Zweiter Spieltag, zweiter Sieg: Die Frauen aus dem GC St. Leon-Rot triumphieren in Fürth und schaufeln fünf weitere Punkte aufs Konto. | © DGV/Heigl

Nächster Doppelsieg für Team SLR

Zwei Spieltage in der Saison 2026 der Deutschen Golf Liga presented by All4Golf sind vorbei. In der 1. Bundesliga Süd der Frauen steht Meister St. Leon-Rot ganz oben – mit der Maximalausbeute von zehn Punkten. Eigentlich könnte SLR-Coach Sebastian Buhl hochzufrieden sein mit der Zwischenbilanz. Aber so wirklich hundertprozentig happy war er dann doch wieder nicht, denn das Wochenende in Runde zwei auf der recht anspruchsvollen Anlage des 1. GC Fürth war nicht ganz nach dem Gusto des erfolgsverwöhnten Trainers.

 

„Wir haben uns schwer getan, ins Wochenende zu finden. Wir waren an einigen Stellen nicht im Moment. Aber gerade in schwierigen Situationen zeigt sich, aus welchem Holz man geschnitzt ist. Am Sonntag haben wir trotz Gewitterunterbrechung unseren Fokus behalten“, so Buhl. Besonders angetan hat es ihm die Leistung von zwei Rückkehrerinnen im Team SLR: Laetitia Leisinger ist nach langer Verletzungspause wieder mittendrin im Wettkampfgolf und präsentierte sich stärker als sie vor zwölf Monaten aufgehört hatte. Und auch mit Tessa Kremser war in Fürth eine Spielerin für St. Leon-Rot am Start, die sich „mit Beharrlichkeit und konsequentem Aufbautraining zurück ins Team gespielt hat“ (Buhl). Das Comeback-Duo hatte maßgeblichen Anteil am Arbeitssieg in Fürth.

Buhl: „Wir gehen natürlich direkt in die Analysen und werden in Vorbereitung auf Stuttgart die nötigen Stellschrauben drehen.“ Da am dritten DGL-Spieltag in zwei Wochen parallel das Annika Invitational stattfindet, wird der Kader des Meisters etwas durchrotiert. Mit gesamt +9 siegte St. Leon-Rot vor Stuttgart und München, die beide auf +14 kamen; die Schwäbinnen hatten im Computerstechen den besseren Streicher. „Gratulation an St. Leon-Rot. Wir sind zufrieden mit dem zweiten Platz, die Gewitterunterbrechung hat uns sogar etwas geholfen. Die Teamleistung hat gestimmt. Wir werden uns intensiv auf den Heimspieltag vorbereiten, an dem Yana Beeli und Anna-Lena Kasperek wieder zum Kader stoßen“, erklärt Stuttgarts Coach Heiko Burkhard.

 

Mit Rang drei ist Münchens Trainer Alexander Linner zwar zufrieden, „aber es wäre natürlich cool gewesen, wenn wir noch vor Stuttgart gelandet wären“. Das Team aus der bayerischen Landeshauptstadt reist mit der Erkenntnis nach Hause, mit den großen Teams mithalten zu können. Allen voran Annabelle Sapper (68 am Samstag und 67 am Sonntag) hatte den MGC-Express gezogen und nach vorne gebracht. Aber auch Geburtstagskind Annika Voll glänzte an ihrem besonderen Tag mit einer -2 auf dem Fürther Kurs. Der Gastgeber landete im Endklassement mit gesamt +33 auf den vierten Rang vor den von Verletzungen und Krankheiten geplagten Frankfurterinnen (+40). Nächster Spieltag: 13./14. Juni im Stuttgarter GC Solitude.

