Heider vorne, Domin im Jagdmodus – Städler kontrolliert das Feld
Heider konstant souverän
Der zweite und zugleich vorletzte Tag der Deutschen Meisterschaften AK 65/75 im GC Halle behielt sein bestimmendes Thema: die Hitzebelastung. Dieses Mal mussten die Spielerinnen und Spieler mit Temperaturen um die 40-Grad-Marke zurechtkommen. Gespielt wird die gesamte Meisterschaft deshalb über drei Runden mit jeweils neun Löchern. Die Frauen AK 65 und die Männer AK 75 absolvieren durchgehend die Bahnen 1 bis 9 (Par 36), die Männer AK 65 spielen die Löcher 10 bis 18 (Par 35).
In der AK 65 der Frauen hat Astrid Heider (GC Am Reichswald) ihre Führung am zweiten Tag nicht nur verteidigt, sondern sogar ausgebaut. Nach ihrer 37 zum Auftakt (+1) ließ sie eine 40 (+4) folgen und geht mit insgesamt 77 Schlägen (+5) in den Finaltag. Hinter Heider hat sich das Klassement allerdings deutlich neu sortiert.
Während Petra Schulz (GC Darmstadt Traisa) und Brigitte Mergner (GC Neckartal), die nach Runde eins noch gemeinsam mit Silke Kappmeier (GC Hamburg-Ahrensburg) den geteilten zweiten Platz belegt hatten, zurückfielen, blieb Kappmeier vorne dabei. Schulz rutschte nach einer 51 mit insgesamt 91 Schlägen (+19) auf Rang 15 ab, Mergner fiel nach einer 44 und insgesamt 84 Schlägen (+12) auf Platz neun zurück.
Die sich damit eröffnende Chance wurde genutzt: Alexandra Gütermann (GC Gütermann Gutach) schob sich mit einer 39 auf insgesamt 81 Schläge (+9) nach vorn, ebenso behaupteten Silke Kappmeier mit einer 40 und Gerda Preissing (Stuttgarter GC Solitude) mit einer weiteren 40 ihre Position im Titelrennen. Das Trio teilt sich damit vor dem Finaltag Rang zwei – vier Schläge hinter Heider.
Domin jagt, Städler kontrolliert
In der AK 65 der Männer bleibt Claus Mühlfeit (GC Heddesheim Neuzenhof) vorn, doch Christian Domin (Hamburger GC) ist ihm dicht auf den Fersen. Mühlfeit ließ seiner starken 33 (-2) vom ersten Tag eine 37 (+2) folgen und führt mit insgesamt 70 Schlägen (Even Par). Domin hielt mit einer 36 (+1) dagegen, steht bei 71 (+1) und hat sich als Titelverteidiger vor dem Finaltag in eine vielversprechende Position gebracht.
Auch Bernd Wolf (GC Hannover) mischt mit 72 Schlägen weiter vorne mit. Auf Platz vier steht ebenfalls aussichtsreich Friedrich-Karl Hohendahl (GC Hösel) mit insgesamt 73 Schlägen (+3). Ihm folgt mit 75 Schlägen (+5) eine Gruppe von ganzen neun Spielern, die allesamt noch sehr gute Chancen auf einen der Medaillenplätze haben.
Für das auffälligste Ergebnis liefert in der AK 75 weiter Christoph Städler (Osnabrücker GC) die Geschichte des Turniers. Nach seiner überragenden 31 zum Auftakt hielt der Architekt des Hallenser Meisterschaftsplatzes am zweiten Tag mit einer 36 den Kurs und führt mit insgesamt 67 Schlägen. Suat Bicer (Berliner G&CC Motzener See) rückte mit einer starken 34 auf 72 Schläge und Rang zwei vor. Dahinter folgt der amtierende Vizemeister Waldemar Krüger (Bochumer GC) mit 73 Schlägen vor Christopher Wood (Oberhessischer GC Marburg) und Veit Pagel (Hamburger GC), die beide bei 74 liegen.
Damit ist die Ausgangslage vor dem Finaltag klar umrissen. In der Frauenkonkurrenz geht Astrid Heider zwar als Gejagte, aber dafür mit einem guten Polster, in den Finaltag. In der AK 65 der Männer läuft vieles auf einen direkten Zweikampf zwischen Herausforderer Mühlfeit und Titelverteidiger Domin hinaus. Und in der AK 75 spricht einiges dafür, dass Christoph Städler mit einer weiteren kontrollierten Runde den Titel erspielt.








