Fünfter nach Runde eins – Deutschland trotzt schwierigen Bedingungen
Die Zeit der akribischen Vorbereitung, des Einschwingens und der Proberunden ist vorbei. Nun geht es los: Die Team-EM der Jungen ist gestartet – und das deutsche Team liegt nach dem ersten, etwas verregneten Turniertag mit neun Schlägen über Par auf Rang fünf. Bundestrainer Pascal Proske ist mit dieser Ausgangslage zufrieden. Vor allem, weil der Rückstand auf Tabellenführer Schweiz (+4) nur fünf Schläge beträgt .
Besonders überzeugte Anton von L'Estocq: Der Spieler des GC Feldafing notierte auf dem anspruchsvollen Platz nahe Brünn 15 Pars, zwei Birdies und nur ein Bogey. Seine 71 (-1) war eine der besten Runden des Tages – lediglich fünf der insgesamt 96 Spieler konnten sein Ergebnis unterbieten.
Auch die restlichen Teammitglieder, fünf von ihnen EM-Debütanten, präsentierten sich solide. Der amtierende deutsche AK14-Meister Bjarne Murr (Münchener GC) und Colin Bärmann (Burgdorfer GC) kamen mit 74 Schlägen (+2) ins Clubhaus zurück, Leopold Heß (G&LC Holledau) und Leonas Jung (GC St. Leon-Rot) mit je 75 (+3). Die 78 (+6) von Leo Böhm (GC Olching) wurde gestrichen.
„Es war ein harter und langer Tag“, resümierte der Bundestrainer. „Zwischenzeitlich hat ein Wolkenbruch für eine Unterbrechung gesorgt, die Grüns standen unter Wasser, es hat etwas gedauert, bis es weiter ging. Die Jungs haben es wirklich sehr gut gemacht. Der Platz ist wirklich nicht einfach. Vor allem die Grüns sind schnell, weisen Grain auf und sind darüber hinaus auch noch sehr wellig. Vom Abschlag braucht es gute Richtungskontrolle und vor allem clevere Entscheidungen. Wir haben uns in eine gute Ausgangsposition gespielt und freuen uns auf den zweiten Tag. Die gute Nachricht ist: Es wird am Mittwoch weniger regnen, dafür wird allerdings der Wind auffrischen. Insofern wird es herausfordernd bleiben. Wir hoffen, dass wir uns vielleicht noch um ein paar Plätze nach oben schieben können.“
Schweiz vorn – Beeli mit Tagesbestwert
Vor der zweiten Zählspielrunde beträgt Deutschlands Vorsprung auf Rang neun bereits zwölf Schläge. Sollte das Team eine ähnlich stabile Leistung abrufen, wäre die Qualifikation für Flight A wahrscheinlich.
An der Spitze liegt die Schweiz, angeführt von Yannick Beeli. Seine 67 (-5) war die niedrigste Runde des Tages. Damit führt das Schweizer Team mit insgesamt +4 das Klassement vor Schweden und Gastgeber Tschechien (jeweils +7) an. Frankreich folgt auf Platz vier (+8).
Startzeiten am Mittwoch (zweite Zählspielrunde)
- 9:50 Uhr – Anton von l’Estocq (GC Feldafing)
- 10:30 Uhr – Leonas Jung (GC St. Leon-Rot)
- 11:10 Uhr – Colin Bärmann (Burgdorfer GC)
- 13:50 Uhr – Bjarne Murr (Münchener GC)
- 14:30 Uhr – Leo Böhm (GC Olching)
- 15:10 Uhr – Leopold Heß (G&LC Holledau)
Kurz erklärt: Der Modus der Team-EM
An den ersten beiden von insgesamt fünf Turniertagen steht bei der Team-EM der Jungen die Zählspielphase im Fokus. Auf deren Basis werden die acht besten Mannschaften ermittelt, die ab Donnerstag im sogenannten Flight A in die K.-o.-Phase einziehen – und dort den Europameistertitel unter sich ausspielen. Die Teams auf den Rängen 9 bis 16 treten im Flight B an. Dort geht es dann nicht mehr um Medaillen.
Jedes Team schickt sechs Spieler ins Rennen, von denen jeweils fünf Ergebnisse in die Wertung eingehen. Die schwächste Runde des Tages wird gestrichen.
Parallel zur Team-EM der Jungen spielen in dieser Woche auch die Damen, Herren und Mädchen um die EM-Titel.
Der Austragungsort: Kaskáda Golf Resort
Die Team-EM der Jungen findet im Kaskáda Golf Resort rund 15 Kilometer nordwestlich von Brünn statt. Die 27-Loch-Anlage liegt in einem langgestreckten Tal zwischen Kuřim und Jinačovice und bietet mit ihrem kaskadenartigen Layout und weitem Ausblick eine beeindruckende Kulisse.













