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Die DMM der Herren AK50 im Golf Valley
Die DMM der Herren AK50 im Golf Valley | © Langer Sports Marketing

Braunschweig und Hamburg spielen um Gold

Wie es um die Form seiner Spieler vor bestellt war, war sich Team-Kapitän Gregor Föhring vor der DMM der Herren AK 50 in Golf Valley nicht ganz so sicher. Mit einer imposanten Teamleistung konnte der Titelverteidiger des GK Braunschweig aber in der Zählspielqualifikation seine Favoritenrolle unterstreichen. Spätestens nach einem ereignisreichen Samstag, an dem im Münchener Süden sowohl Viertel- als auch Halbfinale auf dem Plan standen, bestätigte sich der Eindruck, dass der GK Braunschweig auch in diesem Jahr nur sehr schwer zu besiegen sein dürfte.

 

Trotz Platz eins in der Zählspielqualifikation wartete im Viertelfinale bereits ein harter Brocken auf die Braunschweiger. Mit dem Bochumer GC traf das Team um Föhring auf den Vorjahresdritten. Es entwickelte sich an einem freundlichen Spätsommertag zunächst eine abwechslungsreiche Partie. Nachdem der Vierer mit einem Braunschweiger 2&1-Sieg von Sebastian Damann und Götz Straßburg über Andreas Braatz und Thomas Schmietzek endete und auch Kai Hilz seine Begegnung gegen Christian Schabram mit 3&2 für sich entschied, konnte der Bochumer Nationalspieler Ulrich Schulte fast zeitgleich mit einem 2&1-Sieg über Dr. Andreas Stamm verkürzen. Den dritten Braunschweiger Punkt verbuchte in der Folge Johannes Buchler in der letzten Partie, der mit 5&3 recht deutlich gegen Thorsten Brümmer gewinnen konnte. Am Ende setzte sich der Deutsche Meister von 2024 mit 3,5 zu 1,5 durch.

 

Im Halbfinale warteten die Nordlichter vom GC Sylt, die sich im zweiten Viertelfinale mit 3,5 zu 1,5 über den Stuttgarter GC Solitude ihr Ticket für das Halbfinale sichern konnten. Und auch in dieser Begegnung erwischten die Braunschweiger den besseren Start. Noch bevor sich der überzeugende Vierer um Damann/Straßburg mit 1 auf knapp gegen Christoph Eltester und Arndt Stolte durchsetzen konnte, behielt Johannes Buchler mit 5&3 klar die Kontrolle im Match gegen Bahman Khosravi. Zwar sorgte der imposante Sieg von Peter Koch über Kai Hilz für den ersten Sylter Punkt, doch in der Folge sorgte Hans-Immo Müller mit seinem 2&1-Triumph über Azer Bislimaj nur kurze Zeit später für die Entscheidung. Am Ende stand es erneut 3,5 zu 1,5.

Hamburg steht im Finale

In der Partie um die Goldmedaille trifft Braunschweig nun auf den Hamburger GC. Die Falkensteiner hatten es zunächst mit dem Münchener GC zu tun. Und anders als in den Abendstunden in der Allianz Arena hieß der Gewinner am Ende nicht München, sondern Hamburg. 3 zu 2 lautete das Endergebnis einer Partie, die gleich mehrere sehr enge Matches zu bieten hatte. Der Vierer um Tim Reichelt und Nicolai Laude (2 auf gegen Manuel Führ und Stefan Schmidt) sowie Christian Niemitz (5&4 über Wolfgang Linz) holten die Punkte für die Hanseaten. Jeweils einen halben Punkt konnten Philipp Dous (AS gegen Marc Hausamen) und Marcus Schuldt (AS gegen Andreas Stolze) zum Sieg beisteuern. Thomas Himmel holte gegen Christian Domin (1 auf) den einzigen vollen Münchener Punkt.

