Drei Tipps: Nie wieder patzen bei kurzen Putts
Natürlich kennen Sie das: Der Abschlag war gut, die Annäherung ans Grün ebenfalls souverän – jetzt fehlen nur noch eineinhalb Meter zum Birdie oder zum Par. Eigentlich eine lösbare Aufgabe. Doch gerade vor kurzen Putts beginnen viele Golferinnen und Golfer zu grübeln. Das berühmte Gedankenkarussell beginnt sich schneller zu drehen: Bloß nicht zu viel Tempo. Nur nicht vorbeischieben. Und vor allem: Bitte nicht wieder zu kurz! Auch PGA Golf Professional Fabian Bünker kennt das Problem. Er nennt in seinem Video (s.u.) drei Faktoren, die bei kurzen Putts entscheidend sind: die mentale Einstellung, eine konstante Bewegung und eine saubere Ausrichtung.
1. Nicht versuchen, den Ball am Loch zu stoppen
Der erste Fehler passiert im Kopf. Aus Angst, den Ball deutlich am Loch vorbeizuschieben und anschließend einen unangenehmen Rückputt vor sich zu haben, wird die Bewegung vorsichtig. Der Putter verliert schon vor dem Treffmoment an Geschwindigkeit. „Dann wird natürlich intuitiv der Putter abgebremst. Die Bewegung wird total unsauber, der Treffmoment wird unsauber“, erklärt Bünker. Das häufige Ergebnis: Der Ball verhungert vor dem Loch. Bünkers Empfehlung: Stellen Sie sich eine Geschwindigkeit vor, mit der der Ball – würde er das Loch verfehlen – noch etwa 30 bis 40 Zentimeter weiterrollen würde. Das bedeutet nicht, den Putt aggressiv zu spielen. Vielmehr soll der Putter bewusst und ohne Bremsbewegung durch den Ball schwingen.
2. 1-2-3-4-Rhythmus für eine konstante Bewegung
Wer vor dem Ball abbremst, riskiert außerdem einen unsauberen Treffmoment. Für mehr Konstanz empfiehlt Bünker eine kompakte Puttbewegung, bei der Hände, Arme und Schultern als Einheit arbeiten. Zusätzliche Aktivität aus den Händen soll möglichst vermieden werden. Hinzu kommt ein gleichmäßiger Rhythmus. Dafür nutzt der Trainer eine einfache 1-2-3-4-Methode: Der letzte Blick zum Ziel ist die eins, die Augen kehren zum Ball zurück – zwei. Das Ende des Rückschwungs entspricht der drei, das Finish der vier. Entscheidend ist, dass die vier Stationen gleichmäßig ablaufen. So entsteht eine wiederholbare Routine, die dabei helfen kann, Bewegung und Geschwindigkeit zu stabilisieren. Bünker sieht noch einen weiteren Vorteil: Wer sich unmittelbar vor dem Schlag auf diesen Rhythmus konzentriert, beschäftigt seinen Kopf mit einer konkreten Aufgabe. Gedanken wie „nicht zu kurz“ oder „bloß nicht vorbeischieben“ bekommen dadurch weniger Raum.
3. Ein Zwischenziel erleichtert die Ausrichtung
Bleibt die Frage, wohin der Ball überhaupt starten soll. Gerade vor kurzen Putts beobachtet Bünker, dass viele Spielerinnen und Spieler bei der Ausrichtung nachlässig werden. Nachdem Sie das Grün gelesen und Ihre Startlinie bestimmt haben, empfiehlt er deshalb ein Zwischenziel wenige Zentimeter vor dem Ball. Dabei kann es sich beispielsweise um eine kleine Verfärbung oder einen auffälligen Grashalm handeln, der exakt auf der gewünschten Linie liegt. An diesem Punkt richten Sie zunächst den Ball beziehungsweise dessen Markierung und anschließend die Ziellinie des Putters aus. Statt aus der Ansprechposition heraus auf ein mehr als einen Meter entferntes Ziel zu zielen, müssen Sie sich nur noch an einem Punkt unmittelbar vor dem Ball orientieren.








