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Perfekte Präzision: Harold Varner III gehört zu den besten Spielern in der Kategorie "Greens in Regulation" | © golfsupport.nl/Adam Davis/ism

Mehr Präzision, bessere Scores: Fünf Erfolgsregeln von Harold Varner III

Grüns in Regulation sind bekanntlich ein wichtiger Schlüssel zu einem gutem Score. Wer häufiger mit wenig Schlägen auf dem Grün liegt, erspielt sich mehr Birdie- oder Par-Chancen – und reduziert so den Druck im kurzen Spiel. Der amerikanische Golf Professonal und YouTuber Rick Shiels hat sich dazu mit einem Spieler unterhalten, der genau das beherrscht: Harold Varner III, der auf der LIV Golf Tour zu den besten „Greens in Regulation“-Spielern zählt – auf 75 Prozent der Bahnen bleiben ihm zwei Putts zum Par. Was können Sie sich von ihm abschauen? Fünf Tipps:

1. Den richtigen Bereich des Grüns anspielen

Varners wichtigste Regel klingt unspektakulär – wird aber oft von Amateuren ignoriert: ein klug gewähltes Ziel. Statt die Fahne direkt anzugreifen, schaut er zunächst auf die breite, sichere Seite des Grüns. Gerade bei längeren Schlägen steigen die Streuungen. Wer dann eine enge Fahnenposition attackiert, bringt unnötig Bogey-Gefahr ins Spiel. „Die Wahrscheinlichkeiten sind einfach viel höher, wenn du dir Raum gibst“, erklärt Varner. Mehr Platz bedeutet mehr Fehlertoleranz – selbst wenn der Schlag nicht perfekt gelingt.

2. Den Wind stärker berücksichtigen

Ein weiterer entscheidender Faktor ist der Wind. Viele Amateure unterschätzen ihn oder korrigieren nur minimal. Varner beobachtet: „Ich glaube, die meisten zielen viel zu gerade.“ Sein Ansatz ist anders. Statt nur ein paar Meter gegen den Wind zu kalkulieren, plant er bewusst mehr Sicherheitszone ein. Denn der Schläger kommt nie exakt identisch an den Ball, die Schlagfläche ist nicht jedes Mal perfekt square. „Du musst dir einfach Raum lassen“, betont er. 

3. Erst solide treffen, dann über Details reden

Ob Amateure oft zum zu kurzen Schläger greifen? Varner differenziert. Für höhere Handicaps mag das zutreffen. Doch bei besseren Spielern sieht er ein anderes Problem: mangelnde Konstanz im Treffmoment. „Triff den Ball erst einmal sauber – um den Rest kümmern wir uns später“, sagt er. Erst wenn der Ballkontakt regelmäßig stimmt, lohnt es sich, Feinheiten wie aggressive Fahnenattacken oder exakte Längenkontrolle zu optimieren. 

4. Ein klares, kleines Ziel vor Augen

Besonders interessant ist Varners Gedanke zum Fokus unmittelbar vor dem Schlag. Er sucht sich bewusst ein kleines, präzises Zwischenziel – etwa einen Ast oder einen Punkt am Horizont. Entscheidend sei: „Dein letzter Blick muss in die Richtung gehen, in die du den Ball schlagen willst – nicht zum Ziel, wo er am Ende liegen soll.“  Das soll Klarheit im Setup und Entschlossenheit im Durchschwung bewirken.

5. Fahnenhöhe als Qualitätsmerkmal

Ein weiteres Detail betrifft die Länge des Schlags. „Auf höhe der Fahne zu liegen, ist großartig“, sagt Varner. Für ihn ist das weniger eine Frage der Taktik als ein Qualitätsmerkmal: Wenn die Länge am Ende passt, hat man den Ball in der Regel sauber getroffen. 

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