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Im Fokus: Wyndham Clark, Dominic Foos und Martin Kaymer
Im Fokus: Wyndham Clark, Dominic Foos und Martin Kaymer | © Getty Images

Clark macht es nochmal spannend, Titel für Foos und Kaymer in Drop Zone

Es war turbulent am Sonntag. Und das war nicht unbedingt zu erwarten. Denn Wyndham Clark hatte vor dem Finale der BMW Championship fünf Schläge Vorsprung auf die nächste Konkurrenz. Doch der zweimalige US-Open-Gewinner begann seine Runde mit einem Bogey, kassierte weitere Schlagverluste auf der sechsten und zehnten Bahn und verpasste es vorerst, durch Birdies den Puls zu senken. So entwickelte sich zwischenzeitlich ein enges Titelrennen mit Protagonisten wie Rory McIlroy, Gary Woodland und Patrick Cantlay. Letzterer konnte für einen Moment sogar gleichziehen. Doch am Ende zeigte Clark, was ihn beim zweiten FedEx-Cup-Playoff-Turnier bereits an den ersten Tagen ausgezeichnet hatte: spektakuläres Golf.

 

Er beendete das Turnier mit drei Birdies auf der 16, 17 und 18 – und stemmte zum dritten Mal in dieser Saison (zuvor CJ Cup und US Open) den Siegerpokal gen Himmel. „Ich denke, es zeigt, dass ich zu den besten Spielern der Welt gehöre“, sagte Clark auf die Frage, was ihm eine solche Woche über sein eigenes Leistungsvermögen zeige. „Ich weiß, dass viele Leute vielleicht kritisch mit mir umgehen und anderen Spielern die Daumen drücken, aber ich habe das Gefühl, inzwischen meinen eigenen Weg gefunden zu haben. Drei Siege in einer Saison – das ist mein bislang bestes Jahr. Nachdem ich aus meinem schlechtesten Jahr überhaupt gekommen bin, bin ich einfach sehr zufrieden damit, wo ich aktuell stehe.“

Highlight-Clip: Clark zum Dritten

Yamashita überragt alles, Kaymer in Drop Zone

Auch Miyu Yamashita hatte die Finalrunde der CPKC Womens Open in Alberta, Kanada, mit einem Polster von sechs Schlägen auf die Konkurrentinnen eröffnet – und konnte nach einer 66 ihren Vorsprung sogar noch ausbauen. Es war ein Start-Ziel-Sieg. 23 unter Par. Insgesamt 257 Schläge, was die Einstellung des LPGA-Rekords bedeutete. Und ein Vorsprung von neun Schlägen. Fest steht: Die Japanerin spielte ihr eigenes Turnier. Es war der vierte Sieg auf der LPGA Tour für die British-Open-Gewinnerin von 2025.

 

Die LIV Golf League erlebte ein Saisonfinale mit einem unerwarteten Sieger und einer ungewissen Fortsetzung. Während US-Rookie Michael La Sasso das Event in Indianapolis für sich entscheiden und seinen ersten Profisieg feiern konnte, gab es in puncto Zukunft der Saudi-Liga wenig Neuigkeiten. Zwar scheint die Liga nach dem Rückzug des saudischen Staatsfonds PIF einen neuen, bislang nicht genannten Hauptinvestor gefunden zu haben, fest scheint aber auch zu stehen, dass LIV künftig deutlich kleiner aufgestellt sein wird: Für 2027 sind nur noch zehn statt bislang 14 Turniere vorgesehen, zudem soll das bisherige Modell mit hohen garantierten Zahlungen stärker durch Unternehmensanteile für die Spieler ersetzt werden.