SLR-Männer vor Frankfurt und München

Marco Schmuck ist glücklich mit dem Ergebnis von DGL-Spieltag drei. Seine jungen Männer holten sich auch im GC Augsburg mit gesamt -30 fünf Punkte vor Frankfurt (-8) und München (-5). Allen voran der neue „Lieblings-Tscheche“ des SLR-Trainers bereitete seinem Team Freude: Matous Zach spielte am Samstag (69) wie am Sonntag (68) die jeweils beste Runde seines Clubs. „Das war trotz Gewitterunterbrechung eine sehr geschlossene Mannschaftsleistung. Nach der Pause haben wir uns noch ein paar Bogeys und Doppel gefangen, aber die Richtung stimmt“, so Schmuck, der vor allem den gesamten SLR-Staff vom Physio bis zum Captain und Co-Trainer für eine „hervorragende Arbeit“ lobte.

 

Zehn Punkte nach zwei Runden – die Männer aus St. Leon-Rot liegen voll im Soll und stellen die Weichen fürs große Finale Anfang August in München-Riedhof. Dann wollen auch die Männer aus dem Frankfurter GC dabei sein, die in den Einzeln am Sonntag ebenfalls eine sehr geschlossene Teamleistung abrufen und sich Rang zwei vor München krallen konnten. „Wir haben unser Tagesziel erreicht. Die Performance von Nico Guldan und Janis Erll war stark, aber auch unser Jugendlicher Edward Horn hat mit einer +3 ein sehr ordentliches Debüt gegeben. Wir sind glücklich mit dem Ausgang des Spieltags in Augsburg und freuen uns auf Runde drei in Habsberg“, verkündet Frankfurts Coach Jan Pelz.

In zwei Wochen wollen am Habsberg dann auch wieder die Männer aus dem Münchener GC angreifen, die in Augsburg streckenweise sehr gut unterwegs waren. „Wir haben uns aber ehrlich gesagt mehr erwartet vom heutigen Sonntag. Trotz sehr guten Ansätzen haben wir am Ende zu wenig Top-Leistung gebracht, um den zweiten Platz zu erreichen. Jetzt heißt es, sich gut vorzubereiten und am dritten Spieltag am Habsberg den nächsten Schritt zu gehen“, erklärt Münchens Coach Arne Dickel die Marschroute für die kommenden zwei Wochen.

 

Dass Gastgeber Augsburg diesmal vor Habsberg landete, lag vor allem an den beiden Top-Spielern der Schwaben: Noah-Elia Auner spielte in seinem Einzel am Sonntag eine beeindruckende und bogeyfreie 66 (-7) auf der heimischen Wiese und Tour-Pro Philipp Macionga steuerte eine 68 (-5) bei. Aufsteiger Habsberg hatte nach dem vielversprechenden Auftakt vor zwei Wochen in St. Leon-Rot diesmal vor, am Sonntag noch den einen oder anderen Platz gut zu machen. Am Ende reichte es jedoch nur zum fünften Rang, der erahnen lässt, was sich die Mannschaft von Coach Peter Wolfenstetter fürs Heimspiel in zwei Wochen vornehmen wird: Wiedergutmachung.

 

 

Endstand 1. Bundesliga Frauen Süd > > >

 

Endstand 1. Bundesliga Männer Süd > > >

 

Weitere Stimmen

Michael Heffner, Trainer 1. GC Fürth: „Wir haben uns bis zur Regenpause eine gute Ausgangsposition erspielt, sind aber doch Vierter geworden. Trotzdem: Wir sind fein mit dem Ergebnis, weil es auch zeigt, dass wir mehr erreichen können. Wir freuen uns auf die kommenden drei Spieltage.“

 

Verena Scholz, Trainerin Frankfurt Frauen: „Das war nicht unser Wochenende. Wir werden analysieren, woran wir arbeiten müssen. Wir haben nicht wirklich gut geputtet; jetzt müssen wir den Fokus auf den dritten Spieltag in Stuttgart legen.“

 

Felix Eibl, Trainer Augsburg Männer: „Wir waren besser unterwegs als in SLR, der Heimspieltag hat der Mannschaft Selbstvertrauen gegeben. An der Spitze haben wir gut gescored, hinten ist noch Luft nach oben. Wir sind zufrieden und schauen, was in zwei Wochen in Habsberg für uns drin ist.“

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