 

Etwas deutlicher fiel der Hamburger Sieg im Halbfinale im Duell der Traditionsclubs gegen den Frankfurter GC aus, der sich im Viertelfinale gegen den Gastgeber und Vorjahreszweiten aus München-Valley durchsetzen konnte. Das Endergebnis des Halbfinals: 3,5 zu 1,5. Für die Hamburger Punkte sorgten erneut der Vierer um Laude und Reichelt (2&1 über Rainer Rieder und Christian Zipf), Dous (2&1 gegen Nationalspieler Thomas Biermann) und Domin, der sich mit 2&1 gegen Thomas Fili durchsetzte. Felix Banzhaf sorgte mit seinem 3&2-Sieg über Schuldt zwischenzeitlich für den Frankfurter Anschlusstreffer. Die abschließende Partie zwischen Niemitz und Arnaud Laborde wurde geteilt.

 

Am Sonntag geht es in den beiden Medaillenpartien zwischen Braunschweig und Hamburg (Spiel um Gold) sowie den Syltern mit dem Frankfurter GC (Spiel um Bronze) ab 8.30 Uhr zur Sache. Die Partien um die Plätze eins bis vier werden über 18 Löcher ausgetragen, während in allen weiteren Begegnungen weiterhin maximal neun Löcher gespielt werden.

 

Die Ergebnisse: DMM AK 50 der Herren

Alle Matches am Sonntag im Überblick:

Flight A

 

  • Finale: GK Braunschweig – Hamburger GC

  • Platz 3: Frankfurter GC – GC Sylt

  • Platz 5: Stuttgarter GC Solitude – Münchener GC

  • Platz 7: Bochumer GC – GC München-Valley

 

Flight B

 

  • Platz 9: Krefelder GC – GC München-Eichenried

  • Platz 11: GSV Düsseldorf – Marienburger GC

  • Platz 13: Berliner GC Stolper Heide – Burgdorfer GC

  • Platz 15: GC Nahetal – GC St. Leon-Rot

Das Format
Der dynamische Modus der Deutschen Mannschaftsmeisterschaften hat sich in den vergangenen Jahren etabliert. Für das Bundesfinale qualifizieren sich insgesamt 16 Teams. Zum Auftakt steht eine Zählspielqualifikation auf dem Programm, in der alle sechs Spieler einer Mannschaft eine 18-Loch-Runde absolvieren. Die besten fünf Ergebnisse fließen in die Wertung ein. Die acht stärksten Teams ziehen anschließend in Gruppe A ein und spielen um den Titel, während die übrigen Mannschaften in Gruppe B um die Plätze neun bis 16 kämpfen.

 

Der zweite Turniertag steht im Zeichen des Matchplays: Jede Mannschaft bestreitet dabei zwei Runden, bestehend aus einem Vierer und vier Einzeln über jeweils neun Löcher. Am Finaltag wird das Format noch einmal angepasst: Die Partien um die Plätze eins bis vier werden über 18 Löcher ausgetragen, während in allen weiteren Begegnungen maximal neun Löcher gespielt werden. So entsteht eine spannende Mischung – ein Wettbewerb, der zwar über drei Tage läuft, aber dank des Formats temporeich und mitunter überraschend schnell entschieden wird.

Der Platz
Der Golfclub München-Valley gehört zu den modernsten und anspruchsvollsten Anlagen im Großraum München. Rund 30 Kilometer südlich der Landeshauptstadt gelegen, bietet die von David Krause entworfene Championship-Anlage 36 abwechslungsreiche Löcher, darunter einen Platz, der regelmäßig Austragungsort nationaler und internationaler Turniere ist. Breite Fairways, strategisch platzierte Bunker und große, ondulierte Grüns fordern Spieler aller Spielstärken, während die offene Lage im Tal für Wind und damit zusätzliche Herausforderungen sorgt. Das weitläufige Gelände ist eingebettet in eine naturbelassene Umgebung, die durch weite Sichtachsen und ökologische Ausgleichsflächen geprägt ist. Darüber hinaus steht eine moderne Infrastruktur mit großzügigen Übungsanlagen, Driving Range und einem einladenden Clubhaus zur Verfügung.

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