Macionga: „Die DGL ist einzigartig“
„Ich liebe gutes Essen und ich liebe Fleisch. Wenn ich mein Leben lang nur noch eine Sache essen könnte, würde ich ein Rindersteak nehmen mit Süßkartoffel-Pommes und Trüffel-Mayonnaise.“ Philipp Macionga macht keinen Hehl daraus, was er am liebsten auf dem Teller hat. Da ist der 21-jährige Schwabe durchaus wählerisch. 2027 wird er vielleicht das eine oder andere T-Bone in den Clubhäusern dieser Welt probieren, denn: Er ist der Nächste, der es von der Liga auf die Tour schafft.
Mit den Männern des GC Augsburg konnte er den Abstieg aus der 1. Bundesliga zwar nicht verhindern. Zum Ende gab's allerdings noch einen Aufstieg für Philipp Macionga: Als Top-Fünf-Platzierter der Pro-Golf-Tour-Rangliste steigt er auf die HotelPlanner Tour auf. In der AXA Deutschen Golf Liga presented by All4Golf wird er dann wohl weniger abschlagen, obwohl er den Team-Modus sehr lobt. „Die DGL ist einzigartig. Schon wegen meiner Fußball-Vergangenheit liebe ich es, für die Mannschaft zu spielen. Gerade die Vierer finde ich großartig. In der DGL kämpfst du für den Aufstieg, gegen den Abstieg oder für das Final Four. Dem Team zu helfen und Teil davon zu sein, ist einfach schön“, schwärmt Macionga, der von DGL-Partner Titleist unterstützt wird.
Geboren wird Philipp Macionga am 29. Juni 2005 in Augsburg. Durch die Eltern kommt er zum Golfsport, fährt parallel Ski und spielt Fußball. Platzreife im Alter von sechs Jahren, anschließend durchläuft er alle Jugendmannschaften des GC Augsburg, in dem der Geist des großen Bernhard Langer allgegenwärtig ist. Trainiert wird er von Felix Eibl, der Augsburg nach vielen Jahren verlässt, um Stützpunkt-Coach des Landesverbandes zu werden. Eibl formt Macionga, der das Abitur am Justus-von-Liebig-Gymnasium in Neusäß macht („In Mathe hatte ich nie so den Durchblick“) zum Tour-Pro.
Aktuell wohnt Nationalspieler Macionga noch bei seinen Eltern, plant aber, vor allem in den Wintermonaten eine wärmere Homebase zu finden. Mallorca vielleicht. „Ich habe nach wie vor ein großes soziales Umfeld in und um Augsburg, treffe mich oft mit Freunden, um einen Ausgleich zum Golf zu schaffen“, erzählt er. Für DGL wird weniger Zeit bleiben in der Saison 2027. „Die Vierer fand ich immer sehr besonders. Du trittst in den Dienst der Mannschaft und gibst alles für das Team.“ An das gewonnene Aufstiegsspiel in der Deutschen Golf Liga presented by All4Golf erinnert er sich besonders gerne. Durch die DGL seien wertvolle Freundschaften entstanden, die bis heute Bestand haben.

Und wie stellt sich Philipp Macionga den perfekten Golfer vor? Das wären die extremen Drives von Bryson DeChambeau, dazu die Eisen von Scottie Scheffler, das Short Game von Jordan Spieth und das Putten von Max Homa. Was das Mentale betrifft, würde er auf Bernhard Langer zurückgreifen, zu dem er eine besondere Verbindung hat. Einerseits, weil beide aus dem GC Augsburg stammen, andererseits von Sponsoren-Terminen. Macionga: „Bernhard Langer ist eine echte Persönlichkeit. Wenn er einen Raum betritt, ist alles still. Sein unbedingter Siegeswille zeichnet ihn aus, hat auch mich geprägt und immer beeindruckt.“
Macionga ist der nächste Golfer, der es von der Liga auf die Tour geschafft hat. Damit tritt er in die Fußstapfen von Matti Schmid, den Paul-Zwillingen oder Nicolai von Dellingshausen. Sie alle feierten große Momente mit ihren Teams, um dann später auszuziehen in die Welt, um eine erfolgreiche Einzelkarriere zu starten. 2027 wird der Augsburger in der AXA Deutsche Golf Liga presented by All4Golf seltener auftauchen. Aber wer weiß. Vielleicht findet sich in seinem Tour-Kalender auch mal eine Lücke. Das ganze Interview mit Macionga gibt es hier.







