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Der Mann des Tages: Hösels Marcel Zillekens schießt am vierten DGL-Spieltag der 1. Bundesliga Nord in Hubbelrath ein Hole-in-One - vor laufender Kamera. | © DGV/Eibl

Zillekens zaubert die „1“ auf Hubbelraths „4“

Marcel Zillekens ist ein alter Hase in Sachen Golf. Dabei ist er mehr durch Zufall überhaupt erst dazu gekommen. Und zwar während eines Urlaubs auf Mallorca. Der Jung-Papa, der im Vorjahr die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft mit dem GC Hösel im Final Four gewonnen und sich als Party-Biest erwiesen hatte, mag aber auch Fußball (Dauerkarte Alemannia Aachen) und Darts (WM 2016 im Londoner Alexandra Palace). Am liebsten ist es ihm, wenn die Pfeilspitzen im Triple-Twenty stecken. Oder im Bullseye. Auf dem Golfplatz ist so ein Volltreffer auch nicht schlecht – und genau so einen hatte Zillekens im Einzel am Samstag des vierten DGL-Spieltags der 1. Bundesliga Nord im GC Hubbelrath. Ausgerechnet einen Tag vor seinem 38. Geburtstag.

 

Seinen Traumschlag auf Bahn vier (123 Meter, Gap Wedge/52°) zum Hole-in-One kommentierte Zillekens mit „Auch ein blindes Huhn....“. Man muss über sich selbst lachen können, dann läuft im Leben vieles leichter. Es war das erste Ass der vierten DGL-Runde und das erste von Zillekens während eines Turniers. Dabei hat er mit seinem GC Hösel mächtig zu kämpfen, denn der amtierende Meister muss 2026 tatsächlich alles geben, um nicht abzusteigen. Die Saison der Feier-Meister aus dem Vorjahr läuft noch nicht ganz nach Plan. Umso lieber würden sie ihrem Trainer Dawie Stander nachträglich zum 57. Geburtstag einen erfolgreichen vierten Spieltag beim Nachbarn in Hubbelrath schenken. Und so schlecht sieht es nach der Hitzeschlacht vom Samstag gar nicht aus. Zillekens' Zauberschlag war schon mal die Kirsche. Jetzt fehlt nur noch die Torte, dann sind alle von den (rosa) Socken.

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Hösel rangiert mit gesamt -5 knapp hinter Hubbelrath (-8) und vor Hamburg (-4) sowie Wannsee (-3). Die Aufsteiger aus dem Berliner GC Stolper Heide (+17) liegen abgeschlagen auf dem letzten Platz. Die fünf Teams aus der 1. Bundesliga Nord kämpften gegen die brütende Hitze. Die DGV-Spielleitung hatte im Vorfeld entschieden, die Vierer am Nachmittag zu streichen, um Spielerinnen und Spieler zu schützen und nicht bei Werten bis zu 40 Grad nochmal auf den bestens präparierten Kurs zu schicken. Erstmals in dieser Saison war für Team Hösel auch Thomas Georg Schmidt dabei, der nach seinem Uni-Abschluss in den USA wieder zurück in der Heimat ist und in wenigen Tagen bei der BMW International Open in München abschlagen darf. Für die Männer vom Wannsee war Tour-Pro Philipp Mejow am Start, der mit einer 66 (-6) den besten Score des Tages (mit Hösels Laurenz Schiergen) auf der Karte hatte.

 

Es geht heiß her am vierten DGL-Spieltag in Hubbelrath. Nicht nur wettertechnisch auf dem Platz, sondern auch im Klassement, denn der Gastgeber steht vor dem entscheidenden Sonntag schon wieder auf Platz eins und ist auf dem besten Wege, in Sachen Final Four auch rechnerisch nichts mehr anbrennen zu lassen. Die Konkurrenz lauert aber dicht dahinter und sorgt mit ebenfalls tiefen Scores bei hohen Temperaturen dafür, dass man einen spannenden und hochklassigen Sonntag erwarten darf, an dem bereits einige Entscheidungen in Sachen Final Four und Klassenerhalt fallen könnten.

