„Sport, Freude und Teamspirit“
Sie alle haben eine DGL-Vergangenheit und gehören heute zu den besten deutschen Pros auf den verschiedenen Touren. Wir haben Helen Briem, Matti Schmid, Alex Försterling, Yannik und Jeremy Paul, Celina Sattelkau, Jan Schneider und Christin Eisenbeiß nach ihren Erfahrungen und Erlebnissen in der DGL gefragt. Einige von ihnen waren sogar noch in der Saison 2025 für ihre Teams aktiv.
Was war euer coolstes DGL-Erlebnis bzw. was verbindet ihr mit der DGL?
Helen Briem: Das Final Four 2024 war mein coolstes Event. Das war ein bisschen wie Klassentreffen, weil ich dort viele getroffen habe, mit denen ich früher zusammen gespielt habe. Das hat sehr viel Spaß gemacht.
Matti Schmid: Mein schönstes Erlebnis war zum einen meine erste Saison in Herzogenaurach, als ich am letzten Spieltag zu Hause mit meinem Kumpel Benni eine Acht-Unter gespielt, so den Tagessieg errungen und die Klasse gehalten habe. Zum anderen war der dritte Platz mit Herzogenaurach im DGL-Mannschaftspokal, der wegen Corona 2020 verkürzt ausgetragen wurde.
Alex Försterling: Mein schönstes DGL-Erlebnis war natürlich jedes Mal, wenn wir Meister geworden sind. Das sind einfach unvergessliche Wochenenden – besonders, wenn man als Sieger nach Hause fährt. Grundsätzlich schätze ich an der DGL aber vor allem, dass man dort als Mannschaft spielt. Das ist im Golf ja eher selten, da man meist auf sich allein gestellt ist. In der DGL spürt man den Teamgeist ganz besonders: Alle fiebern miteinander, kommen nach ihrer eigenen Runde noch raus, um einen zu unterstützen oder warten am 18. Grün.
Yannik und Jeremy Paul: Das war, als wir mit Mannheim-Viernheim 2014 in Lich die Deutsche Meisterschaft gewonnen haben. Das war ein mega Teamevent, an das wir uns gerne erinnern. Zumal wir eine sehr coole Truppe waren damals und den Titel auch verdient gewonnen haben. Das hat großen Spaß gemacht, genauso wie die darauf folgenden Final Fours. Das waren immer sehr coole Events.
Celina Sattelkau: Das war mein erstes Final Four 2017 in Köln. Das haben wir mit St. Leon-Rot gewonnen. Da war ich 16 und durfte alle Spiele machen. Sophia Popov war dabei und wir haben den Titel geholt. Das war sehr besonders. Mit der DGL verbinde ich Sport, Freude und Gemeinschaft. Das Team-Setting ist sehr spannend um kommt auf der Tour ja kaum vor.
Jan Schneider: Hundertpro war das die Deutsche Meisterschaft mit St. Leon-Rot 2023 im GC Pfalz. Es war mein letztes Jahr als Amateur und der erste Titel mit SLR. Es war ein geiles Team. DGL war immer eine super Zeit mit den Jungs aus dem Team und im Final Four konnte man sehr gut diese Pressure Moments, die später auf der Tour auftauchen, trainieren.
Christin Eisenbeiß: Ganz klar die Final Fours. Seitdem ich zu Falkenstein gekommen bin, waren wir immer im Final Four. Das hat am meisten Spaß gemacht. Ich werde auch weiter versuchen, DGL zu spielen, wenn es mein Kalender auf der Epson Tour zulässt.
Wie hat sich die DGL in den vergangenen Jahren eurer Meinung nach entwickelt? Verfolgt ihr die Ergebnisse noch?
Helen Briem: Natürlich verfolge ich die Ergebnisse. Einerseits wegen meiner Schwester, die in der 2. Liga spielt, und Stuttgart habe ich sowieso immer im Blick. Zudem macht es einfach Freude, die Entwicklung so vieler bekannter Gesichter in der Liga mitanzusehen.
Matti Schmid: Natürlich verfolge ich meine Freunde und die Clubs, für die ich gespielt habe. Ich bin zwar nicht mehr so nah dran, aber die Liga entwickelt sich sehr positiv, was man an den Scores und Handicaps sieht, die immer niedriger werden. Da machen mittlerweile einige einen sehr guten Job.
