SLR-Dominanz, starker Aufsteiger und ein Hole-in-One
48 Schläge Vorsprung – mehr muss man nicht sagen. Die Männer des GC St. Leon-Rot haben am ersten Spieltag der Deutschen Golf Liga presented by All4Golf eindrucksvoll ihre Dominanz bewiesen: Sie stehen mit 39 unter Par unangefochten an der Tabellenspitze der 1. Bundesliga Süd vor dem GC Am Habsberg (+9) – der Überraschung des Wochenendes. Der Aufsteiger hatte sich vor der Saison das Ziel Final Four gesetzt, und wie es nach dem ersten Spieltag aussieht, ist das gar nicht unrealistisch.
„Man muss ja nicht Erster werden, um es ins Final Four zu schaffen. Zweiter reicht ja auch... Meine Jungs haben das super gemacht und ich bin der festen Überzeugung: Da ist auch noch Luft nach oben“, sagte Peter Wolfenstetter, Coach der Habsberger Männer, für die Leon Breimer mit einer bogeyfreien 64 (-8) das beste Einzelergebnis einbrachte. Großen Respekt zollt er der Leistung der Gastgeber aus St. Leon-Rot. „Diesen souveränen Sieg haben wir uns in den letzten Monaten erarbeitet und sind über das ganze Wochenende klar und fokussiert geblieben, um den ersten Schritt ins Final Four zu gehen“, so SLR-Co-Trainer Marco Müntnich.
Der Münchener GC konnte sich nach einem enttäuschenden ersten Tag mit der Sonntagsleistung versöhnen. „Heute haben wir deutlich besseres Golf gespielt. Aber auch diesmal hat uns das Glück des Tüchtigen gefehlt. Wir haben viele Chancen verpasst, keiner hat wirklich tief gespielt und dementsprechend ist uns die Aufholjagd leider nicht gelungen. Wir starten also wie fast in jedem Jahr aus der hinteren Position, müssen schauen, dass wir beim zweiten und dritten Spieltag gut reinkommen und unsere Performance zeigen können, die wir eigentlich draufhaben“, resümierte MGC-Coach Arne Dickel.
Schlusslicht Augsburg war am ersten Spieltag ersatzgeschwächt an den Start gegangen. Umso schöner: Der erst 15-jährige Simon Bartel-Zwack aus dem eigenen Nachwuchs feierte sein Debüt und spielte am Wochenende gleich 54 Löcher. Die Chance, es besser zu machen, haben die Augsburger bereits in zwei Wochen, wenn sie am zweiten DGL-Spieltag Heimrecht haben und die 1. Bundesliga Süd der Männer ins Home of Bernhard Langer einladen.
SLR-Frauen souverän
Auch wenn Aufsteiger Fürth mit dem Ergebnis des ersten Spieltages nicht zufrieden sein kann, hatten die Frauen aus Franken allen Grund zum Jubeln - vor allem Spielerin Laura Götz. Die 19-Jährige schoss mit ihrem 5er-Eisen an Loch vier (154 Meter) ein Ass. Mit dabei war Trainer Michael Heffner: „Noch vor kurzem hat sie zu ihrem Vater gesagt, dass sie sich ihr erstes Hole in One gerne für den ersten Spieltag der Bundesliga aufheben will“, berichtet er. Gesagt. Getan. Respekt.
Ganz ohne Hole-in-One, aber dafür mit den wenigsten Schlägen des Wochenendes an der Spitze liegen die Frauen von Gastgeber St. Leon-Rot. Sie gewannen den ersten Spieltag mit drei über Par. Trainer Sebastian Buhl hatte vor allem nach der Leistung am Samstag klar Worte gefunden, die seine Mädels am Sonntag offensichtlich auch umsetzen konnten. „Die Birdie-Quote sagt schon alles: Am Samstag insgesamt sechs und einen Eagle, heute insgesamt 28 Birdies“, so Sebastian Buhl.
„Das war ein arbeitsreiches Wochenende“, berichtete Stuttgarts Trainer Heiko Burkhard. „Wir haben vier Punkte, das ist ein wichtiger Schritt in Richtung unseres Zieles. Nichtsdestotrotz nehmen wir Hausaufgaben mit, weil wir das an einigen Stellen doch nicht so gut gemacht haben. Wir müssen auf jeden Fall an den nächsten Spieltagen eine Schippe drauflegen, um gegen St. Leon-Rot konkurrenzfähig zu sein.“ Die Stuttgarterinnen hatten 2024 Bronze und 2025 Silber geholt. Klar, was sie in diesem Jahr vorhaben.
Den zweiten Platz belegt der Stuttgarter GC Solitude (+32) vor dem Frankfurter GC (+40), dem Münchener Golf Club (+56) sowie dem 1. Golf Club Fürth (+80), der das Tabellenende markiert, in zwei Wochen allerdings Heimrecht hat. GCF-Coach Heffner: „Dann wollen wir beweisen, dass wir es besser können.“ Vielleicht auch wieder mit Hole-in-One. Wie das geht, hat Laura Götz am ersten DGL-Spieltag der 1. Bundesliga Süd gezeigt.
Weitere Stimmen:
Jan Pelz, Trainer Frankfurt Männer: „Wir wären natürlich lieber Zweiter geworden und haben damit unser Tagesziel verpasst. Das Lange Spiel war sehr ordentlich, das Putten war an diesem Wochenende sehr durchwachsen. Unser Ziel für Augsburg ist ganz klar: besser Putten!“
Felix Eibl, Trainer Augsburg Männer: „Der Woche ist nicht unbedingt viel Positives abzugewinnen, außer dass wir wissen, dass am nächsten Spieltag, unserem Heimspiel, wieder die volle Kapelle zur Verfügung steht.“
Alexander Linner, Coach Frauen Münchener GC: „Das war nicht der Start, den wir uns nach einer guten Vorbereitung erhofft hatten. Wir müssen beim Scoring rund ums Grün besser werden, damit die Scores niedriger bleiben. In zwei Wochen wollen wir weiter vorne mitmischen – und ich denke, das können wir auch mit unserem Team.“
Laura Götz, Hole-in-One-Schützin aus dem 1. GC Fürth: „Ich habe den Ball tatsächlich erst gar nicht gesehen, aber als die Vorcaddies geschrien haben, wusste ich, dass er drin war. Das war mega und hat mich natürlich sehr gefreut.“