 

Damit stellt sich vor allem die Frage, ob die größten Namen an Bord bleiben. Martin Kaymer äußerte sich nach dem Treffen mit dem potenziellen neuen Geldgeber vorsichtig optimistisch. „Der Investor ist begeistert. Es gibt noch einige Dinge, die geklärt werden müssen, aber ich fand das Treffen positiv“, sagte der Deutsche. Der Major-Sieger schloss seine Saison übrigens als 53. in der Abstiegszone ab. Rein sportlich gesehen hätte der 41-Jährige ab kommender Saison kein Spielrecht mehr bei LIV. Doch wie bei vielen anderen Fragen gilt: Alles ungewiss.

Siem und die Tagträumer

Marcel Siem hat als Nummer 133 des Race to Dubai noch Arbeit vor sich, um seine vollwertige Tour-Karte zu behalten. Der deutsche Routinier mit sechs Siegen auf der DP World Tour schaffte bei der Nexo Championship den Cut, verpasste es als geteilter 63. bei enorm fordernden Bedingungen in Schottland aber, einen Sprung in der Gesamtwertung zu machen. Unzufrieden war er mit seinem Auftritt keineswegs. „Das war mit das beste Golf seit ein, zwei Jahren“, schrieb er zur Halbzeit auf Instagram. „Dann hat mir dieser Platz gezeigt, wer hier das Sagen hat. Mein Ball rollte im Bunker direkt zurück in mein eigenes Divot, nachdem eine der Gruppen vor uns den Bunker ziemlich schlecht geharkt hatte. Vielleicht war der Caddie mit den Gedanken woanders oder nach dem Kampf mit diesem Platz einfach zu müde – wer weiß.“

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Sieger in Aberdeen wurde Scott Jamieson. Für den 42-jährigen Schotten war es der zweite Titel auf der DP World Tour, knapp 14 Jahre nach dem ersten. Am Ende hatte er einen Vorsprung von zwei Schlägen auf Matthew Jordan. Für Schlagzeilen sorgte neben dem Sieger auch Shaun Norris. Einerseits wegen eines spektakulären Albatross am Freitag, andererseits wegen eines bitteren Fauxpas in der Finalrunde. Der Südafrikaner lag in geteilter Führung, kickte aber beim Einnehmen seines Standes ein bereits zurückgelegtes Divot unter seinem Fuß zur Seite. Zwei Strafschläge waren die Folge. Am Ende unterschrieb er eine 76 (+4) und fiel auf den geteilten siebten Rang zurück.

Foos-Triumph in Finnland

„Wenn ich heute zurückblicke, bin ich viel reifer und ein deutlich kompletterer Golfer als damals“, bilanzierte Dominic Foos. Der Deutsche setzte sich elf Jahre nach seinem ersten Titel auf der HotelPlanner Tour bei der Vierumäki Finnish Challenge durch. Besonders reizvoll ist die historische Parallele: Bereits 2015 hatte Foos in Finnland gewonnen und war damals mit 17 Jahren zum jüngsten Sieger der damaligen Challenge-Tour-Geschichte geworden. Elf Jahre später gelang ihm nun ausgerechnet im „Land der tausend Seen“ sein zweiter Titel auf dieser Tour.

 

Auch Tiger Christensen sorgte für ein starkes deutsches Ergebnis. Der 23-Jährige hatte sich am Samstag mit einer bogeyfreien 63 sogar an die Spitze gespielt und war mit zwei Schlägen Vorsprung in den Finaltag gestartet. Bei deutlich schwierigeren Bedingungen musste er sich am Sonntag jedoch mit einer 73 (+1) begnügen und fiel auf den alleinigen dritten Rang zurück. Foos verbesserte sich durch seinen Erfolg derweil um 94 Positionen auf Rang 26 der Road to Mallorca und brachte sich damit wieder in Schlagdistanz zu den Aufstiegsplätzen.

Tour Championship und DP World Tour live bei MagentaSport und MagentaTV

Weiter geht es mit Spitzengolf am Donnerstag: Ab 13.30 Uhr geht es beim British Masters im The Belfry auf der DP World Tour zur Sache, ab 17.00 Uhr steht dann die letzte Etappe der PGA-Tour-Playoffs an, mit der TOUR Championship – live bei MagentaSport.

 

 

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