 mit 397 Metern war mit einem Hybrid im zweiten Schlag sicher erreicht. Der Putt war aber noch eine echte Herausforderung und so war die Freude groß, als der Ball tatsächlich in die Dose fiel. Es folgte direkt danach zwar ein Bogey, aber dabei blieb es auch. Auf der Back Nine konnte die 18-Jährige noch zwei Birdies nachlegen und damit den Score auf 70 (-3) drücken. Vor der zweiten Runde teilt die in Madrid geborene Athletin den dritten Platz mit der Schwedin Wilma Augustsson.
 

„Es war natürlich toll, direkt im ersten Flight rausgehen zu dürfen. Ich habe heute sehr, sehr solide gespielt habe, viele Fairways und Grüns getroffen, weil ich gar keine großen Fehler gemacht habe. Ich werde jetzt einfach weiter mein Ding machen, im Moment bleiben, Schlag für Schlag. Ich habe heute gute Sachen gemacht. So möchte ich morgen und übermorgen einfach weitermachen und bei mir bleiben“, analysierte die Kurpfälzerin den Tag und blickte gleichzeitig zuversichtlich voraus.

Wetter

Auf der Proberunde und der ersten Wettkampfrunde war es frühsommerlich warm und der Wind war zwar spürbar, konnte aber mit etwas Erfahrung gut beherrscht werden. In der Nacht drohen heftige Regenfälle, die am Freitag wohl auch noch die frühen Startzeiten beschäftigen werden.

Ab 8.00 Uhr wird erneut von Tee 1 und Tee 10 bis 9.28 Uhr gestartet. Der zweite Block geht ab 12.30 Uhr raus, die letzten Athletinnen starten um 13.47 Uhr in ihre zweite Runde.

Parallel spielen auf den Faldo Course die Jungen ihre zweite Wettkampfrunde. Die großzügige Anlage am Scharmützelsee südöstlich von Berlin ist für ein Turnier dieses Formats perfekt geeignet und bietet zwei Championship-Plätze von herausragendem Layout mit ganz unterschiedlichen Zuschnitten.

 

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