Quirmbach-Tipp 15/20: Zwei Putt-Techniken für mehr Präzision
Eine Binsenweisheit auf dem Golfplatz geht so: Kein Putt ist wie der andere. Natürlich nicht, weil Sie niemals zweimal denselben Schlag ausführen können. Und doch lassen sich Putts grob in zwei Kategorien unterteilen – in kurz und lang. „Das sind fast entgegengesetzte Sportarten mit ganz verschiedenen Aufgabenstellungen“, sagt Stefan Quirmbach in Teil 15 seiner exklusiven Videoserie auf Golf.de. Die hat bereits im letzten Jahr begonnen, als Quirmbach doppeltes Jubiläum feierte (40 Jahre PGA Golf Professional und 20 Jahre Golfschule im GC Hardenberg), und zieht sich munter weiter durch die laufende Saison.
Was bei langen Putts wichtig ist
„Beim langen Putt kommt es auf die Dosierungsfähigkeit an“, erzählt der Master-Professional, während beim kurzen vor allem auf die Ausrichtung der Schlagfläche zum Loch entscheidend. Eines haben Putts aller Längen gemeinsam: Die Unterarme bleiben stets gerade. Deshalb, so erklärt es Quirmbach, sind die Puttergriffe anders gebaut als bei Eisen oder Drivern.
Die Rolle der rechten Hand
Zwei verschiedene Putt-Strategien erläutert Quirmbach im Video. „Beim langen Putt kommt es darauf an, dass meine rechte Hand weich mit einpendelt und ich den Putterkopf immer auf meine linke Seite durchführe und dann nachblicke“, erklärt der Experte. Wichtig: der Griffdruck ist dabei ebenso entspannt wie Ihre Körperhaltung. Der Griff ähnelt beim langen Putt eher dem bei einem normalen Schlag. „Meine Hände kommen auf dem Griff etwas mehr nach innen“, sagt Quirmbach. Beide Daumen befinden sich auf dem Griff.
Veränderungen bei kurzen Putts
„Beim kurzen Putt ändert sich die Strategie“, erklärt Quirmbach. Er stellt seinen Putter nun etwas steiler auf, da er so gerader pendelt, außerdem greift er den Schläger kürzer. Die Hände dreht er etwas mehr nach außen. So blockieren sich die Unterarme gegenseitig und Sie verhindern eine Verdrehung des Putterkopfes. „Jetzt achte ich darauf, dass ich den Griffdruck meiner linken Hand sehr fest halte“, sagt Quirmbach. Er holt ebenso kurz aus wie er nach dem Treffpunkt nach vorn pendelt. In der Endposition verharrt er, bis der Ball im Loch ist – denn wenn technisch alles passt, landet die Kugel genau dort.
Quirmbachs Fazit: „Je mehr ich diese zwei Techniken unterscheide, umso größer mein psychologischer Vorteil.“









