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Volle Fokussierung: Die eigene Wahrnehmung beeinflusst auch die Spielroutine. | © golfsupport.nl/Stefan Heigl

Selbst-Check: Besser spielen ohne technische Anweisungen

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, wie Sie Ihr Golfspiel verbessern können. Die meisten machen es so: Sie arbeiten emsig an ihrer Technik – an Rückschwung, Rotation oder Treffpunkt – und lassen sich immer wieder von einem Pro darauf hinweisen, was falsch läuft und worauf es zu achten gilt, damit es besser klappt.

 

Es gibt aber auch einen anderen Weg, jenseits von technischen Instruktionen und Beurteilungen eines Golflehrers. Dabei steht die bewusste Wahrnehmung im Fokus. Also zum Beispiel das Fühlen von Körper und Schläger, ohne sich dabei angestrengt zu bemühen, Bewegungen korrekt auszuführen. Grundlage ist die Annahme, dass Menschen aus ihren eigenen Erfahrungen schneller und nachhaltiger lernen können als durch Anweisungen.

Was abseits der Technik wichtig ist

Einer, der auf diesen Ansatz schwört, ist Frank Pyko. Der erfahrene Golfcoach und Verleger des Buchklassikers „Inner Game Golf“ konzentriert sich in der Zusammenarbeit mit Golfern darauf, das zu vermitteln, was abseits der richtigen Technik wichtig ist für ein gutes Spiel. Für Golf.de hat Pyko eine vierteilige Videoserie zu seinem Konzept der „Zugegenheit“ produziert, mit kurzen Tipps und Impulsen für das Spiel. Im ersten Teil (s. unten) erklärt er die Bedeutung einer Spielroutine.

 

„Die Klasse Ihres Scores hängt davon ab, wie gut Sie Ihr Spiel auf dem Platz gestalten – und das zeigt sich in der Art Ihrer Spielroutine“, sagt Pyko. Er lädt Sie im Video zu einem kurzen Selbstcheck ein, um eigene Spielroutinen zu überprüfen. Die Übungen, die Pyko dafür vorstellt, unterteilen sich in drei Phasen, mit denen Sie auf neun Löchern experimentieren können.

Drei Phasen, drei Übungen

Zukunft: Wohin und wie wollen Sie den Ball schlagen?

 

Widmen Sie sich dieser Frage auf den ersten drei von neun Bahnen. Entwickeln Sie eine klare Vorstellung davon, wie Sie Ihren Ball schlagen wollen, welchen Schläger Sie wählen und wo die Kugel idealerweise landen soll. Blenden Sie alles andere aus – ihr Fokus sollte möglichst nur auf der Vorbereitung liegen.

 

Gegenwart: Wie präsent sind Sie in der Schlagbewegung?

 

Auf den Bahnen vier bis sechs fokussieren Sie sich nun ausschließlich auf die Phase, in der Sie den Ball ansprechen und schlagen. „Ziel ist es, mit der ganzen Aufmerksamkeit bei sich und im Körper zu sein“, sagt Pyko. Beobachten Sie sich selbst und analysieren Sie, wie Ihnen das gelingt und wie präsent Sie tatsächlich sind. Achten Sie auch darauf, welche Gedanken Sie möglicherweise ablenken.

 

Vergangenheit: Wie gehen Sie nach dem Schlag mit dem Ergebnis um?

 

Finden Sie auf den letzten drei Bahnen heraus, wie Sie mit den Ergebnissen Ihrer Schläge umgehen. Ziel ist es diesmal, vergangene Schläge so abzuhaken, dass Sie sich unbelastet auf den nächsten Schlag vorbereiten können – und nicht über den missglückten Drive oder den verkorksten Pitch grübeln. Beobachten Sie, was misslungene Schläge in Ihnen auslösen und auf welche Weise Sie diese verarbeiten.

 

Pykos Tipp für alle drei Phasen: Machen Sie sich zwischendurch auf der Runde kurze Notizen – die helfen Ihnen später beim Analysieren. 

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