Die fünf besten Schwünge der Geschichte
Über den perfekten Golfschwung könnte man so lange diskutieren wie über die Frage nach der schönsten Metropole der Welt oder der besten Platte der Beatles. Jeder hat eine Meinung und niemand gibt sie kampflos auf. Die Geschichte des Golfsports ist gespickt mit Ausnahmekönnern. Nicht jeder Champion hatte einen Schwung wie aus dem Lehrbuch, und doch könnte man ihnen allen nacheifern. Einer, der auf die fünf besten Schwünge in der Golfgeschichte festlegen kann (und will!), ist Anders Mankert, Master-Professional aus den USA. Auf dem Portal golfmonthly.com nennt er fünf Stars, die für ihn aus der Masse ästhetischen Schwünge herausstechen. Wir fassen das Wichtigste zusammen.
Tiger Woods (Version 2000): kompakt und verkürzt
Bei Woods schaut Mankert bewusst nicht auf „irgendeinen Tiger“, sondern auf das Jahr 2000 – die Phase unter Coach Butch Harmon, in der Woods’ Schwung „einfach erhaben“ gewesen sei. Harmon und Woods verkürzten damals den Schwung, machten ihn kompakter. Es war die Grundlage für den „Tiger Slam“ – vier Majors in Serie zwischen 2000 und 2001.
Moe Norman: eigenwillig und präzise
Nach Woods folgt Moe Norman, über den der 15-malige Major-Champion einmal sagte: „Er ist einer von nur zwei Menschen, die wirklich ihren eigenen Schwung hatten.“ Norman war berühmt für seine geraden Drives und sein spezielles Setup – extrem hohe Hände, der Schläger bei der Ansprechposition deutlich hinter dem Ball. Seine größte Stärke war sein Einsatz des Bodens – etwas, das heute üblich ist, dessen Bedeutung er jedoch vielleicht als Erster erkannte.
Nelly Korda: kraftvoll und athletisch
Der US-Experte musste sich entscheiden zwischen Korda und Annika Sörenstam. Den Ausschlag gaben am Ende die Zahlen. Korda gehörte in den letzten drei Jahren zu den besten Spielerinnen mit den besten Statistiken. Vor allem ihr Verhältnis aus Länge und Genauigkeit gilt als historisch außergewöhnlich. Mankert lobt besonders die Arbeit ihrer Beine: Aus einer Squat-Position richtet sie das vordere Bein kraftvoll auf und nutzt den Boden extrem effektiv. So entstehe eine starke Kombination aus Weite, Konstanz und Präzision.
Ben Hogan: der „Godfather“ des modernen Schwungs
Dass Ben Hogan in dieser Liste auftaucht, ist wenig überraschend. Er gilt weltweit als „Vater des modernen Schwungs“. Trotz seiner eher kleinen Statur konnte er enorme Power erzeugen – durch seine außergewöhnliche Athletik. Er hatte lange mit einem Hook-Problem zu kämpfen und entwickelte gezielt einen Schwung, der die linke Ausreißer-Seite minimieren sollte – eine Technik, die bis heute von vielen Pros gelehrt wird.
Rory McIlroy: dynamisch und rhythmisch
Auch Rory McIlroy landet in den Top-Fünf, weil sein Schwung für Mankert die Essenz von Dynamik und Rhythmus ist. Seine Schläge wirken oft mühelos und butterweich. Auffällig: Im Abschwung setzte McIlroy auf eine „Squat“-Bewegung, aus der er sich dann explosiv nach oben katapultiert. So generiert er viel Power und Länge – obwohl er nicht zu den größten Spielern der Tour zählt.