Alex Försterling: Meiner Meinung nach hat sich die DGL in den vergangenen Jahren sehr positiv entwickelt. Das sportliche Niveau steigt kontinuierlich, und ich finde es besonders schön, dass immer wieder junge Spieler nachkommen. Dadurch entsteht eine spannende Mischung aus erfahrenen und neuen Gesichtern, was die DGL für mich noch attraktiver macht. Ich verfolge die Ergebnisse nach wie vor regelmäßig, vor allem in der Nordliga, in der der Berliner G&LC Wannsee spielt. Im letzten Jahr habe ich ja selbst auch noch einen Ligaspieltag mitgespielt – unser Heimspiel in Wannsee. Darüber habe ich mich natürlich sehr gefreut, weil ich wieder Teil der Mannschaft sein und sie aktiv unterstützen konnte.
Yannik und Jeremy Paul: Wir sind gar nicht mehr so nah dran an der DGL, weil wir schon zu lange raus sind. Klar verfolgen wir noch die Ergebnisse der Mannheimer, weil wir da auch gespielt und unsere Erfolge gefeiert haben. Aber inzwischen sind ja viele jüngere Spieler in der DGL unterwegs.
Celina Sattelkau: Klar verfolge ich das noch, zumal ich noch Teil der Mannschaft bin und schaue, dass ich es mir einrichten kann. Die Entwicklung ist sehr positiv, denn die Spielerinnen werden immer jünger und besser. Dadurch hat sich die DGL auf jeden Fall verjüngt. Das ist megacool und ich freue mich natürlich, wenn ich die Teams aus St. Leon-Rot ganz oben sehe.
Jan Schneider: Die DGL hat sich in den letzten Jahren super entwickelt. Vor allem das Final Four wird immer größer, es sind mehr Sponsoren dabei und es wird live im TV übertragen. Teamgolf wird durch die DGL immer wichtiger. Es ist zwar noch keine Orga wie im US-College, aber vielleicht ist die DGL auf dem Weg dorthin.
Christin Eisenbeiß: Mein Team ist der Hamburger GC Falkenstein. Dort ist das Niveau natürlich gut und klar verfolge ich die Ergebnisse. Die DGL hat sich super entwickelt und sportlich ambitionierte Golfer haben durch die DGL schon mal fünf Termine, an denen man ein sehr ordentliches Turnier spielen kann.

Euer Quick-Tipp für ambitionierte DGL-Spieler, die es auf die Tour schaffen wollen?
Helen Briem: Immer auf den Rhythmus achten.
Matti Schmid: Viele Turniere spielen, sich trauen, Fehler zu machen und daraus zu lernen.
Alex Försterling: Ich würde auf jeden Fall sagen: geduldig bleiben und den Spaß an der Sache nicht verlieren. Wichtig ist, dranzubleiben, immer an sich selbst zu glauben und niemals aufzugeben.
Yannik und Jeremy Paul: Viel international spielen, sich mit guten Spielern anderer Länder vergleichen, um zu schauen, wo man steht und immer Gas geben, damit man an DGL-Spieltagen regelmäßig unter den Besten ist. Für junge Spieler gilt zudem: einfach drauf hauen und die Bälle immer weiter hauen. Speed und Krafttraining gehören dazu.
Celina Sattelkau: Am Ende des Tages muss jeder den Weg finden, der zu einem passt. Ob nun College oder nicht. Wichtig ist: immer dran bleiben, versuchen besser zu werden und ein gutes Mind-Set haben.
Jan Schneider: Im College bin ich durch das Teamformat immer besser geworden. In der DGL ist es ähnlich. Mein Quick-Tipp: Die Competition in der DGL voll nutzen, sich vergleichen, immer wieder die Drucksituationen suchen und daraus lernen.
Christian Eisenbeiß: Wer nach oben will, sollte wissen, dass es ein Prozess ist. Man muss es nicht mit 16 schon auf die Tour schaffen. Wichtig ist es, selbstbewusst zu sein, an sich zu glauben, nach Rückschlägen nicht aufzugeben und ein Team um sich zu haben, das positiv ist.






