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Stabiles Finish: Tommys Fleetwoods Schwung endet in der Regel früher als normal. | © golfsupport.nl/Jeff Robinson/ism

Das Fleetwood-Geheimnis: Volle Kontrolle im Treffmoment

Tommy Fleetwood gehört seit Jahren zu den präzisesten Spielern auf der Tour. Was viele jedoch nicht wissen: Hinter seinen mühelos wirkenden Schlägen steckt ein technischer Leitgedanke, den auch Amateure im Training nutzen können. PGA Golf Professional Vaughan Hawtrey erklärt im Video (s.u.), warum Fleetwoods Ansatz so gut funktioniert und welche Übung Sie unbedingt ausprobieren sollten. 

Kompakter Durchschwung für mehr Präzision

Fleetwood gilt nicht nur als außergewöhnlich talentiert, sondern auch als Spieler mit einem auffällig kompakten Durchschwung. Meistens stoppt er seine Bewegung, wenn sich seine Arme vor der Brust befinden – fast alle seine Kollegen schwingen weiter durch. Der Grund für Fleetwoods kürzeren Schwung: Früher spielte er regelmäßig einen deutlichen Draw, der „eher ein Hook war“, wie Hawtrey erklärt. Sein Schwungweg verlief stark von innen nach außen, was häufig zum Abdriften der Bälle nach rechts führte. Weil Fleetwood so talentiert war, korrigierte er diese Fehlschläge intuitiv mit den Händen – eine instabile Lösung. Erst das gezielte Üben von sogenannten Punch-Shots, bei denen die Hände bewusst vor dem Körper gehalten werden, brachte ihm die gewünschte Stabilität. Aus dem starken Draw ist ein kontrollierter Ballflug geworden. Fleetwoods Verbindung zwischen Armen und Körper schafft Konstanz im Treffmoment. 

Worauf Fleetwood im Aufschwung achtet

„Der wichtigste Trainingsimpuls liegt für ihn bereits im Aufschwung. Fleetwood achtet darauf, dass die Hände im höchsten Punkt des Schwungs vor der Brust bleiben und nicht hinter den Körper wandern“, sagt Hawtrey. „Mein Tipp ist, darauf zu achten, dass du beim Ausholen die Hände vorne hast. Dann musst du den Körper rotieren – und du bist automatisch auf der richtigen Ebene.“ Hawtrey zeigt die Bewegung im Video. 

Wie Sie den Fleetwood-Schwung üben können

Der Tipp des Experten: Beginnen Sie mit einem Eisen acht oder neun – kleine, kontrollierte Bewegungen, die sich wie ein Dreiviertelschwung anfühlen sollten. Entscheidend dabei: Überprüfen Sie bewusst, ob sich Ihr Schläger nach dem Durchschwung wirklich vor der Brust befindet. Das Ergebnis beschreibt Hawtrey nach seinem Schlag so: „Der Ball war gerade, hatte keinen Drall. Und genau das sieht man bei Fleetwood – ein minimaler Draw, sauberer Kontakt, viel Power.“ Vielleicht sieht man diese Schläge ja bald auch bei Ihnen. 

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