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Der Falkensteiner Johann Mons beendet den zweiten Turniertag als bester Deutscher. | © DGV/ Tiess

Mons jagt Orsel

Der Familientradition verpflichtet

Orsels erster Verfolger ist Johann Mons vom Hamburger GC, der mit seiner starken 68 bei nunmehr 140 Schlägen (-4) steht und seine Platzierung von T16 auf T2 drastisch verbesserte. Seine Platzierung teilt sich Mons mit dem Norweger Mathias Aase (Sola GK). Für Matthias Boje, den Trainer der Falkensteiner Herrenmannschaft, ist diese Entwicklung keine Überraschung:

 

„Die Jungs kommen ja nicht her, um mitzuspielen – die wollen vorne dabei sein, und bei Johann hat sich das schon gestern angedeutet. Da hat er beim Putten noch einiges liegen gelassen, heute hat das nochmal besser funktioniert. Er bringt seit den letzten beiden DGL-Spieltagen eine richtig starke Formkurve mit und hat diesen schweren, sehr selektiven Platz bislang wirklich gut gemeistert.“ Boje lobt vor allem das solide lange Spiel vom Tee und den insgesamt stabilen Auftritt seines Schützlings: „Auf diesem Platz musst du dein Spiel wirklich beisammen haben und es ist etwas Besonderes, in so einem Turnier im Leaderflight zu starten – so eine Herausforderung und Chance bekommt man nicht oft.“

 

Und ganz sicher verfolgt die Familie von Johann Mons seine Finalrunde mit. Dazu gehören unter anderem die hochdekorierte Großmutter Marion Thannhäuser sowie der seit Jahrzehnten europaweit bekannte Onkel Michael Thannhäuser, der aktuelle Generalsekretär der European Golf Association.

Verfolger eng gestaffelt

Auch hinter der Führungsgruppe steht das Feld eng zusammen: Der Engländer Aaron Moody (Burhill GC)  folgt mit 141 (-3) auf Rang vier, während Fredrick Adolf (GC Rheinhessen) und Michael Mayer (GC Am Habsberg) als weitere Deutsche auf dem geteilten fünften Rang bei 142 (-2) in aussichtsreicher Position liegen. Dabei hat Adolf seine Platzierung insbesondere seinem starken Start (Birdie) sowie dem noch stärkeren Finish (Birdie-Birdie) zu verdanken.

 

Aus deutscher Sicht ist die Ausgangslage vor der Finalrunde damit durchaus vielversprechend - vor allem wenn es um die Medaillenränge insgesamt geht. Neben Mons, Adolf und Mayer behaupten sich mit Moritz Küls (GC Neuhof) und Tim Brohl (GC Rhein-Sieg) zudem noch zwei weitere Deutsche in den Top Ten - beide Spieler liegen mit 143 Schlägen (-1) auf dem geteilten zehnten Rang. Ebenfalls im erweiterten Vorderfeld halten sich Lauro Merten (GC Hubbelrath) und Maximilian Franck (GC Bayreuth) auf T18. Insgesamt sind 36 Deutsche im Feld der 108 gestarteten Athleten.
 

Spektakuläre Schläge

Für zwei außergewöhnliche Highlights sorgten am zweiten Turniertag Rafael Amiel und Malte Seidemann. Der Franzose Amiel notierte an Bahn 17 ein Hole-in-One, rangiert nach Runden von 82 und 73 Schlägen mit insgesamt 155 (+11) aber nur auf dem geteilten 84. Rang. Zudem gelang dem von Tee 10 gestarteten Malte Seidemann (GC Hubbelrath) ein Albatros an Bahn 1 aus 220 Metern. Trotz dieses Kunststücks liegt er mit 154 Schlägen (+10) leider nur auf T77. Und der Vollständigkeit halber sei auch dies erwähnt: Titelverteidiger Filip Grave hat sich nach seiner 77 vom Auftakt zwar mit einer starken 71 stabilisiert, liegt mit insgesamt 148 Schlägen (+4) aber lediglich auf dem geteilten 32. Rang. Eine realistische Chance auf die Titelverteidigung sieht ehrlicherweise anders aus.

Die Entscheidungen in diesem prestigeträchtigen Turnier fallen in der nun anstehenden dritten Wertungsrunde. Das Turnier wird - wie schon erwähnt - ohne Cut gespielt. Alle noch im Turnier befindlichen Jungen treten also auch am dritten Tag an. Gestartet wird nach Ergebnis - die hohen Scores beginnen um 08:00 Uhr von den Abschlägen 1 und 10, wobei die höchsten Scores von Tee 10 starten. Die Führungs-Spielgruppe geht um 14:06 Uhr von Abschlag 1 auf die Runde. Die Außenbedingungen werden nochmal sonniger erwartet als am zweiten Turniertag, wobei auch der schon mit ziemlich optimalen und dazu niederschlagsfreien Temperaturen zwischen 18 und 20 Grad Celsius daherkam.

 

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