Die Frauen im Norden

Die Frauen aus dem Hamburger GC haben den kleinen Dämpfer vom dritten Spieltag bestens verkraftet und starteten voll motiviert in Runde vier in Hubbelrath. Das Team von Coach Luis Schmid führt das Klassement nach den Einzeln vom Samstag bei extremer Hitze mit gesamt -5 an und ist drauf und dran, das Final Four am 1./2. August im GC München Riedhof mit dem dritten Sieg klarzumachen. Mia Lena Hoffmann und Susanna Brenske waren mit ihren Unter-Par-Scores die Lokomotiven der Falkensteinerinnen, aber auch die gesamte Mannschaft erwies sich im Hotspot Frankfurt als nervenstark und topfit. Hinter Hamburg lauern Berlin-Wannsee (+3) und Gastgeber Hubbelrath (+5) und hoffen auf einen Ausrutscher des Tabellenführers am Sonntag.

 

Im Tabellenkeller duellieren sich die Frauen aus dem GC Hösel und von Aufsteiger Düsseldorf, die nach dem Samstag erneut dicht beieinander stehen. „Wir fanden es ursprünglich schade, dass keine Vierer gespielt wurden, heute ist aber jeder im Team froh, dass nach 18 Löchern Schluss war. Die Hitze war anstrengend; wir waren mit Kühlboxen, Eiswürfeln und Wassermelone ausgestattet“, so Hösels Kapitänin Isabel Gadea. Mit der Platzierung sei man zwar nicht zufrieden, das Feld ist aber noch eng genug zusammen. Gadea: „Auf dem Platz kann man sich einige gute Chancen erarbeiten. Und das haben wir morgen vor.“

Ebenso happy, dass diesmal wegen der Hitze keine Vierer gespielt wurde, waren die Verantwortlichen aus dem Düsseldorfer GC. Coach Max Alsmeyer gibt zu, dass seinem Team die hohen Temperaturen doch zu schaffen machten. „Wir haben im Vorfeld ausgemacht, dass viel durch den Schatten gelaufen, nasse Handtücher und die Regen- als Sonnenschirme genutzt werden sollen, um das Energie-Level hoch zu halten“, so der DGC-Coach. Am Ende habe man an den Scores gesehen, dass die Konzentration etwas nachließ. Also packten die Düsseldorferinnen nach dem letzten Putt ihre Sachen, machten sich auf in ihren wenige Kilometer entfernten Heimatclub, wo die Gastro mit selbst gemachtem Spaghetti-Eis auf Spielerinnen und Staff wartete. Die beste Motivation für einen spannenden Sonntag, an dem es wieder sehr heiß werden soll in Hubbelrath.

 

Weitere Stimmen

Christian Niemietz, Sportvorstand Hamburger GC: „Das war die erwartete Hitzeschlacht. Für alle Mannschaften waren es harte Bedingungen da draußen. Wir sind zufrieden, wobei fast alle Teams noch eng beieinander und fast schlaggleich sind. Halbzeit eins ist durch, wir werden jetzt die Energietanks auffüllen und morgen sehen, wie es ausgeht.“

 

Marcel Zillekens, Hole-in-One-Schütze GC Hösel: „Das war ein Topschuss, Vollgas auf die Fahne, ein optimaler Golfschlag. Klar ist das cool, das in der DGL zu schaffen, zumal ich vorher ein Doppelbogey gemacht habe. Ein paar Jungs habe ich auf der Terrasse eingeladen. Meine Runde war trotzdem vor allem am Ende bei der heftigen Hitze eher bescheiden, aber ich hoffe, dass wir Zweiter werden und dann morgen meinen 38. Geburtstag feiern können.“

 

Alexander Schmitt, Trainer Hubbelrath Männer: „Wir sind nicht wirklich gut aus dem Bett gekommen. Das sah am Anfang nicht gut aus, aber wir haben hintenraus dann ordentlich Boden gut machen und aufholen können. Mit dem Schwung aus den Back Nine und unserem Heimvorteil wollen wir morgen weiter durchzíehen.“

 

 

Zwischenstand 1. Bundesliga Frauen Nord > > >
 

 

Zwischenstand 1. Bundesliga Männer Nord > > >

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